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Der Compact Embedded Computer (CEC) als Alternative
Können die CECs im Vergleich zu Industrie-PC-Systemen auch in den Bereichen Robustheit, Zuverlässigkeit und Flexibilität punkten? Die meisten am Markt angebotenen Systeme haben ein Aluminium-Gehäuse und sind damit deutlich robuster als ein IPC-Gehäuse und somit bestens für den rauen Industrieeinsatz geeignet. Aluminium ist sicher vor Rost und Korrosion und damit sogar besser geeignet für die meist rauen Industrieumgebungen, speziell im Außeneinsatz. Zusätzlich nutzen Compact Embedded Computer das Gehäuse als überdimensionierten Kühlkörper.
Die Schnittstellenstecker sind direkt auf das Board gelötet

Der große Kühlkörper (Gehäuse) ermöglicht bei den meisten Compact Embedded Computern einen lüfterlosen Betrieb. Hier sind also keinerlei rotierende Teile, etwa Lüfter, in Einsatz, was die Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Rechners deutlich erhöht. Bei vielen Industrie- oder Embedded-PCs verbinden Kabel das Rechnerboard mit den entsprechenden Schnittstellensteckern. Dies erhöht das Risiko eines Systemausfalls durch gebrochene, lose oder falsch verbundene Kabel. Ein CEC hat die Schnittstellenstecker direkt auf das Board gelötet. Das erhöht nicht nur dies Systemzuverlässigkeit, sondern verringert auch die Montagekosten.
Wie es um die Flexibilität gestellt ist
Sicher ist die Flexibilität bei Compact Embedded Computern nicht vergleichbar mit Standard-Industrie-PCs. In erster Linie liegt dies an den sehr unterschiedlichen Formfaktoren und damit der Schwierigkeit einer normierten Erweiterungsschnittstelle, wie sie bei Industrie-PCs mit ISA/PCI-Bus- und PCIe-Bus-Erweiterungskarten gegeben ist. Im Allgemeinen ist es nur möglich innerhalb eines Formfaktors flexibel zu sein, es sein denn, man konzentriert sich auf PC/104-Formfaktor als Erweiterungsboard. Eine PC/104-Schnittstelle bieten fast alle Embedded-Plattformen, von EBX/5.25"- bis PC/104-Formfaktor, die in der Regel die Basis von Compact Embedded Computern sind. Proprietäre Basissysteme bieten sicher die geringste Flexibilität.

Die größtmögliche Flexibilität bei Compact Embedded Computern haben PC/104-Formfaktor-basierende Systeme. Hier gibt es eine Fülle von Erweiterungskarten und eine Vielzahl von Anbietern. Die Leistungsklasse startet bei einem AMD-LX800-Prozessor-Low-Power-System und geht bis zur Intel-Core-2-Duo-Prozessor-Klasse. Durch einfachen CPU-Board-Tausch ist das System in der Regel an die geänderten Leistungsanforderungen angepasst. Bei allen anderen Systemen gibt es keine Standards, und die einzelnen Hersteller bieten eine unterschiedliche Anzahl von herstellerspezifischen Erweiterungen an.
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