ODVA

Neue Spezifikationen für CIP-Netzwerke

07.12.2010 | Redakteur: Ines Stotz

Die ODVA veröffentlich jetzt neue Ausgaben der Spezifikationen für ODVA-Netzwerke. Darin enthalten sind Erweiterungen für EtherNet/IP, DeviceNet, CompoNet und ControlNet sowie für die CIP-Safety-Erweiterung für die EtherNet/IP- und DeviceNet-Netzwerke.

Die ständige Weiterentwicklung dieser Technologien ermöglicht Endanwendern, den vollen Nutzen aus ihren Netzwerken für die wachsende Zahl industrieller Anwendungen zu ziehen. Von besonderem Interesse von den insgesamt 44 Verbesserungen werden dabei die Erweiterung der EtherNet/IP-Spezifikation um die QuickConnect-Funktion und um die Erkennung von IP-Adresskonflikten sein.

Seit USCAR, die Dachorganisation für gemeinsame Forschung der Chrysler Group, Ford Motor Company und General Motors Company, 2006 ihre Absicht ankündigte, eine Standardisierung von EtherNet/IP für Automobilwerke zu fördern, wurde EtherNet/IP zunehmend als Standard der Automobilindustrie sowohl von Automobilherstellern als auch von Systemlieferanten in Nordamerika und weltweit übernommen. EtherNet/IP wurde zunächst zur Verbindung von Robotern, Anzeige- und Bediengeräten und programmierbaren

Steuerungen verwendet und kommt heute bei einer Vielzahl von Echtzeit-Steuerungsanwendungen in der Automobilindustrie zum Einsatz, beispielsweise Schweiß-Steuerungen, Antriebe und E/A-Module. Aufgrund der Vorteile, die die Automobilindustrie mit diesem Steuerungsanwendungen realisieren konnte, erhielten die ODVA und ihre Mitglieder den Auftrag, neue Funktionen zu entwickeln, um EtherNet/IP in den Roboterarm und auf Werkzeugwechslern zu integrieren, wo Geräte zur Minimierung der Produktionsunterbrechung schnell hochlaufen und E/A-Daten mit der Steuerung austauschen müssen.

Geräte innerhalb 500 Millisekunden verbinden

Die Automotive Special Interest Group der ODVA (Auto SIG), die sich aus führenden Herstellern von Steuerungen, Robotern, Werkzeugwechslern und Werkzeugkomponenten zusammensetzt, hat dazu einen innovativen Ansatz zur Lösung dieses Problems verfolgt und eine neue, leicht umzusetzende Timing-Sequenz definiert, bei der die Geräte mit EtherNet/IP innerhalb von 500 Millisekunden miteinander verbunden werden. Diese Lösung wird „QuickConnect“ genannt, und die ODVA erwartet, dass sie innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate in Anwendungen in der Automobilindustrie zum Einsatz kommt.

Aufgrund der Flexibilität der Spezifikation wird erwartet, dass QuickConnect in vielen Industriebereichen eingesetzt wird. Enrico De Carolis, Vorsitzender der Auto SIG der ODVA und Director of Technology Development des ODVA-Mitglieds Numatics, erklärt, dass „EtherNet/IP während der letzten Jahre in zunehmendem Maß in Anwendungen in der Automobilproduktion integriert wurde. DeviceNet mit QuickConnect wird seit mehreren Jahren in Werkzeugwechsel-Anwendungen verwendet. Da QuickConnect jetzt mit EtherNet/IP möglich ist, können Anwender in der Automobilindustrie ein EtherNet/IP-Netzwerk verwenden, wenn QuickConnect gefordert wird, was die Einführung, die Inbetriebnahme und die Wartung deutlich vereinfacht.“

ACD macht EtherNet/IP-Netzwerke benutzerfreundlicher

Unter dem Hintergrund, dass Anwender ihre EtherNet/IP-Systeme ständig vergrößern - sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Geräte als auch auf die räumliche Ausdehnung der Anlage, führte die ODVA außerdem einen neuen Dienst für EtherNet/IP-Netzwerke ein, nämlich Address Conflict Detection (ACD). Diese Funktion macht die Verwendung von EtherNet/IP-Netzwerken benutzerfreundlicher, da es mit zunehmend größeren Systemen immer häufiger zu Problemen aufgrund der versehentlichen Einführung von Geräten mit bereits vorhandenen Internet-Protocol-Adressen (IP-Adressen) kommt.

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