Überwachungs-Relais

Prima Klima im Schaltschrank

09.04.2010 | Redakteur: Ines Stotz

Variabel einstellbare Schaltschrank-Kühlung mit dem Temperaturwächter 1T.91-2303
Variabel einstellbare Schaltschrank-Kühlung mit dem Temperaturwächter 1T.91-2303

Damit in Schaltschränken und anderen Gehäusen stets das richtige Mikroklima herrscht, müssen diese — vor allem an exponierten Standorten oder bei hoher Verlustwärme — klimatisch überwacht und gegebenenfalls geregelt werden. Finder hat dafür eine Baureihe im Programm, die vom einfachen Festwertregler bis zum variabel konfigurierbaren Kombirelais für Feuchte und Temperatur reicht.

Hohe Betriebssicherheit über eine lange Lebensdauer lässt sich bei elektronischen und elektrische Komponenten nur gewährleisten, wenn die Umgebungsbedingungen möglichst konstant bleiben. Neben Schäden durch Überhitzung und Kondenswasser können auch starke Temperaturschwankungen zu Spannungsrissen, vor allem an Materialübergängen, führen. Um solche Schäden zuverlässig zu verhindern, bietet Finder je nach Anforderungen unterschiedliche elektronische Überwachungs-Relais an. Diese haben wegen ihres Bimetall-Sprung-Kontakts eine hohe Lebensdauer.

Temperaturüberwachung verhindert überhitzen

Die Festwertthermostate von Finder zum Schalten einer Heizung (rot) oder/und einer Lüftung (blau) schützen die Schaltschrankelektronik kostengünstig und sicher vor Korrosion
Die Festwertthermostate von Finder zum Schalten einer Heizung (rot) oder/und einer Lüftung (blau) schützen die Schaltschrankelektronik kostengünstig und sicher vor Korrosion

In der Leistungselektronik sowie im Schaltschrankbau werden durch die immer kompaktere Bauweise der Gehäuse die Verlustwärme und damit die Überwärmung der Bauteile zunehmend zum Problem. Um sie davor zu schützen, hat der Rüsselsheimer Relaisspezialist eine einfache und kostengünstige Lösung entwickelt: die Festwert-Thermostate der Serie 1T.91-13 mit Schließer zum Ansteuern eines Filterlüfters. Die kleinen Thermostate schalten bei +50°C ein und unter +40°C wieder ab.

Für einen mehrstufigen Überhitzungsschutz steht mit dem 1T.92-13x0 ebenfalls ein Kombithermostat zur Verfügung, das nach dem ersten Schalten bei +50°C bei +60°C einen weiteren Lüfter bzw. eine zweite Kühlstufe zuschaltet.

Die Vari-Thermostate von Finder schalten bei einem variabel festgelegten Grenzwert entweder eine Heizung (rot) oder einen Lüfter (blau)
Die Vari-Thermostate von Finder schalten bei einem variabel festgelegten Grenzwert entweder eine Heizung (rot) oder einen Lüfter (blau)

Soll der Einschalt-Temperaturwert frei festlegbar sein, kommt der Vari-Thermostat 1T.91- 2303 zum Einsatz. Bei diesem lässt sich der Einschaltpunkt per Drehregler auf einen beliebigen Wert zwischen 0 und +60°C einstellen.

Temperaturüberwachung verhindert zu starke Abkühlung

Nicht nur Überhitzung kann Bauteilen schaden, auch eine zu niedrige Umgebungstemperatur oder starke Abkühlungen mit der Gefahr der Taubildung wirken sich negativ auf die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Komponenten aus. Aus diesem Grund ist, vor allem bei Schaltschränken oder Maschinen im Außenbereich, oft auch eine Beheizung der Bauteilumgebung sinnvoll. Hierfür stehen ebenfalls Festwert- sowie Vari-Thermostate zur Auswahl. Das robuste Festwertrelais 1T.91-14 mit Öffner ist in zwei Varianten lieferbar: mit Ein-/Ausschalttemperaturen von +5°C/+15°C und mit +15 C/+25°C. Soll der Ausschaltpunkt für die Heizung variabel zwischen null und +60°C einstellbar sein, kommt das 1T.91-2403 zum Einsatz.

Temperaturüberwachung bei starken Temperaturschwankungen

Schaltschränke und Gehäuse, die für den Freilufteinsatz vorgesehen sind, beispielsweise im Hoch- und Tief- oder im Tagebau, sind besonders starken Temperaturschwankungen und damit Kondenswassergefährdung ausgesetzt. Für diese Anwendungsbereiche gibt es Kombi-Thermostate, die sowohl Filterlüfter wie auch eine Heizung steuern. Auch diese Doppelfunktions-Relais bietet Finder wahlweise mit Festwerten oder individuell einstellbar an: Die Schalter des Typs 1T.92-15x0 mit einem Öffner und einem Schließer schalten die Heizung in der Standardausführung bei unter +5°C ein und bei über +15°C aus. Bei höheren Temperaturen über +50°C wird zudem ein Lüfter oder eine Kühlung eingeschaltet, bis der Wert wieder unter +40°C gefallen ist. Darüber hinaus ist eine weitere Variante mit Ein-/Ausschaltwerten +15 C/+25 C (Heizung) und +60 C/+50 C (Lüfter bzw. Kühlung) erhältlich. Für variabel einstellbare Werte steht mit dem 1T.91-2004 ein Vari-Thermostat mit Wechsler bereit, bei dem sich sowohl Heiz- wie auch Lüfterwerte zwischen +5 und +60 C festlegen lassen.

Feuchtewächter gegen Korrosion und Kriechströme

Beim Feuchtewächter 1T.91.8.230.3040 lässt sich der Grenzwert für die relative Luftfeuchte variabel einstellen, ab der ein Lüfter oder eine Heizung eingeschaltet wird
Beim Feuchtewächter 1T.91.8.230.3040 lässt sich der Grenzwert für die relative Luftfeuchte variabel einstellen, ab der ein Lüfter oder eine Heizung eingeschaltet wird

Neben extremen Temperaturen und deren Schwankungen ist eine hohe Luftfeuchtigkeit der Feind der Elektrik und Elektronik. Einem zu hohen Wasserdampfgehalt kann man am einfachsten mit einer Lüftung oder einer Heizung begegnen – je nachdem ob die Feuchtequelle außer- oder innerhalb eines Gehäuses oder Schaltschranks liegt. Das Vari-Hygrostat 1T.91.8.230.3040 misst dazu die relative Luftfeuchtigkeit und schließt den Wechsler, sobald der eingestellte Grenzwert von 40 bis 90 Prozent überschritten wird. Dies aktiviert die Lüftung oder Heizung, bis die Luftfeuchte wieder unter den Grenzwert fällt. Zusätzlich wird bei geschlossenem Wechsler die Aktivierung durch eine LED deutlich angezeigt.

Wächter für raue Umgebungen: Beim kombinierten Feuchte- und Temperaturwächter 1T.91.8.230.4050 von Finder sind die Werte variabel einstellbar. Damit schützt das Relais die Elektronik auch im Außeneinsatz zuverlässig vor Korrosion
Wächter für raue Umgebungen: Beim kombinierten Feuchte- und Temperaturwächter 1T.91.8.230.4050 von Finder sind die Werte variabel einstellbar. Damit schützt das Relais die Elektronik auch im Außeneinsatz zuverlässig vor Korrosion

Für raue Umgebungen mit teilweise hoher Luftfeuchte und Taubildung durch fallende Temperaturen ist das Vari-Hygrostat und -Thermostat 1T.91.8.230.4050 entwickelt worden. Es kommt vor allem in Schaltschränken und Gehäusen im Baugewerbe, dem Tagebau und anderen Freiluftapplikationen zum Einsatz. Aber auch in den Bereichen Klima- und Heizungstechnik oder Wellnesssteuerung findet der Feuchte- und Temperaturwächter Anwendung. Auch bei diesem Relais lässt sich der Grenzwert der relativen Luftfeuchtigkeit frei einstellen, und zwar zwischen 50 und 90 Prozent. Zusätzlich überwacht das Gerät außerdem die Temperatur, um gegebenenfalls bei einer Unterschreitung eines festgelegten Mindestwerts zwischen 0 und +60°C eine Heizung oder Lüftung zur Kondensationsverhinderung einzuschalten. Diese wird ebenfalls aktiviert, wenn die relative Luftfeuchtigkeit den eingestellten Grenzwert überschreitet.

Aussteller auf der Hannover Messe 2010: Halle 12, Stand B66

 

Eine ganze Reihe Feuchte- und Temperaturwächter

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