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Software Softwareplattform aktualisiert

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Sowohl die Version Zenon 8.20 als auch die Reporting- und Analytics-Software Zenon Analyzer 3.40 von Copa-Data sind verfügbar.

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Neu in Zenon 8.20: Smart Objects sollen das komplexe Projektieren unter Erhalt von Funktionalitäten noch weiter vereinfachen und skalierbar machen.
Neu in Zenon 8.20: Smart Objects sollen das komplexe Projektieren unter Erhalt von Funktionalitäten noch weiter vereinfachen und skalierbar machen.
(Bild: Copa-Data)

Zenon ist eine Softwareplattform von Copa-Data für die Fertigungs- und die Energiebranche. Maschinen und Anlagen werden gesteuert, überwacht und optimiert. Offene Kommunikation in heterogenen Produktionsanlagen sind ein Merkmal von Zenon. Mit dem aktuellen Release setzt das Unternehmen den Weg in Richtung einer vollständigen digitalen Vernetzung in der Industrie und Energieautomatisierung fort. Vorgefertigte Komponenten sparen weitere Zeit beim Projektieren.

Mit dem Release 8.20 wurden laut Copa-Data Verbesserungen etwa bei der Autorisierung und der Authentifizierung umgesetzt. Zusätzliche Treiber, wie zum Beispiel zu Euromap-63-Schnittstellen für Spritzgießmaschinen, sind neu im Portfolio. Die Zenon Web Engine unterstützt ab sofort die vom Zenon Editor bekannten Alarmursachen, während Anwendungen insgesamt noch robuster laufen sollen.

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Ergonomisches Engineering mit Smart Objects

Ein Merkmal von Zenon 8.20 sind die Smart Objects. Diese Erweiterungen im Zenon Editor sind vorgefertigte Komponenten, die das Projektieren erleichtern können. Smart Objects beinhalten als standardisierte Funktionseinheiten sämtliche Modulfunktionen und Einstellungen, die für die Abbildung einer beliebigen Prozesskomponente benötigt werden.

Einmal erstellte Vorlagen für Smart Objects können im Projekt mehrfach instanziiert werden. Alle Elemente und Verknüpfungen werden von Zenon automatisch erzeugt und der Anwender kann die einzelnen Smart Objects sowie deren Vorlagen zusätzlich individuell anpassen. Bereits verwendete Komponenten können in wenigen Schritten an neue Projekte übertragen und an die dortigen Erfordernisse angepasst werden. Die Vorteile für die Anwender liegen auf der Hand: Dadurch, dass die Objektorientierung fest in Zenon verankert ist, wird die zentrale Wartung von komplexen Inhalten möglich und das spart wertvolle Zeit.

Skalierbarkeit erhöhen

Mit Zenon 8.20 setzt Copa-Data erstmals auf die Container-Technologie Docker. Diese isoliert Dienste und Prozesse voneinander. Dadurch ist es möglich, mehrere Runtimes auf einem Server laufen zu lassen. Alle Anwendungen und Funktionalitäten, die Zenon benötigt, werden in einem Paket zusammengefasst. Dieses kann aus einem eigenen Dateisystem heraus gestartet werden. Bislang war es mithilfe von virtuellen Maschinen zwar möglich, die gesamte Infrastruktur zentral abzulegen, aber aufgrund der benötigten Ressourcen sei das im Betrieb wenig effektiv. Die Isolation von Diensten und Prozessen soll sich positiv auf die Performance auswirken und höchstmögliche Skalierbarkeit garantieren. Die verschiedenen Runtimes sind zentral auf dem Host-System verfügbar.

Automatisierte Prüfprotokolle

Wie bisher schreibt Zenon jedes Ereignis in die Chronologische Ereignisliste (CEL). Um genau nur jene Informationen schnell und effizient verfügbar zu haben, die für den Anwender wichtig sind, wurde die CEL in der Version Zenon 8.20 übersichtlicher gestaltet. Es gibt nun die Möglichkeit, alle Ereignisse einer oder mehreren Kategorien zuzuordnen. Der Anwender kann in der Runtime nach diesen Kategorien filtern. Im Zenon Editor ist es darüber hinaus möglich, eigene Zuordnungen vorzunehmen und Kategorien zu ergänzen. Somit ist auch die CEL künftig individuell anpassbar und auf den jeweiligen Anwendungsfall konfigurierbar. Das unterstützt insbesondere dokumentationspflichtige Branchen, wie die Pharma-Industrie, die relevanten Daten für Prüfprotokolle entsprechend der Regulierungen zu sammeln und digital verfügbar zu machen.

Prozesse transparenter machen

Mit dem Zenon Analyzer 3.40 sollen Prozesse transparenter werden. Die flexiblen und automatisierten Berichts- und Analysefunktionen wurden erweitert. Die pyZAN Bibliothek ergänzt den Zenon Analyzer um die Stärken der Programmiersprache Python und erweitert so die Predictive-Analytics-Möglichkeiten. Auf diese Weise können sowohl detaillierte Prozessdaten als auch Metadaten von der Softwareplattform Zenon an den Zenon Analyzer übermittelt werden und mittels Python im nächsten Schritt zur Weiterverarbeitung außerhalb von Zenon exportiert werden.

Reports im Zenon Analyzer lassen sich nun erstmals individuell im Corporate Design eines Unternehmens gestalten. Sowohl die Kopf- als auch die Fußzeile von Reports können angepasst werden und sie adaptieren sich darüber hinaus dynamisch bei Formatwechseln. Sämtliche Anpassungen lassen sich als Vorlage speichern und später wiederverwenden.

Der XY-Trend präsentiert sich im Zenon Analyzer 3.40 noch flexibler. Ab sofort ist es dem Anwender möglich, mehrere Variablen innerhalb eines Diagramms zu kontextualisieren. Werte wie Druck, Dichte oder der Stromverbrauch lassen sich beispielsweise in Beziehung zur Temperatur setzen und in einem Diagramm darstellen.

Erweiterungen der IoT-Funktionalitäten

Erweiterungen in Richtung IoT realisiert Copa-Data mit dem Zenon Service Grid. Es besteht aus einem System von modularen Softwarekomponenten, von Microservices. Diese ergeben im Zusammenschluss eine große skalierbare Anwendung, die individuell adaptierbar bleibt. Durch die Verteilung der Komponenten soll so eine effiziente Ressourcennutzung der Hardware erreicht werden. Das Zenon Service Grid eignet sich als integrierte Lösung zur Datenüberwachung von verteilten Anlagen, wie sie beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien vorkommen. Es erlaubt dem Anwender, Daten von der Feldbusebene bis in die Cloud durchgängig zu übertragen.

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