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Security

IT-Security für Kerntechnik soll Industrie vor Cyber-Attacken schützen

| Redakteur: Sariana Kunze

Cyber-Attacken, wie jüngst der Hackerangriff auf die Telekom, rufen Kritiker der zunehmenden Vernetzung von Industrieanlagen auf den Plan. Denn eine effektive IT-Security ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Industrie 4.0. Areva stellt für diese Problematik eine IT-Security-Lösung aus der Kerntechnik vor.

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IT-Security: Sicherheitslösungen aus Kernkraftwerken stehen nun auch für klassische Industrieanlagen zur Verfügung.
IT-Security: Sicherheitslösungen aus Kernkraftwerken stehen nun auch für klassische Industrieanlagen zur Verfügung.
( Bild: Areva )

Das Schlagwort Industrie 4.0 steht für die zunehmende Vernetzung von Industrieanlagen mit dem Internet. Die Kehrseite dieses Trends bilden neue Manipulationsmöglichkeiten von außerhalb. Spätestens seit Stuxnet geraten auch sogenannte speicherprogrammierbare Steuerungen ins Visier von Hackern aller Couleur. Entsprechende Anlagen befinden sich weltweit in tausenden Betrieben in der Industrie, der Energieversorgung und anderer kritischer Infrastrukturen. Ungesicherte Schnittstellen zum Internet bilden ein Einfallstor für das Auslesen oder die Manipulation von Programmcodes oder Konfigurierungsdaten.

Security von Kernkraftwerken adaptierbar

In Kernkraftwerken sichern bereits seit Jahren speziell entwickelte und zertifizierte Softwarelösungen sensible Anlagen wie etwa die Lademaschine vor einem unbefugten Zugriff. Diese ausgereiften Lösungen stehen für alle SPS-Steuerungen auch außerhalb der Kerntechnik zur Verfügung und können mit verhältnismäßig geringem Aufwand in bestehende Industrieanlagen und Infrastruktureinrichtungen integriert werden. Dazu gehören die Systeme Siemens Simatic S7-300 und S7-400 sowie künftig auch S7-1500. „Wir implementieren unsere Sicherheitssoftware individuell in jede dieser Steuerungen und können so sensible Systeme zuverlässig überwachen. Das haben umfangreiche Tests auch von externen Gutachtern und kerntechnischen Aufsichtsbehörden bestätigt“, sagt Holger Hoppe, IT-Security-Spezialist bei Areva Erlangen, und ergänzt: „Durch den jahrelangen Einsatz in Kernkraftwerken können wir attraktive Lizenzlösungen für andere Branchen anbieten.“

Die Areva-Software Opansec verriegelt und überwacht die Integrität der Systeme gleichermaßen. Während der Integritätsschutz verhindert, dass die Software in speicherprogrammierbaren Steuerungen gelesen und überschrieben wird, sorgt die Integritätsüberwachung kontinuierlich dafür, dass Änderungen zuverlässig erkannt und gemeldet werden. Das System informiert den Betreiber der Anlage bei jeglichem Eingriff in das System. Daraufhin kann die Veränderung entweder freigegeben oder Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Unbemerkte Eingriffe sollen damit ausgeschlossen sein.

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