Nachgefragt: 2 Experten zu elektrischer Antriebstechnik

Potenziale der Antriebstechnik ausschöpfen: Klare Sicht auf Smart Drive

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Kleiner, leistungsfähiger, schneller – und intelligenter? Welche physikalischen Spielräume gibt' s überhaupt noch, und warum werden Frequenzumrichter, Motoren, Getriebe & Co. jetzt smarter? Wo könnte da die Reise noch hingehen?

Claus Wieder arbeitet als Leiter Marktmanagement bei SEW und gilt als Experte für Antriebstechnik.
Claus Wieder arbeitet als Leiter Marktmanagement bei SEW und gilt als Experte für Antriebstechnik.
(Bild: SEW)

Claus Wieder: Bei den mechanischen Antriebskomponenten Motor und Getriebe gibt es immer noch Möglichkeiten, über verbesserte Materialien, Technologien und Prozesse zusätzlichen Nutzen zu erzeugen. Hier wird das Thema Energieeffizienz und Wirkungsgrad weiterhin eine bestimmende Anforderung darstellen und die Sicht auf das Gesamtsystem aus Motor, Getriebe und Antriebselektronik ausweiten. Der Anteil Drehzahl veränderbarer Antriebe über Frequenzumrichter wird stetig wachsen. Auch hier werden die Weiterentwicklungen bei elektronischen Bauteilen eine positive Auswirkung auf die Umrichtertechnik bringen. Wir sehen zukünftig die Innovationsschritte zu mechatronischen Antriebssystemen. Die optimierte Integration von Getriebe, Motor, Antriebs- und Steuerungselektronik zu einer mechatronischen Einheit bringt zusätzliche Vorteile bei Effizienz, Gerätedesign und Funktionalität. Über die integrierte Elektronik können verbesserte Funktionalitäten bei der Motorsteuerung und der Gerätediagnose erzielt werden. Wir sehen hier den klaren Weg zu einem Smart Product, zu einem Smart Drive.

Michael Scalet arbeitet als Branchenmanager Antriebstechnik bei Kübler.
Michael Scalet arbeitet als Branchenmanager Antriebstechnik bei Kübler.
(Bild: Kübler)

Michael Scalet: Diese Attribute sind für uns als Sensorik-Hersteller beziehungsweise für unsere heutigen und zukünftigen Produkte wichtiger denn je zuvor. Bereits in der vergangen Jahren haben wir hierfür passende Lösungen geschaffen zum Beispiel mit dem Sendix F58 Motor-Line – der flachste Multiturn Drehgeber auf dem Markt.
Ein optischer Hohlwellen-Drehgeber mit einer Bautiefe von 43 mm. Dies eröffnet neue Möglichkeiten bei der Dimensionierung des Getriebemotors und bei der Installation des Drehgebers im beengten Einbauraum.
Jedoch, wenn die Bautiefe von 43 mm immer noch zu viel ist? Welches rotative Messsystem eignet sich hier noch? Die Antwort darauf sind inkrementelle lagerlose Drehgeber. Mit kompakten Einbautiefe von Sensorkopf und Magnetring von nur 15 mm können diese in engste Einbauräume installiert werden. Durch das kontaktlose Messprinzip ist auch ein zuverlässiger und langlebiger Einsatz sichergestellt.
Der Vorteil für Hersteller von Asynchron- / Getriebemotoren ist zudem, dass keine Übertragung der Temperatur von der Motorwellen auf den Sensor, vor allem bei hohen Drehzahlen, stattfindet. Weiterhin sind lagerlose Drehgeber unempfindlich gegen Wellenströme.
Deshalb werden gerade in der Antriebstechnik lagerlose Drehgeber eingesetzt. Die geringe Bautiefe verschafft somit ein schlankes und kompaktes Motorendesign. Die Robustheit und Technologie des Messsystems sorgen für hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit für eine hohe Anlagenverfügbarkeit.

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