Der Inspektionskopf des autonomen Roboters verfügt neben der Wärmebildkamera auch über eine RGB Zoom-Kamera, Mikrofone und einen Gasdetektionssensor. Die Bewegungsfreiheit des gesamten Systems ermöglicht die gezielte Untersuchung schwer zugänglicher Stellen. Péter Fankhauser, Robotics Software Engineer bei der Anybotics AG, hat besonders die einfache Handhabung, der USB-Anschluss der Wärmebildkamera und die Verfügbarkeit von Linux-Treibern überzeugt. Fankhauser plant zudem, künftig Sensoren von Micro-Epsilon für die Dickenmessungen einzusetzen.
Die Wärmebildkameras der Serie Tim 160 sind dank der hohen thermischen Empfindlichkeit für präzise Messaufgaben in Echtzeit konzipiert. Weiterhin zeichnet sich das System durch eine hohe Bildfrequenz von 120 Hz aus. Der Anschluss der Wärmebildkamera erfolgt über eine USB-Schnittstelle, über die auch die Versorgung vorgenommen wird. Der Messbereich erstreckt sich von -20 bis 900 °C, optional bis zu 1.500 °C. Durch ihr geringes Gewicht und extreme Robustheit eignen sich die Infrarotkameras von Micro-Epsilon für den Einsatz in industrieller Umgebung oder Montage auf Robotern, wie dem Anymal. Die Kameras prüfen unter anderem Wärmedämmungen an Häusern, Verlustleistung elektronischer Baugruppen, spüren Glutnester auf, überwachen Oberflächentemperaturen, lassen sich in der Medizin zur Untersuchung von Entzündungsherden einsetzen oder erhöhen die Überlebenschancen von verunglückten Menschen bei Rettungsaktionen.
* Manfred Pfadt, Produktmanager Sensorik, Micro-Epsilon, und Péter Fankhauser, Robotics Software Engineer, Anybotics AG