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Traceability in der Industrieelektronik – Herausforderung oder Quantensprung?

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Neue Produkteinführung (NPI) und Manufacturing Execution System (MES)

Die Rückverfolgbarkeitslösung ist nur eine Komponente einer weitaus umfassenderen MES-Lösung. Zusätzlich zur Rückverfolgbarkeit enthält die MES-Lösung:

  • Module für Planung,
  • Materialmanagement,
  • Produktverfolgung (WIP),
  • Endmontage mit rückverfolgbarer Erfassung der Einzelteile,
  • Qualitätssicherung,
  • die papierlose Reparatur und
  • das Reporting in einer WEB-Umgebung.

Die MES-Lösung wiederum nutzt die Daten, die von einer eingesetzten New Product Introduction (NPI)-Lösung erzeugt wurden. Die NPI-Lösung importiert CAD-Daten, Materiallisten, verwaltet die Teilebibliothek und die Liste freigegebener Lieferanten, erzeugt optimierte Programme für die Bestücklinien, Nadelpläne, Programme für In-Circuit- und Flying Probe Tester und erstellt die Fertigungs-Dokumentation. NPI- und MES-Systeme verwalten eine gemeinsame Datenbank, die sich auf dem gleichen Manufacturing Server befindet.

Siemens EDM nutzt die NPI-Lösung nun bereits seit mehreren Jahren. Diese Systemlösung zur Programm- und Fertigungsdokumentations-Erstellung aus unterschiedlichsten CAD-Daten ist seit langem erfolgreich im Einsatz.

Die Lösung:

  • verkürzt und optimiert die Umsetzung konstruktionsspezifischer Daten in die Fertigung,
  • sie reduziert die Fehler durch Verwendung der zentral verwalteten Daten in neutralem Format,
  • hilft dabei, kürzere Vorlaufzeiten und Kostenreduzierungen verwirklichen zu können.

Merkmale der eM-Traceability-Lösung

Rückverfolgbarkeit mit der eM-Traceability-Lösung bedeutet Nutzung einer umfassenden Datenbank für jedes Bauteil, jede Platine, jede Charge und jede wichtige Operation und Aktivität, die innerhalb des gesamten Fertigungsprozesses an jedem der Siemens EDM- Standorte stattfindet. Jeder Lagerort, jede Rolle, jeder Feeder, jeder Montagewagen und jede Station, jedes Montageband und jeder Bediener, einschließlich der Eingangs- und Ausgangspunkte, verfügen über einen einzigartigen Barcode, anhand dessen die Rückverfolgbarkeit lückenlos garantiert ist.

Bestellinformatioen werden im SAP ERP-System gespeichert

Bestellinformationen sowie Informationen über alle Bauteile auf allen Rollen, die in den Werken eingehen, werden im SAP ERP-System gespeichert, darunter auch die Lieferanteninformationen und Komponenteneigenschaften. Daten über Materialien und Maschinenleistungen, werden vom eM-Traceability-Modul übernommen.

Jede Platine jeder Charge erhält eine eindeutige Seriennummer. Auch Anforderungen und Bedingungen für nicht aufeinander folgende Seriennummern können vom Label Management-Modul der eM-Traceability-Komponente verwaltet werden. Die Platinen werden mittels Asys-Laserstationen gekennzeichnet, wobei der Einbrennprozess exakt überwacht und mangelhaft gekennzeichnete Leiterplatten sofort registriert werden. Das Kennzeichnungsmodul erzeugt eine XML-Datei mit Seriennummer und Datencode von der Platine, die für die Rückverfolgbarkeit auch mit dem Produkt und der Charge assoziiert wird. Auch die Panel-Informationen werden aufgenommen, so dass die XML-Datei die Seriennummern aller Platinen auf einem Panel enthält.

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