7 Experten zum Thema IO-Link - Teil 1 Nachgefragt: Welcher Mehrwert resultiert aus dem Einsatz von IO-Link?
Seit Kurzem steht das Kommunikationssystem IO-Link als Internationaler Standard nach IEC 61131-9 weltweit zur Verfügung. Um es künftig noch stärker ins Blickfeld potenzieller Anwender rücken, wird es Aufgabe sein, den Mehrwert und die neuen Lösungsmöglichkeiten den Maschinenbauern, Systemintegratoren und Anlagenbetreibern, aufzuzeigen. Wir haben uns bei sieben IO-Link-Experten umgehört, welche technischen und wirtschaftlichen Vorteile IO-Link den Anwendern bietet?
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Das wird erstens erreicht durch eine Vereinfachung der Verkabelung, das heißt, die Mehrfachverdrahtung wird durch IO-Link ersetzt; analoge, binäre und serielle RS232-Schnittstellen werden überflüssig. Dabei lässt sich das heute standardmäßig verwendete 3-polige Sensorkabel (ohne Schirmung) wieder verwenden. Der zweite Punkt ist die Automatisierung der Parametrierung, das bedeutet eine automatisierte Parametrierung durch Funktionsbausteine und eine toolunterstützte Parametrierung. Dritter Faktor ist eine erweiterte Diagnose, dazu gehört die Diagnose, auch Ferndiagnose bis auf Feldgeräteebene, Kabelbrucherkennung und geräteabhängige Diagnose über IO-Link.
Durch den Einsatz von IO-Link bei Montage und Inbetriebnahme lassen sich nach Aussagen unserer Kunden bis zu 30 Prozent der Kosten einsparen. Im laufenden Betrieb sind, ebenfalls laut Kundenaussagen, durch höchste Anlagentransparenz, zum Beispiel durch Auslesen von Geräteinformationen bis aus der Feldebene, die Stillstandszeiten um bis zu 40 Prozent reduzierbar.
Erst mit IO-Link ist es überhaupt möglich, etwa eine Anlage im laufenden Betrieb umzuparametrieren. Hierzu ein einfaches Beispiel: Eine Maschine produziert und meldet plötzlich, dass der Farbsensor verschmutzt ist. Bisher musste die Maschine gestoppt, der Sensor ausgetauscht und vor Ort neu parametriert werden. Mit IO-Link findet eine automatische Nachparametrierung entsprechend Verschmutzungsgrad statt. Die Maschinekann weiter produzieren, der Austausch kann während der Produktionsfreien Zeit erfolgen. Beim notwendigen Ersetzen eines Sensors wird der ausgetauschte Sensor automatisch vom IO-Link Master mit den aktuellen Parametern versorgt. Ein Parametrieren vor Ort ist nicht mehr notwendig.

Erstmals erlaubt IO-Link den einfachen, ungehinderten und kostengünstigen Zugriff auf Parameter und Diagnoseinformation in den Sensoren und Aktoren. Eine Parametrierung aller Sensoren und Aktoren von zentraler Stelle aus wird endlich Wirklichkeit - manuell oder auch vollständig automatisiert. IO-Link spart Zeit, Material und Geld und bietet vielfältige Vorteile für Hersteller wie Betreiber gleichermaßen.

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