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Automation Valley Profile Sichere Hard- und Software in der Mechatronik

| Redakteur: Reinhard Kluger

Von Praktikern für Praktiker: Über Trends und Projekte in der Mechatronik informierte ein Automation-Valley-Clustertreffen in Nürnberg. Die Veranstalter, nämlich die IHK Nürnberg für Mittelfranken und das Bayerische Cluster Mechatronik & Automation, konnten 45 Teilnehmer begrüßen. Ein Tipp für die Teilnehmer: Obsoleszenz-Probleme sind einfach lösbar.

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Das gab es beim Laborrundgang in den iSyst-CoSyst-Räumen zu sehen: Universalsteuergeräte, Flex Ray-Manipulatoren, Kombi-Instrumentierung, Qualifikation von Hardware, Test von Software in virtueller Umgebung, Virtuelle Lasten sowie Elektro-Fahrzeuge
Das gab es beim Laborrundgang in den iSyst-CoSyst-Räumen zu sehen: Universalsteuergeräte, Flex Ray-Manipulatoren, Kombi-Instrumentierung, Qualifikation von Hardware, Test von Software in virtueller Umgebung, Virtuelle Lasten sowie Elektro-Fahrzeuge
( Archiv: Vogel Business Media )

Die iSyst Intelligente Systeme GmbH und die CoSyst Control Systems GmbH, waren Gastgeber der Cluster-Veranstaltung Automation Valley Profile. iSyst beschäftigt sich mit Entwicklung, Qualifikation und Test von Hard- und Software. Schwerpunkte liegen hierbei bei Modellierung, Stimulierung und Simulation, Rapid Prototyping und Echtzeitsimulation bzw. „Hardware In The Loop Test“. So konnte Prof. Dr.-Ing. Hans Rauch, Geschäftsführer, iSyst Intelligente Systeme GmbH, Nürnberg, 45 Besucher willkommen heißen, die sich für Entwicklungen auf dem Gebiet der sicheren Hard- und Software in der Mechatronik interessierten.

Hilfe bei mechatronischen Aufgabenstellungen

Die CoSyst Control Systems GmbH wurde als Schwesterfirma der iSyst GmbH mit dem Ziel der Erweiterung des Leistungsspektrums gegründet und setzt sich mit der Entwicklung eingebetteter elektronischer Steuerungssysteme auseinander. CoSyst unterstützt die Kunden dabei, mechatronische und elektronische Systeme für verschiedenste Einsatzbereiche umzusetzen. Die Dienstleistungen umfassen hierbei alle Entwicklungsphasen vom Funktionsdesign über das Rapid Prototyping bis zur Implementierung in Hard- und Software. iSyst und CoSyst beschäftigen derzeit rund 70 Mitarbeiter.

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Und eine Personalie gab es auch zu vermelden: Prof. Dr. Stefan May, GSO Hochschule Nürnberg, informierte über den Stiftungslehrstuhl „Automatisierung und Mechatronik“. Die Stiftungsprofessur besteht aus: Einem Professor, einem Projektingenieur, und einer Halbtagssekretärin. Die Stifter sind: die Baumüller Nürnberg GmbH, die Conti Temic microelectronic GmbH, die iSyst Intelligente Systeme GmbH sowie Siemens Health Care.

Mechatronik bei Antrieben

Über „Mechatronische Systeme in der Antriebstechnik“ informierte, anhand ausgewählter Beispiele, Günther Alberter, Director Powertrain Engineering, Continental Engineering Services, Nürnberg. Er referierte über Mechatronik vom Feinsten, nämlich dem Stand der aktuellen Leistungselektronik sowie über Smart ed, den Kleinserien-Ansatz für einen integrierten E-Antrieb. Sein Fazit: Mechatronik hat die Zukunft noch vor sich.

Hilfe bei abgekündigten Bauteilen

ParaObsol – Fertigungslinie wieder fit gemacht und dabei viel Geld gespart, das bilanzierte Gerhard Heinrich, ABL SURSUM Bayerische Elektrozubehör GmbH & Co. KG, Lauf. Sein Unternehmen stand vor der Herausforderung eines Obsoleszenz-Problems: Bei einer Fertigungsstraße von Prodel, kalkuliert auf 30 Jahre Laufzeit, fiel nach zehn Jahren der Compaq Rechner zum Steuern der Arbeitsplätze aus. Und das, obwohl die Mechanik noch gut war für 20 weitere Produktionsjahre. Das Angebot der Firma Prode fürs Retrofit der Anlage mit aktueller Steuerungstechnik belief sich auf Kosten von rund 200.000 Euro. Doch es geht auch anders, dank des Projektes „ParaObsol“: Ersatz der Compaq Rechner durch aktuelle Hardware, keine additiven Lizenzkosten, Bedienoberfläche komplett lauffähig auf neuem Betriebssystem, keine Schulung des Personals notwendig, Verwendung der alten Steuersoftware und: keine erneute Abnahme der Gesamtanlage. Und all das für 20.000 Euro.

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