Eine Krise ist kein Notfall Mit vier Schritten zum professionellen Krisenmanagement

Autor / Redakteur: Rainer Flake / Sariana Kunze

Was kommt auf unser Unternehmen in den kommenden Monaten aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise noch zu? Das ist die Frage die zur Zeit den Führungskräften vieler Unternehmen unter den Nägeln brennt. Doch was kann man tun um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Vier Schritte helfen dabei die Krise leichter zu meistern.

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Wenn Personen oder Organisationen in eine Krise geraten, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Denn wer eine Krise professionell managen möchte, muss systemisch denken. Das heißt, er muss neben dem Intellekt auch das vorhandene Wissen und die gesammelten Erfahrungen nutzen, um die realen Ursachen der Krise und ihre Auswirkungen zu ermitteln. Sonst verwechselt man schnell Ursache und Wirkung und verfällt in einen blinden Aktionismus, der meist noch tiefer in die Krise führt.

Die aktuelle Wirtschaftskrise verleitet zu vorschnellen Begründungen, warum den Unternehmen die Umsätze und Kunden wegbrechen. Faktisch ist die aktuelle Finanzkrise und Wirtschaftsflaute oft nur ein Auslöser der Krise von Unternehmen. Eigentliche Ursachen können eine geringe Eigenkapitaldecke, eine Abhängigkeit von wenigen Großkunden oder eine jahrelang nötige Strukturanpassung sein.

Das Fazit lautet also, wer nicht gründlich nach den realen Ursachen der Krise von Unternehmen analysiert, greift schnell nach scheinbaren Lösungen, die nur noch tiefer in die Krise führen. Hier einige Tipps, wie die Krise in einer Organisation professionell gemanagt werden könnte:

Schritt 1: Ruhe bewahren

  • Ändern Sie Ihre Denkmuster über die Krisensituation: Fragen Sie sich „Wie denke ich über die Krise?“ und nicht „Was denke ich über sie?“. Versuchen Sie nicht in Panik zu verfallen und stellen Sie sich die Fragen: Betrachte ich sie eher als unvermeidbare „Naturkatastrophe“ oder auch als Resultat gewisser Versäumnisse in der Vergangenheit? Suche ich primär nach „Schuldigen“ oder nach Auswegen aus der Krise? Erlebe ich sie als Bedrohung oder auch als Chance? Erachten ich die Krise eher als Situation, die es zu „erleiden“ gilt, oder als Situation, die es zu bewältigen gilt?
  • Versuchen Sie die möglichen Auswirkungen der Krise realistisch einzuschätzen (best case - worst case).

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