Schülerwettbewerb

Intelligenter Rollator und autarke Energieversorgung überzeugen Jury

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Einbruchmelder und intelligente Babywiege

Den ebenfalls mit 2000 Euro dotierten zweiten Platz belegten Maximilian Melzner (17) und Lukas Heindl (17) vom Gymnasium Eschenbach. Sie entwickelten einen Einbruchsmelde-Chip, mit dem bis zu acht Fenster verwaltet werden können. Der Nutzer kann mit der Fernbedienung und einem Code den Alarm abschalten und auch vergangene Alarme ansehen. Hierfür mussten die Schüler sich ein sehr komplexes Bediensystem überlegen.

Platz Drei und ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro gehen an Verena Glatt von der Gewerbeschule Bühl. Sie möchte übermüdete Eltern entlasten, die bisher bei jeder leichten Unruhe ihres Babys unnötig hochschrecken. Dazu entwickelte sie eine beruhigende Babywiege, die ein integrierter Mikrochip steuert: „Wenn das Kind sich bewegt oder strampelt, fängt das Bett leicht zu schaukeln an und ein Wiegenlied setzt ein“, sagt sie. Sollte das Kind sich nicht beruhigen, vibriert ein Armband und informiert die Eltern.

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Praxis-Workshop an Leibniz Universität Hannover

Das Chip-Design lernten die Preisträger in einem Praxis-Workshop an der Leibniz Universität Hannover. „Es ist eine Besonderheit unseres Technik-Wettbewerbs, dass die Jugendlichen mit Experten arbeiten. Später tauschen sie sich weiter in einem Forum aus“, sagt Ansgar Hinz, VDE-Vorstandsvorsitzender. Zehn Teams aus dem Feld von 2600 Teilnehmern qualifizierten sich für die Umsetzung ihrer Idee. Eine Chance, die der Erstplatzierte Luca Elbracht gerne ergriff: „Der Workshop hat viele hilfreiche Erkenntnisse gebracht, nicht nur zur technischen Seite, sondern auch zur Projektplanung und Durchführung“, sagt er. Die Sieger erwarten jetzt Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Möglichkeit, ihre Projekte auf Messen zu präsentieren. Daneben werden sie ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Viele der Teilnehmer der letzten 15 Jahre haben inzwischen in der Mikroelektronik-Wirtschaft oder -Wissenschaft Karriere gemacht. Oft zeigen sie überdurchschnittliches berufliches und soziales Engagement. (sh)

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