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DIN-Schienen-Stromversorgung Puls tritt mit Piano in den Midrange-Markt ein

| Autor / Redakteur: Ines Näther / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Power-Spezialist Puls gilt als Pionier und Schrittmacher im Markt für DIN-Schienen-Stromversorgungen. Jetzt hat sich das Unternehmen auf den Weg gemacht, seinen Markt jenseits des High-end-Bereiches auf das Midrange-Segment auszudehnen und so neue Wachstumspotenziale zu erschließen.

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Die DIN-Schienen-Netzgeräte Piano von Puls stehen für leises, unauffälliges Arbeiten als Ausdruck der Zuverlässigkeit.
Die DIN-Schienen-Netzgeräte Piano von Puls stehen für leises, unauffälliges Arbeiten als Ausdruck der Zuverlässigkeit.
(Bild: © NorGal - Fotolia)

Das seit1980 vom Firmengründer und Inhaber Bernhard Erdl persönlich geführte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in München. „Wir sind der einzige Stromversorgungshersteller, der sich ausschließlich auf DIN-Rail fokussiert hat“, berichtet Erdl anlässlich eines Treffens in München. Dabei ist der Unternehmer stets bestrebt, etwas Besonderes zu schaffen. „Das wirkt sich bei allem aus, was wir tun.“

In der Tat. Zum einen liefert Puls seit Beginn an seinen Kunden konstant zuverlässige sowie technologisch hochwertige und kompakte High-end-Netzteile mit höchsten Wirkungsgraden, die sich einfach bedienen und anschließen lassen. Das zahlt sich aus. Für dieses Jahr strebt die Puls-Gruppe mit 900 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 110 Mio. Euro an.

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Zum anderen erregt das extravagante Gebäudedesign seiner Fertigungsstätte in Tschechien Aufmerksamkeit – eine Assoziation zur Stromversorgung. Das identische Werk in China im Suzhou Industrial Park bei Shanghai, das 2010 eröffnet wurde, wird gerade mit einer Investition von 10 Mio. Euro bis Ende 2015 erweitert. Geplant ist dort auch die Fertigung der neuen Baureihe Piano. „In fünf Jahren wollen wir bis zu einem Viertel unseres Umsatzes damit erzielen“, sagt Erdl.

DIN-Schienen-Netzgeräte auf neuem Kostenniveau

Mit dieser Serie will er jetzt erstmals den Midrange-Markt adressieren. Den Anstoß zu dieser Entwicklung gab vor drei Jahren eine Umfrage unter den Anwendern, denen das bisherige Preisniveau zu hoch war. Das betraf vor allem nach Asien exportierende Kunden. Nach seinen Eruierungen wird in den nächsten Jahren dort das mittlere Marktsegment am stärksten wachsen, der untere Marktbereich aufgrund steigender Anforderungen schrumpfen und der High-end-bereich zwar weiter wachsen, aber nicht so stark.

„Wegen der sich dahingehend ändernden Marktbedingungen gibt es jetzt mit der neuen Piano-Serie von DIN-Schienen-Stromversorgungen Puls-Qualität auch für sehr kostenorientierte Anwender. Denn auch sie brauchen und wollen eine zuverlässige Stromversorgung“, erklärt der Geschäftsführer. So liegen dann die Preise auch um 20 bis 40 Prozent unter denen der bisherigen Modelle.

Markenversprechen eines Premium-Herstellers

Allerdings handelt es sich dabei nicht etwa um ein abgespecktes Produkt, sondern um eine komplett neue Lösung für die spezifischen Bedürfnisse der Midrange-Kunden. „Wir bleiben nämlich unserem Best-in-Class-Gedanken treu“, dass er bildlich damit untermauert, dass für einen 1er BMW ja auch das Markenversprechen des Premium-Herstellers gilt. Damit bleiben die Kerntalente einer Puls-Stromversorgung gleich: Zuverlässigkeit, Wirkungsgrad, Baugröße und einfache Anwendung. Ein weiteres Plus, das sich daraus ergibt: die Geräte sind durch den einheitlichen Qualitätsansatz mit den High-end-Geräten der Dimension Q- und C-Serie auch kombinierbar. Mit der neuen Serie wollen wir neue Kunden erreichen und sind zuversichtlich, in ein paar Jahren einen signifikanten Teil unseres Umsatzes damit zu erreichen“, bekräftigt Erdl.

Piano-Stromversorgung in Puls-Qualität

Dass dieses Ziel Hand und Fuß hat, untermauern die Fakten: Ungeachtet der Kostenvorgaben konnten dennoch eine MTBF von über eine Million Stunden und ein Wirkungsgrad von bis zu 94,5 Prozent realisiert werden. Erdl: „Möglich wurde diese Innovation durch ein Kunststoffgehäuse, ein cleveres Single-Board-Design und konsequentes Design-to-Manufacture.“

Temperaturstabiles Gehäuse

Das Kunststoffgehäuse besteht aus robustem Polycarbonat, das den Einsatz bis zu einer Umgebungstemperatur von 70°C erlaubt. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Schlagzähigkeit und Härte aus – geprüft bei Puls im Labor durch Stresstests wie Schock und Vibration sowie Temperaturtests. Neben einem Kostenvorteil gibt es auch einen deutlichen Gewichtsvorteil gegenüber Metall, Kunststoff ist langlebig und lässt sich schnell montieren.

Lange Lebensdauer

Die Geräte halten länger und müssen seltener ausgetauscht werden. Im Vergleich zu den Puls-Geräten der Dimension-Serie ist die Lebensdauer der Piano-Geräte zwar geringer, jedoch im direkten Vergleich zu den Wettbewerbsprodukten, laut Erdl, um ein Vielfaches höher: „Während der Zeit, in der ein Piano im Einsatz ist, werden bis zu drei oder vier Wettbewerbsgeräte benötigt.“

Klein und kostensparend

Für eine komfortable Anwendung sorgen ein DC-OK-Signal, ein Temperaturbereich bis 55°C ohne Derating, große Klemmen und kleine Abmessungen. „So ist das 24V/10A-Gerät mit 49 mm nur so breit, wie die kleinsten gerade neu auf den Markt kommenden High-End-Geräte anderer Anbieter“, freut sich der Experte. In Anwendungen, die nicht unbedingt die Netzspannungen von 100 oder 120 V brauchen, kann der Anwender Kosten sparen durch die Verwendung der speziell entwickelten Versionen für 200 bis 240 V. Aktuell sind Geräte mit 24 V / 5 A und 24 V / 10 A in der 230V-Version verfügbar. Die globalen Versionen kommen in Q1 2015 auf den Markt.

Schließlich hat sich der Puls-Inhaber auch bei der Namensgebung etwas Besonderes gedacht: Piano steht für leises, unauffälliges Arbeiten als Ausdruck der Zuverlässigkeit. Weiter – und das, so Erdl, rein zufällig – sind die Geräte mit 39 mm bei 120 W und 49 mm bei 240 W schmaler als zwei Pianotasten. Außerdem klingt es auch auf Chinesisch gut – und bedeutet: besser als der zweite.

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