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Hightech-Bahnleitungen von Lapp Kabel Robel setzt auf Ölflex-Traffic-Leitungen

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Schöne Aussichten für die Hightech-Bahnleitungen Ölflex-Traffic von Lapp Kabel: Robel Bahnbaumaschinen setzt die Spezialleitungen für den Schienenfahrzeug- und Waggonbau in ihrem neuen Gleiskraftwagen 54.24 ein, der speziell für die BLS-Lötschbergbahn in der Schweiz entwickelt wurde.

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Fährt in der Schweiz: Der Gleiskraftwagen 54.24 von Robel.
Fährt in der Schweiz: Der Gleiskraftwagen 54.24 von Robel.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Gleiskraftwagen fährt seit Jahresbeginn in einer der schönsten Gegenden der Berner Alpen in der Schweiz, nämlich auf der Strecke zwischen Mönch (4099 m) und Jungfrau (4158 m). Dabei wird das Fahrzeug allerdings nicht von Zugreisenden genutzt, die die herrliche Berggegend genießen wollen, sondern dient ausschließlich für den Rangier- und Übergabeverkehr, für Gleisbauarbeiten sowie für den Winter- und Sommerdienst.

Weil in der rauen Berglandschaft natürlich verlässliche Leitungen absolute Pflicht sind, hat Lapp Kabel seine Produktfamilie Ölflex um die Sparte Traffic erweitert – als ideale Lösung im Schienenfahrzeug- und Waggonbau. Deshalb hat sich Robel gemeinsam mit der BLS-Lötschbergbahn nun für die Ölflex-Traffic-Leitungen des Leitungsspezialisten aus Stuttgart Vaihingen entschieden.

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Für hohe Ansprüche geeignet

Ihre Besonderheiten: Die Leitungen sind elektronenstrahlen-vernetzt und erfüllen damit die äußerst hohen Anforderungen an Beständigkeit gegenüber mechanischen, thermischen und chemischen Belastungen. Höchste Priorität bei der Neuentwicklung war es, die typischen internationalen Bahnnormen zu erfüllen. Ob britische (BS), französische (NF), deutsche (VDE) oder europäische (EN) Normen, alle Möglichkeiten wurden genau geprüft, getestet und zertifiziert.

Weitere wichtige Kriterien der neuen Produktserie: Halogenfreiheit, hohe Flexibilität, dünn und daher leicht, extreme Robustheit, UV-Beständigkeit, sehr niedriger Minus-Temperaturbereich (-45 °C), Kraftstoffbeständigkeit und EMV-optimierte Kupferabschirmung bei geschirmten Leitungen.

Zudem zeichnen sich die Leitungen durch höchste Brandschutz-Eigenschaften aus: geringe Brandlast, keine korrosiven Gase, geringe Bildung toxischer Gase, sehr geringe Flammausbreitung, selbstverlöschend, halogenfrei und niedrige Rauchgasdichte.

Generationswechsel

Aus diesen Merkmalen ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Sie lassen sich für feste und geschützte Verlegung zum Beispiel in Kanälen, Pritschen und Rohren innerhalb und außerhalb von Schienenfahrzeugen und Bussen, zur Verdrahtung von Schaltanlagen, Stromrichtern und Verteilern verwenden. Auch der Anschluss von Komponenten wie Leuchten, Türöffner, Trittstufen, Lautsprecher, Lüfter, Klimageräte, Bedienpanels oder zwischen Frequenzumrichtern und Motoren ist kein Problem. Speziell dort, wo aufgrund Platzmangels die Installation von Leitungen schwierig ist, zahlen sich die gewichts- und volumenoptimierten thin-wall-technology-Produkte aus. Im Vergleich mit bisher gängigen Bahnleitungen lässt sich Ölflex-Traffic deutlich einfacher und schneller verarbeiten. Ob abmanteln oder abisolieren, das Handling dieser Leitungen kann als neue Generation bezeichnet werden.

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