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Software Planung im frühesten Projektstadium

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Eplan Preplanning fokussiert das Basic Engineering, die dem klassischen Detail Engineering vorgeschaltete Projektierungsphase. Frühzeitig lassen sich Projektdaten aus der Vorplanung ohne Medienbrüche in die Eplan Plattform übernehmen, dort anreichern, verwalten und weiterverarbeiten.

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Eplan Preplanning verwaltet parallel Anlagenübersichten und Automatisierungsstrukturen in einem Projekt.
Eplan Preplanning verwaltet parallel Anlagenübersichten und Automatisierungsstrukturen in einem Projekt.
(Eplan)

Mit der Software lässt sich die Automatisierungsstruktur einer Maschine/Anlage im frühesten Stadium eines Projekts definieren. Beispiel: Der Import einer ersten Antriebsliste aus der Mechanik, die nur grundlegende Informationen zu den geplanten Antrieben in einem Fördersystem enthält. Mit der Software definiert der Projekteur die aus seiner Sicht zentrale Automatisierungsstruktur der Maschine/Anlage und positioniert die Antriebe in dieser Struktur. Der Automatisierer reichert im Basic Engineering die Informationen zu Sensoren und Aktoren an, bis er daraus im Detail Engineering die Schaltungsunterlagen erstellen bzw. ableiten kann.

Spezifikationsdaten erfassen, auswerten, verwalten

Auch typische Abläufe in der Prozessautomation werden professionell unterstützt – beispielsweise die Definition der Feldinstrumentierung. Mit Eplan Preplanning lassen sich die ersten groben Anforderungen bis hin zu detaillierten Spezifikationsdaten zur Auslegung von Feldgeräten sammeln, erfassen, auswerten und auf Template-Basis verwalten.

Da auch Informationen aus der Maschinen- und Anlagenhierarchie übernommen werden, ergeben sich durch die Einbettung der Geräte in die Vorplanungsstruktur Vorteile. Wird z.B. für einen Anlagenbereich in der Metallveredelung die Umgebungstemperatur angepasst, so erfolgt das Update dieser Änderung der Umgebungsbedingungen automatisch in allen Gerätespezifikationen, die diesem Bereich zugeordnet sind. Auch Änderungen in der Kennzeichnung von Maschinen-/Anlagenbereichen werden automatisch an die darunter liegenden Komponenten weiter vererbt.

Auf Basis der ganzheitlichen Erfassung der Projektdaten lassen sich auf Knopfdruck aussagekräftige und detaillierte Auswertungen wie z.B. Anforderungsspezifikationen für Gerätehersteller generieren. Auf Basis dieser Dokumente wird dann im weiteren Projektierungsprozess die passende Gerätetechnik ausgewählt und als definierte Komponente mit entsprechenden ergänzenden Bauteildaten im Projekt hinterlegt.

Einheitliche Nomenklatur vereinfacht Vorlagen

Aufgrund der umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten bietet die Software die Möglichkeit, die Arbeitsumgebung individuell auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Sogenannte Segmentdefinitionen dienen dazu, etablierte Bezeichnungen für die einzelnen Strukturebenen zu verwenden. Ob Strukturebenen für Produktionslinien, Förderstreckenabschnitte oder Tankbereiche: Per System wird die passende Nomenklatur in den Vorlagen hinterlegt, was den Umgang mit diesen Strukturobjekten vereinfacht. Das gleiche Prinzip gilt im Bereich der Planungsobjekte – bis hin zu Eigenschaften. Beim Import einer Motorliste aus der Mechanik kann so eine 1:1 Zuordnung der gelieferten Eigenschaften und Informationen auf die Gerätetypen erfolgen.

MSR-technische Projektierungsaufgaben

In einer MSR-technischen Projektierungsaufgabe können Vorlagen für unterschiedliche Messstellentypen angelegt und einfach per Drag-and-drop in die Anlagenstruktur eingebracht werden. Dabei entscheidet der Anwender, ob bestimmte Eigenschaften referenzieren oder messstellenspezifisch hinterlegt werden. Referenzierte Eigenschaften können durch zentrale Verwaltung der Vorlagen schnell projektübergreifend geändert werden. Insbesondere in frühen Projektphasen, in denen sich aufgrund der Kundenanforderungen gegebenenfalls das grundlegende Messprinzip für die Füllstandsmessung (von Schwinggabel hin zu Flügelrad oder kontinuierlicher Messung) ändert, ist diese Arbeitsweise von Vorteil. So lässt sich die Anzahl der Feldgeräte und der erforderlichen Automatisierungskomponenten bestimmen oder auch eine erste grobe Kostenabschätzung erstellen.

Mit der frühzeitigen Erfassung auch rudimentärer Projektinformationen und durch die gleichberechtigte graphische und datenbankorientierte Projektierung lassen sich nach Herstellerangaben durchgängig effiziente Engineeringprozesse vom Basic Engineering bis zum Detail Engineering erreichen.

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