Bayerisches Rotes Kreuz Neuer Einsatzwagen mit Schutzleiterüberwachung schützt vor elektrischem Schlag

Redakteur: Sariana Kunze

Das Bayerische Rote Kreuz vom Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen stellt einen neuen Einsatzwagen in den Dienst. Das Besondere: Durch Schutzleiterüberwachung gewährleistet der Wagen Sicherheit vor einem elektrischen Schlag.

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Rettungswagen verhindert elektrischen Schlag (Bilder: BRK)
Rettungswagen verhindert elektrischen Schlag (Bilder: BRK)
( Archiv: Vogel Business Media )

Mehr als 5.000 ehrenamtliche Stunden leitete das Team um Thomas Liebl und schuf so in mühevoller Kleinarbeit aus einem ausgemusterten Polizeitransporter eine mobile High-Tech-Einsatzzentrale. „Das Rote Kreuz hat jetzt auch einen Kater“, sagt Liebl mit stolzem Blick auf den strahlen-weißen Neuzugang. „Kater Neuburg 12/3“, unter diesem offiziellen Funknahmen wird das mit seinem roten Streifen und er großen Blaulichtanlage auf dem Dach so markante Fahrzeug im Einsatz nämlich erreichbar sein.

Fax, Telefon, Internet, Funk, Beleuchtung, Computerarbeitsplätze mit Drucker und sogar eine eigene Wetterstation lassen erahnen, wie hier im Ernstfall effizient Hilfe geleistet wird. Ein ausfahrbarer Antennenmast gewährleistet auch unter unwegsamen Geländebedingungen zuverlässige Kommunikation. „Die Computer könne wir per Handy fernstarten“, erklärt Thomas Liebl eine weitere Besonderheit. „So brauchen wir nicht erst am Auto die ganze Maschinerie hochzufahren, sondern können gleich nach der Alamierung ab BRK-Zentrum arbeiten.“

Soviel Technik brauch natürlich jede Menge Strom. Da könnte die Bordanlage schnell an ihre Grenzen stoßen. Aber auch daran hat man gedacht und das Fahrzeug neben den boreigenen Generator zusätzlich mit einer 230V-Steckdose ausgestattet. Damit kann jederzeit quasi von außen elektrische Energie zugeführt werden.

Versorgt man ein Fahrzeug oder andere mobile Einrichtungen über ein 230V-Verlängerungskabel, schützt der landläufig auch als der „Grün-Gelbe“ bezeichnete Schutzleiter die Einsatzkräfte vor der Gefahr eines elektrischen Schlags.

Damit diese sich bei der Ausübung ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit auch tatsächlich sicher fühlen können, schreiben TÜV, BG und VDE in diversen Normen und Bestimmungen zu Recht die permanente Überwachung des Schutzleiters zwingend vor. Liebl im Gespräch mit einem Hersteller, der anscheinend hierzu etwas anzubieten hat: „Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe. ....Ihre Schutzleiterüberwachung PE-SEC 500 wäre eventuell eine ideale Lösung, um die Versorgung und den Betrieb unseres Einsatzleitwagens sicherer zu machen.“

Für den Entwickler und Hersteller des Gerätes keine Frage. Schnell klärte er mit den „Rot-Kreuzlern“ ein paar offene technische Fragen und versorgte sie anschließend mit der erforderlichen Technik. Und so können die Einsatzkräfte den Stromhunger ihres „Katers“ bedenkenlos an beliebigen Einsatzorten aus der Steckdose stillen:

Sollte der Schutzleiter fehlen oder in der rauhen Umgebung des Einsatzes unterbrochen werden, schaltet das PE-SEC 500 sofort ab. Selbst Verpolungen von Phase und Neutralleiter oder schleichend schlechter werdende Schutzleiter erkennt das PE-SEC 500 sofort und gewährleistet damit kompromisslos „Sicherheit auf der Grundlage der VDE0160“.

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