Magnetischer Drehgeber

Kleiner und lagerloser Absolutdrehgeber

04.11.2011 | Redakteur: Ines Stotz

Berührungslos, kompakt, robust: Der kleine, lagerlose Absolutdrehgeber lässt sich direkt auf der Welle montieren und passt in praktisch jede Lücke.
Berührungslos, kompakt, robust: Der kleine, lagerlose Absolutdrehgeber lässt sich direkt auf der Welle montieren und passt in praktisch jede Lücke.

Magnetische Drehgeber ohne Eigenlagerung sind wegen ihrer robusten Ausführung für den Einsatz unter schwierigen Umgebungsbedingungen geeignet. Das gilt für Textilmaschinen, wo Fasern

Magnetische Drehgeber ohne Eigenlagerung sind wegen ihrer robusten Ausführung für den Einsatz unter schwierigen Umgebungsbedingungen geeignet. Das gilt für Textilmaschinen, wo Fasern die Lebensdauer von Kugellagern deutlich mindern können, ebenso wie für raue Industrieumgebungen oder mobile Anwendungen wo Schocks, Vibrationen, Betauung und Staub den eingesetzten Drehgebern einiges abverlangen. Die lagerlosen magnetischen Absolutwertgeber gibt es jetzt erstmals auch in einer ungewöhnlich kompakten Ausführung, sodass sich die Vorteile des berührungslosen Messprinzips auch bei sehr beengten Einbauverhältnissen nutzen lassen.

Als erster Hersteller bietet Baumer lagerlose magnetische Drehgeber jetzt auch in einer besonders kompakten Bauform an. Der kleine Absolutdrehgeber mit der Typenbezeichnung MHAD, der die bewährte HDmag-Drehgeberfamilie ergänzt, benötigt bei einem Durchmesser von 50 mm und eine Bautiefe von lediglich 20 mm nur sehr wenig Einbauplatz und passt praktisch in jede Lücke. Für die Montage ist kein freies Wellenende erforderlich. Dank seiner großen Durchgangshohlwelle kann man den Geber beispielsweise platz- und kostensparend direkt auf der Welle zwischen Getriebe und anzutreibendem Maschinenteil montieren. Dabei toleriert das berührungslose Messprinzip axiale und radiale Toleranzen von ±1 mm bzw. zwischen 0,1 und 0,5 mm. Die LED, die direkt am Gerät die Betriebszustände signalisiert, dient hierbei als Justierhilfe.

Am Ausgang stellt der Drehgeber die aktuelle Position als Absolutwert mit 16 Bit Auflösung zur Verfügung, wahlweise über SSI- oder CANopen-Schnittstelle. Für die Drehzahlregelung wird zusätzlich ein Inkrementalsignal (1024 bis 8192 Striche pro Umdrehung) ausgegeben. Da sich durch die kompakte Bauform bis zu vier Sensoren um das Polrad anordnen lassen, sind redundante Lösungen einfach und kostengünstig realisierbar. Die integrierte Eigendiagnose überwacht die Signalqualität und überprüft permanent die Sensorfunktion. Der kleine magnetische Drehgeber erfüllt serienmäßig die Anforderungen der Schutzart IP67, arbeitet bei Umgebungstemperaturen zwischen -40 und +85°C und funktioniert aufgrund der robusten Bauweise und des magnetischen Messprinzips auch bei Staub, Feuchtigkeit Schock und Vibration zuverlässig.

SPS/IPC/Drives Halle 4A, Stand 335

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