Wöhner Produktentwicklungen für die Smart Factory

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Energieverteilung und Steuerungstechnik, das sind die Themen, die Wöhner unter dem Motto „The Next Level“ anlässlich der digitalen Hannover Messe präsentiert. Besonderer Höhepunkt war ein unterhaltsamer Show-Livestream mit CEO Philipp Steinberger.

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Wirtschaftlichkeit und Effizienz spielen eine wichtige Rolle bei allen Entwicklungen, wie etwa bei den Sammelschienensystemen bei Wöhner.
Wirtschaftlichkeit und Effizienz spielen eine wichtige Rolle bei allen Entwicklungen, wie etwa bei den Sammelschienensystemen bei Wöhner.
(Bild: I. Stotz)

Die aktuellen Produktentwicklungen des Spezialisten für Sicherungs- und Sammelschienensysteme stellt Philipp Steinberger im Kontext zu den Trends der Zeit vor – einschließlich der entsprechenden Lösungsperspektiven aus Sicht des Unternehmens. Dabei ist das Unternehmen wirtschaftlich gut durch die Krise gekommen. Entwickelt und produziert wird vor allem in lokalen Märkten, um weniger von den weltweiten Lieferketten abhängig zu sein. Neben dem Headquarter in Rödental gibt es drei weitere Hauptproduktionsstätten in Asien sowie in Nord- und Südamerika.

Die Corona-Krise führte auch bei Wöhner zu einem Digitalisierungsschub: im Unternehmen selbst, bei der Entwicklung, der Produktion und den Produkten. Hierbei empfiehlt Steinberger sich gezielt Gedanken zu machen, welche Schritte eines Wertschöpfungsprozesses sinnvoll und effizient automatisiert werden können. Das Unternehmen arbeitet dazu auch an einem Webshop mit Online-Konfigurator, der in diesem Jahr online gehen soll.

Wirtschaftlichkeit und Sicherheit im Fokus

Dabei drehen sich alle Entwicklungen um die Megatrends. Erstens Wirtschaftlichkeit und Effizienz: „Wir sind der Meinung, dass sich ein Sammelschienensystem immer rentiert“, sagt Philipp Steinberger und zeigt die Vorteile dieser Technik auf. Etwa 20 bis 30 Prozent Platzersparnis, bis zu 60 Prozent schnellere Montage, weniger Verlustleistung. Das gilt sowohl für die Systeme 60 Classic, 185 Power und Crossboard. Für die Verwendung von Drittsystemen stellt Wöhner eine neue Adapterplattform vor. Hierbei überwindet der Basisadapter Crossboard die Grenze zwischen den Systemen für Energieverteilung und für Steuerungsbau sowie zwischen den Normen IEC und UL.

Intelligenz und Zukunftsfähigkeit im Kontext von Smart Factory

Der zweite Megatrend, den Steinberger anspricht, ist Sicherheit. Installateure und Anlagenbetreiber können sicher unter Spannung arbeiten. Für den Schutz der Anlage selbst sorgen sicherungsbehaftete und sicherungslose Komponenten. Zu letzterem gehört die jüngste Entwicklung von Wöhner, die elektronische C14-Technologie. Hiermit lassen sich Kurzschlüsse in unter 10 µs erkennen.

Das führt Steinberger zum dritten Megatrend, der Intelligenz und Zukunftsfähigkeit. Ein smarter Schaltschrank und seine Komponenten müssen Sensorik, Intelligenz und Konnektivität bieten. Das erste Produkt dafür heißt Motus C14. Der intelligente Motorstarter erfasst Mess- und Systemdaten. Diese lassen sich über das Bussystem abgreifen und bieten die Basis für ein Warn- und Störungsmanagement. Die Inbetriebnahme erleichtert ein Servicetool. Ressourcenschonendes arbeiten gehört ebenfalls zu einer Smart Factory, verdeutlicht Steinberger. Etwa so viel wie möglich regenerative Materialien einzusetzen, wie bei der Sichtscheibe des Motus C14. Um das Bild rund zu machen: Die Megatrends der Branche lassen sich bei Wöhner in der eigenen Fertigung erleben.

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