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Schülerwettbewerb

Intelligenter Rollator und autarke Energieversorgung überzeugen Jury

| Redakteur: Sandra Häuslein

Mit dem Schülerwettbewerb „Invent a Chip“ wollen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der VDE Digitalisierungs-Fachkräfte von morgen fördern. Der BMBF-Sonderpreis ging 2016 an den Smollator. Der intelligente Rollator soll dem Benutzer im Alltag helfen und die Nachteile herkömmlicher Rollatoren ausschalten. Den ersten Preis erhielten Schüler aus Beckum mit ihrem autarken Energiesystem.

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Die Gewinner des diesjährigen Schülerwettbewerbs „Invent a Chip“ kommen von Gymnasien aus Beckum, Marburg, Eschenbach und Lindlar sowie von der Gewerbeschule Bühl.
Die Gewinner des diesjährigen Schülerwettbewerbs „Invent a Chip“ kommen von Gymnasien aus Beckum, Marburg, Eschenbach und Lindlar sowie von der Gewerbeschule Bühl.
(Bild: VDE)

Ein intelligenter Rollator vermeidet Stürze und umfährt Hindernisse, die Sonne versorgt ein Haus autark mit Energie, der Haustürschlüssel schlägt Alarm, wenn er vergessen wird, und der Einbruchmelde-Chip sorgt für mehr Sicherheit. Das alles sind innovative Ideen für neue Mikrochips von Jugendlichen, die Experten begeistern. Zum 15. Mal veranstalteten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Technologieverband VDE den Schülerwettbewerb „Invent a Chip“.

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Insgesamt 25.000 Jungen und Mädchen beteiligten sich in den vergangenen 15 Jahren mit 6500 Chip-Ideen am Schülerwettbewerb „Invent a Chip“. Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sieht großes Potenzial bei den Jugendlichen: „Bei dem Wettbewerb entwickeln Schüler nicht nur Schaltkreise, sondern bauen damit sogar eine komplette Anwendung. Junge Menschen setzen ihre guten Ideen Schritt für Schritt um, lernen dafür eine neue Art des Programmierens, arbeiten in Teams zusammen und haben keine Scheu vor neuen Technologien. Das zeigt: Deutschlands Schüler haben das Zeug für digitale Erfindungen. Auf diese Forscher und Fachkräfte ist unser Land im digitalen Zeitalter angewiesen.“ „Invent a Chip“ hat in seinen 15 Jahren viele Schüler für technische Ausbildungsberufe oder MINT-Studiengänge begeistert.

Nie mehr den Haustürschlüssel vergessen

Gleich zweimal vergab die Jury in diesem Jahr den mit 3000 Euro dotierten ersten Platz. „Das ist ein Novum, das zeigt, wie stark das Teilnehmerfeld ist“, sagt Ansgar Hinz, VDE-Vorstandsvorsitzender. Die Sieger präsentierten ihre Mikrochips im Rahmen des VDE-Kongresses in Mannheim der Öffentlichkeit. Luca Elbracht (17) und David Alexander Volmer (16) vom Albertus-Magnus-Gymnasium Beckum brachten ein Modellhaus mit. Ein Mikrochip steuert dort die Erzeugung, die Speicherung und den Verbrauch von Energie mit dem Ziel, ein Haus unabhängig vom öffentlichen Netz mit Strom zu versorgen. Das überzeugte die Jury ebenso wie der Keysafe, ein Mikrochip, der verhindern soll, dass sich Menschen aus ihrer Wohnung aussperren. Das System von Tobias Höpp (15) und Johannes Kreutz (17) vom Gymnasium Philippinum in Marburg warnt schon beim Verlassen der eigenen vier Wände seinen Besitzer, wenn er vergessen hat, den Haustürschlüssel mitzunehmen. Wie hier sind oft alltägliche Situationen der Ausgangspunkt einer Erfindung.

Rollator mit Notfallfunktion

Der mit 2000 Euro dotierte Sonderpreis des Bundesforschungsministeriums geht an Robin Breitfelder (15), Tim Jungnitz (16), Maximilian Krebs (16) und Jamal Lkhaouni (15) vom Gymnasium Lindlar. Sie entwickelten einen intelligenten Rollator. Er kann Hindernisse erkennen, die Position erfassen und hat eine Notfallfunktion. „Kippt der Rollator um und stürzt sein Nutzer, wird ein Sturz-Alarm ausgelöst“, beschreibt die Jury das Konzept des prämierten Mikrochips.

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