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Safety Schwere Zeiten: Pilz konnte Umsatzrückgang nicht verhindern

Redakteur: Sariana Kunze

Das Geschäftsjahr 2019 war für das Automatisierungsunternehmen Pilz kein leichtes. Die schwache Weltwirtschaft und ein Cyberangriff im Herbst führten zu einem Umsatzrückgang von 6,5 %. Pilz sieht sich jedoch krisenerprobt und ist optimistisch, die Krise zu überstehen.

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Das Unternehmen Pilz ist bekannt für Automatisierungslösungen, die Maschinen und Anlagen schützen. Sie gewähren nur autorisiertem Personal Zugang und verhindern eine Manipulation von außen.
Das Unternehmen Pilz ist bekannt für Automatisierungslösungen, die Maschinen und Anlagen schützen. Sie gewähren nur autorisiertem Personal Zugang und verhindern eine Manipulation von außen.
(Bild: Pilz)

Eine schwache Weltwirtschaft, ein Cyberangriff und jetzt die Corona-Krise – die Pilz Unternehmensgruppe aus Ostfildern muss 2019 als schwieriges Geschäftsjahr abschließen. Der Umsatz ging mit 322,5 Mio. Euro um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Damit verzeichnet das Unternehmen erstmals seit 2009 wieder einen Umsatzrückgang. Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz erklärt die Entwicklung so: „2019 war für Pilz ein schwieriges Jahr. Der Umsatzrückgang war daher nicht zu verhindern. Durch flexibles Handeln und Stabilität in unseren Werten und unserer Ausrichtung werden wir 2020 diese Situation bewältigen.“

Pilz hält Mitarbeiteranzahl konstant

Die Zahl der Mitarbeiter konnte man trotz der Entwicklungen bis jetzt konstant halten: Mit 2.544 Mitarbeitern am 31. Dezember 2019 stieg die Anzahl bei der Pilz Gruppe sogar leicht um 1 % (vorher 2.515). In Deutschland waren zum Ende des Jahres 1.128 Menschen beschäftigt (+ 6 Mitarbeiter gegenüber Vorjahr).

Wachstumschancen im Ausland: Exportanteil steigt

Der weiter gestiegene Exportanteil von 74,3 % (+1,3 Prozentpunkte) verdeutlicht, dass Wachstumschancen für Pilz vor allem im Ausland liegen.

Wiederaufbau nach Cyberangriff noch nicht abgeschlossen

„Wir sind krisenerprobt“, kommentiert Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz, die momentane Situation.
„Wir sind krisenerprobt“, kommentiert Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz, die momentane Situation.
(Bild: Pilz)

Das Familienunternehmen lässt sich trotz Krise den Optimismus nicht nehmen. „Der Cyberangriff hatte uns unvermittelt getroffen und der Wiederaufbau ist noch nicht komplett abgeschlossen. Dennoch hatte die Attacke auch ihr Gutes: Mit den gesammelten Erfahrungen und neuen digitalen Werkzeugen können wir auch die Corona-Krise gut meistern. Wir sind krisenerprobt“,erklärt Kunschert.

Anwendertreff Maschinensicherheit

Die Maschinensicherheit ist ein wichtiges Thema: Die richtigen Normen müssen berücksichtigt und die Anforderungen der Maschinenrichtlinie müssen eingehalten werden. Der Anwendertreff Mascinensicherheit unterstützt Entwickler und Konstrukteure, die funktionale Sicherheit von Maschinen und Anlagen zu gewährleisten.

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Ausdruck der Flexibilität von Pilz ist auch die Fertigung wiederverwendbarer Alltagsmasken zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie. Pilz stellt die Mund-Nasen-Maske seit April für den Eigenbedarf her, und ist inzwischen in der Lage, auch Kunden zu beliefern.Der rückläufigen Nachfrage begegnet Pilz nicht nur durch Investitionsstopps, Kosteneinsparungen und Kurzarbeit am Stammsitz in Ostfildern. Das Unternehmen ist Lieferant von Unternehmen in systemrelevanten Branchen.

2020 keine starke Verbesserung in Sicht

In der Prognose für 2020 ist Pilz zurückhaltend: „Sicher wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in 2020 nicht stark verbessern. Viel hängt davon ab, wie sich die Wirtschaft in der Corona-Pandemie weiterentwickelt. Ich bin dennoch überzeugt, dass wir gemeinsam diese schweren Zeiten überstehen werden“, bekräftigt Susanne Kunschert.

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