CAN-Messmodul

Neues Messmodul ermöglicht Temperaturmessung in Hochvolt-Umgebungen

| Redakteur: Rebecca Näther

Das Messmodul misst an acht optischen Eingängen mittels Faser-Bragg-Gitter-Sensoren (FBG) Temperaturen auf beliebigen Potentialen und gibt sie via CAN wieder aus.
Das Messmodul misst an acht optischen Eingängen mittels Faser-Bragg-Gitter-Sensoren (FBG) Temperaturen auf beliebigen Potentialen und gibt sie via CAN wieder aus. (Bild: imc Meßsysteme)

Die IMC Meßsysteme GmbH zeigt das faseroptische CAN-Messmodul IMC Cansas-FBG-T8 für die Temperaturmessung in Hochvolt-Umgebungen. Auf der Fachmesse Sensor+Test im Juni 2018 stellt das Unternehmen das Modul erstmals der Öffentlichkeit vor.

Das neue CAN-Messmodul von IMC Meßsysteme misst an acht optischen Eingängen mittels speziell entwickelten Faser-Bragg-Gitter-Sensoren (FBG) Temperaturen auf beliebigen Potentialen und gibt sie via CAN wieder aus.

Glasfaserbasierte Sensoren ohne elektrische Leitfähigkeit

Anwender, die Messungen im Hochspannungsumfeld oder im Bereich E-Mobility durchführen, sollen von dieser Technologie profitieren können. Dank des optischen Messprinzips bleibt das Signal frei von elektrostatischen und elektromagnetischen Einflüssen, was bei klassischer Messtechnik in Hochvoltumgebungen häufig ein Problem ist. Und auch das Thema Personensicherheit, das bei Arbeiten an Spannungen jenseits von 50 V umfassende Schutzmaßnahmen vorschreibt, entschärft sich: die glasfaserbasierten Sensoren weisen keinerlei elektrische Leitfähigkeit auf. Damit ist weder eine sicherheitstechnische Spezial-Ausrüstung noch eine gesonderte Ausbildung des Bedienpersonals notwendig. Hochvolt-Isolationen der Kabel sind überflüssig.

Wicklungserwärmung präzise messen

Die glasfaserbasierten Sensoren weisen keinerlei elektrische Leitfähigkeit auf.
Die glasfaserbasierten Sensoren weisen keinerlei elektrische Leitfähigkeit auf. (Bild: imc Meßsysteme)

Die dünnen FBG-Temperartursensoren mit Durchmessern ab 0,5 mm erleichtern die Montage und ermöglichen neue Anwendungen. Beispielsweise lassen sich die Sensoren auf Grund der geringen Größe direkt in die Wicklung von Elektromotoren mit einbringen, ohne dessen Eigenschaften maßgeblich zu beeinflussen. In Kombination mit dem schnellen Ansprechverhalten des faseroptischen Fühlers lässt sich so die Wicklungserwärmung präzise messen, um beispielsweise Temperaturverläufe unter Belastung aufzuzeichnen.

Das Messmodul arbeitet direkt mit den mitgelieferten Sensoren – einfach anstecken, Kenndaten eintragen und fertig. Über die CAN-Schnittstelle können die Daten entweder direkt zu einem Datenlogger, einem Applikationssystem oder an eine Automatisierung weiter gegeben werden.

HV-Messstelle klassisch oder faseroptisch

Laut Hersteller macht es mit dem Produkt preislich kaum einen Unterschied mehr, ob die Kunden ihre HV-Messstelle klassisch oder faseroptisch messen, erklärt das Unternehmen.

Das FBG-Modul ist elektrisch wie auch mechanisch kompatibel zur Cansasflex-Serie der Firma. Anwender können jedes bestehende Messmodul der Flex-Serie über den integrierten Klickverbinder direkt andocken. Damit steht das gesamte Portfolio an klassischer elektrischer Messtechnik zur Verfügung. Auch der intelligente CAN-Datenlogger Busdaqflex lässt sich direkt anklicken und damit faseroptische und elektrische Messmodule zu einem voll integrierten Messsystem vereinen. Verschiedenste Mess-, Prüf- und Regelanwendungen lassen sich flexibel abdecken und vielfältige Fahrzeug- und Industriebusse mit integrieren.

Sensor + Test: Halle 1, Stand 310 & 561

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