Integrierte Sicherheitstechnik So baut Miba die Führungsrolle als Lieferant kritischer Bestandteile für große Verbrennungsmaschinen weiter aus

Autor / Redakteur: Andreas Enzenbach / Wolfgang Leppert

Gleitlager dienen der Lagerung von Kurbel- und Nockenwellen in Verbrennungsmotoren, minimieren die im Betrieb entstehende Reibung und schützen den Motor vor Beschädigung und Ausfall. Ein weltweit führender Hersteller solcher Lager — aber auch von Sputteranlagen für deren Oberflächenbeschichtung — ist Miba aus Laakirchen in Österreich.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die aktuelle Generation dieser Anlagen wurde einschließlich integrierter Sicherheitstechnik über Powerlink komplett in B&R Automation Studio automatisiert. Folge sind kürzere Inbetriebnahmezeiten und eine verbesserte Diagnose.

Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit, aber auch für die Umweltfreundlichkeit von Transportsystemen wie LKW, Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff ist die Minimierung von Reibungsverlusten. Mit den richtigen Lagern für die rotierenden Teile ist das gewährleistet. Während sich im Antriebsstrang vom Motor zu den Rädern Wälzlager durchgesetzt haben, sind vor allem die Verbrennungsmotoren selbst weiterhin eine Domäne der Gleitlager. Sie dienen vor allem der Lagerung von Kurbel- und Nockenwellen, minimieren so die während des Betriebs im Motor entstehende Reibung und schützen das Aggregat vor Beschädigung und Ausfall. Ständig steigende Anforderungen und immer schärfere gesetzliche Vorschriften führen zugleich auch bei den Lagern zu permanent wachsenden Ansprüchen an Qualität, Beständigkeit und Präzision.

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Strategischer Partner der Fahrzeugindustrie mit jahrezehntelanger Erfahrung

Einer der führenden strategischen Partner der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie ist die Miba, ein internationaler Konzern mit Zentrale in Laakirchen, der mit rund 2.700 Mitarbeitern an elf Standorten weltweit Sinterformteile, Gleitlager und Reibbeläge herstellt. Als Reparatur- und Produktionswerkstätte für Motorenteile 1927 gegründet, kann die Miba heute darauf verweisen, dass ihre Produkte weltweit in Straßen- und Schienenfahrzeugen, Schiffen, Flugzeugen und Kraftwerken zu finden sind.

Gleitlager werden von der Miba Bearing Group hergestellt, in McConnelsville, Ohio (USA) und bei der Miba Gleitlager am Gründungsstandort in Laakirchen. Dort werden bereits seit 1949 Gleitlager gefertigt, und zwar inklusive aller Gleitlagerprodukte wie Halbschalen, Büchsen und Anlaufringe — in erster Linie für Großdieselmotoren.

Gearbeitet werden die Hauptbestandteile der Gleitlager aus unlegiertem Stahl, während für die Laufschichten anforderungsspezifisch intelligent entwickelte Stahl-Buntmetall-Legierungen zum Einsatz kommen. Miba betreibt ein eigenes metallurgisches Forschungslabor, in dem die Legierungen als Teil der Kernkompetenz des Unternehmens entwickelt werden. Aufgebracht wird das Oberflächenmaterial mittels Sputtern (der weithin unbekannte deutsche Begriff ist Kathodenzerstäubung). Dabei werden — ähnlich wie in der Bildröhre älterer Fernsehgeräte — im Vakuum Atome aus einer Kathode herausgeschlagen, die auf dem Zielobjekt kondensieren und eine Schicht bilden.

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