Energiemessgeräte

So lässt sich der Energieverbrauch transparent vor Ort oder aus der Ferne überwachen

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Master-Modul koppelt bis zu 246 Slaves an

Das Speichermodul EEM-Memo-MA600 ermöglicht die Archivierung der Leistungen im Vier-Quadranten-System. Die Zeiten zur Mittelwertbildung können unabhängig voneinander konfiguriert werden. Bei dem in Deutschland üblichen Mittel von einer Viertelstunde – zum Beispiel mit dem Synchronisationsimpuls des Energieversorgers – speichert das Modul die Messwerte mindestens 45 Tage. Mit dem Temperaturmodul EEM-Temp-MA600 lassen sich bis zu drei PT100-Sensoren in Zwei-, Drei- oder Vierleiter-Schaltung anschließen. Das Gerät deckt einen Temperaturbereich von -20 bis 150°C ab. Ein weiterer integrierter Temperatursensor ermittelt zudem die Umgebungstemperatur des Energiemessgeräts im Schaltschrank.

Die Erweiterungsmöglichkeit des EEM-MA600 um Kommunikationsmodule für Profibus (1,5 MBit/s und 12 MBit/s), RS485 (Modbus RTU) und Ethernet (Modbus TCP) sowie ein Ethernet-Gateway (Modbus TCP/Modbus RTU) macht das Energiemessgerät für den Einsatz in automatisierten Systemen interessant. Das Ethernet-Gateway erlaubt die Implementierung des EEM-MA600 als Master mit bis zu 246 angekoppelten Slaves. Sämtliche Funktionsmodule werden einfach über die Kommunikationsschnittstelle parametriert. So kann der Anwender nicht nur die Messwerte auslesen, sondern ebenso über die Steuerung aus der Ferne auf das Energiemessgerät zugreifen.

Webserver ermöglicht den einfachen Zugriff auf alle erfassten Werte

Eine weitere komfortable Möglichkeit zur Abfrage der Messwerte ergibt sich aus der Nutzung des geräteeigenen Webservers. Dazu wurde die Software bereits in das Ethernet-Kommunikationsmodul eingebaut, muss somit nicht als zusätzliches Tool installiert werden. Die Netzwerkeinstellungen lassen sich über das Energiemessgerät vornehmen, wobei der Webserver direkt mit dem Standard-Webbrowser aufgerufen werden kann.

Ein klar strukturierter Aufbau verschafft dem Anwender eine schnelle und gut erkennbare Übersicht über alle wichtigen elektrischen Kenngrößen, welche das Energiemessgerät mit einer Messwert-Aktualisierung von einer Sekunde zur Verfügung stellt. An das Master-Energiemessgerät können bis zu zehn Slave-Geräte angebunden und über den Webserver visualisiert werden.

Die Geräte-Baumstruktur des Webservers ermöglicht den einfachen Zugriff auf jedes Energiemessgerät und die von ihm aufgenommenen Werte. Benutzerrechte, die sich über den Webserver konfigurieren lassen, sind klar definiert. Durch die Kombination des Energiemessgeräts und des Speichermoduls EEM-Memo-MA600 werden die letzten zehn Alarme mit Zeitstempel gespeichert. Dabei kann der Anwender sowohl die Messwerte der Leistung zur Mittelwertbildung als auch die zehn archivierten Alarme über den Webserver in verschiedene Dateiformate exportieren, ablegen oder weiterverarbeiten.

* Samuel Krein, Produktmarketing Monitoring, Phoenix Contact Electronics, Bad Pyrmont

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