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Spezialist für berührungslose Sensorik macht die Problemlösung zum Steckenpferd

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Neue Investitionen sichern die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland

Im ebenfalls neuen, nur wenige hundert Meter vom Stammhaus entfernten Werk zwei sind die Spritzgießerei, die mechanischen Werkstätten und ein Hochregallager untergebracht (Archiv: Vogel Business Media)

Die Kennzahlen bestätigen die Strategie: Sorgten im Jahr 2004 noch etwa 250 Mitarbeiter für rund 33 Mio. Euro Umsatz, wurden daraus Ende 2008 bereits über 360 Beschäftigte, der Umsatz stieg auf 58 Mio. Euro. In Leutkirch wurde es deshalb immer enger, die erfolgreiche Expansion aber benötigte mehr Platz. So entstanden schließlich im vergangenen Jahr am Standort eine neue Produktionshalle als Werk II und ein neues Gebäude für die Verwaltung, Konstruktion und Entwicklung sowie den Vertrieb. „Im Werk II haben wir Bereiche wie die Spritzgießerei oder die mechanische Werkstatt untergebracht, die wir zwar weiter in eigener Regie führen, theoretisch aber auch ein externer Lieferant sein könnten“, erklärt der Geschäftsführer. Den Freiraum im Stammwerk füllen jetzt neue Zellen für die Komplettfertigung, und auch das Kanban-System konnte weiter ausgebaut werden.

So sind die Fertigungseinheiten in der Lage, sowohl Standardkomponenten als auch kundenspezifische Produkte im gleichen Prozess zu bearbeiten. Wobei sich die Stückzahlen im Standardbereich bei elobau zwischen Losgröße eins und 200.000 bewegen. „Für größere Stückzahlen müsste die Produktion noch viel umfassender automatisiert werden, was dann aber gleichzeitig Sonderlösungen unwirtschaftlich macht – das geben die Maschinen dann nicht mehr her“, so Hetzer. Insofern sind die neuen Kapazitäten so ausgelegt, dass der bislang erfolgreiche Produktmix auch weiterhin wettbewerbsfähig im Allgäu hergestellt werden kann – von gut ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeitern, die dies täglich aufs Neue beweisen.

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Im elektrotechnik-Gespräch: elobau-Geschäftsführer Michael Hetzer

Was, Herr Hetzer, macht Ihr Spezialgebiet, die berührungslose Sensortechnologie, eigentlich so interessant?

Michael Hetzer: „Die hohe Fertigungstiefe macht uns flexibel und erfolgreich.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Mit dem Einzug von immer mehr Elektronik im Maschinen- wie im Fahrzeugbau wurden Alternativen gesucht, um bisherige mechanische Schalter zu ersetzen und dieses Bauteil in die elektronische Kommunikation einbinden zu können. Der Reedkontakt eignet sich ideal, weil er keine Versorgungsspannung braucht, aber eben auch schaltet wie ein Schalter. Und mit entsprechender Schutzart kann ein solches Bauteil zum Beispiel auch außen an einem Fahrzeug angebracht werden, wo es oft staubig und nass wird.

Worin sehen im Wettbewerbsvergleich eine besondere Stärke von elobau?

Wir waren ja der Initiator von berührungsloser Sensortechnik und haben in mittlerweile über 35 Jahren ein gewaltiges Know-how angesammelt – gerade auch durch die Vielzahl der realisierten kundenspezifischen Lösungen. Wir entwickeln permanent neue Produkte und bieten ein extrem breites Sortiment mit großen Auswahlmöglichkeiten. Und wir liefern komplette Systemlösungen wie etwa die Armrests für Nutzfahrzeuge, die der Kunden nur noch anschrauben und einstecken muss. Es ist letztlich die Produktvielfalt, unsere Lösungskompetenz und Innovationsfähigkeit, was unseren Vorsprung ausmacht.

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