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Mehr Daten – besser genutzt
Die Elektrokonstrukteure erstellen grundsätzlich zwei Arten von Plänen: die Funktionspläne, die z. B. die SPS-Ein- und Ausgänge darstellen, und die ortsgebundenen Installationspläne mit den elektrischen Anschlussplänen, die als Arbeitspläne für die Werkstatt erstellt werden. Der komplette Elektro-Plan einer Maschine hat inklusive der Kabelpläne etwa 700 bis 800 Seiten. Davon entfallen 80 bis 100 Seiten auf die Fluidtechnik. Auch die Datenbasis, auf deren Grundlage die Konstrukteure arbeiten, ist reichhaltiger. Denn Eplan Electric P8 erlaubt die freie Parametrierung von Listen für Projektierungsdaten. Diese Möglichkeit nutzt DST nicht nur für Preis- und Bestelldaten, sondern auch für produktbezogene Daten wie Abmessung, Gewicht, Abstände, Verlustleistungen und Stromaufnahme. Das hilft den Konstrukteuren bei der Produktauswahl.
Direkte Verbindung zum Schaltschrankbau
Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Artikeldatenbank stets auf dem aktuellen Stand gehalten wird. Diese Aufgabe nimmt man bei DST sehr ernst: Die Daten von neuen Produkten werden sofort eingepflegt. Das schafft eine gute Basis für die automatische Erzeugung von Stücklisten, die direkt an den externen Schaltschrankbauer Siemens WKC in Chemnitz übergeben werden.
Da Siemens auch mit der Eplan-Plattform arbeitet und zudem deren drittes System – Eplan Cabinet - nutzt, vereinfacht sich die Kooperation in der Schaltschrankplanung und –fertigung deutlich. Christian Nientimp: „Früher nutzten wir Zusatz-Applikationen für Geräte- und Preislisten, die von Eplan bereitgestellt wurden. Jetzt können wir die Stücklisten aus dem ECAD-System unmittelbar erzeugen und an den Schaltschrankbau übergeben. Damit ist ein durchgängiger Informationsfluss gewährleistet, und weil die Komponentenpreise von Siemens in unserem System hinterlegt sind, kennen wir die Kosten des Schaltschranks, sobald die Konstruktion beendet ist. Das ermöglicht uns auch eine schnelle und genaue Kalkulation von Projekten.“ Positiv wird auch vermerkt, dass sich die Verbindung von Projekten und Teilprojekten auf der neuen Plattform einfacher gestalten lässt. Auch der Aufbauplan lässt sich präziser planen, da die Einbauräume und Freiräume in P8 hinterlegt sind.
Konsequente Modularisierung
Angesichts des hohen Engineering-Anteils und der Tatsache, dass die DST-Maschinen in der Regel individuell nach Kundenanforderung entwickelt bzw. an diese Anforderungen angepasst werden, ist eine Modularisierung der Konstruktion wichtig. Christian Nientimp: „Wir bereiten zurzeit die Strukturierung der Makros vor, mit denen wir künftig arbeiten werden, und planen sehr sorgfältig deren optimale Granulierung. Dabei streben wir eine gemeinsame Basis für alle Produktbereiche und Maschinengrößen an.“
Birgit Hagelschuer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei EPLAN Software & Service, Monheim am Rhein
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