Suchen

Montageautomation Traceability und Service machen die Teilemontage transparent

| Redakteur: Ines Stotz

Traceability – die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Produkten, Bauteilen und Chargen – gewinnt in allen Produktionsstufen immer mehr an Bedeutung und wird heute von vielen OEMs gefordert. Für die Montage komplexer Baugruppen ermöglicht IMA Automation neben der Erfassung von Betriebsdaten jetzt auch die genaue Rückverfolgung des Montageverlaufs.

Firmen zum Thema

Die PC-Steuerung aller IMA-Automaten ist auf eine schnelle Software-Diagnose ausgelegt – vor Ort oder per Fernwartung.
Die PC-Steuerung aller IMA-Automaten ist auf eine schnelle Software-Diagnose ausgelegt – vor Ort oder per Fernwartung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Will man der Produkthaftungspflicht gerecht werden, muss der gesamte Herstellungsprozess inklusive der verwendeten Materialien und Prozessbedingungen lückenlos rückverfolgbar sein. Ob Produkt, Halbprodukt oder Rohmaterial – im Kern geht es immer wieder um dieselbe Frage: Was wurde wann, wo und wie zusammen hergestellt oder einzeln verbaut? Allgemein relevant ist dies bei einer vollständigen Dokumentation im Sinne von ISO 9000ff und VDA 6.1. Akut wird die Frage bei Qualitätseinbrüchen, die aufwändige Retourenbearbeitungen oder Rückrufaktionen zur Folge haben, wie sie zum Beispiel aus der Automobilindustrie bekannt sind.

Für die Konzeption von Traceability für Montageautomaten gibt es zwei Varianten: Bei der teilebezogenen Rückverfolgbarkeit wird für jedes Teil ein Datensatz gespeichert, der darüber Auskunft gibt, wie das Stück durch die Anlage läuft und aus welchen Einzelteilen es besteht. Zusätzlich lässt sich registrieren, wie die Produktionsanlage zu diesem Zeitpunkt konfiguriert war und ob während des Produktions-Zyklus Besonderheiten auftraten.

Eine zweite Variante ist die prozessbezogene Rückverfolgbarkeit, bei der die Daten für die gesamte Anlage oder den kompletten Produktionsprozess erfasst werden. Aufgezeichnet wird zum Beispiel, wie eine Maschine gelaufen ist, von wem sie bedient wurde und wie sie konfiguriert war. IMA Automation bietet neben einer ausführlichen und kundenspezifischen Erfassung von Betriebsdaten – die für alle Montageautomaten standardmäßig programmiert sind – nun auch an, den Montageverlauf von Teilen genau rückzuverfolgen. Insbesondere in der Programmierung einer teilebezogenen Traceability kann das Unternehmen in der Automobilzulieferung oder in der Medizintechnik auf umfangreiches Programmier-Know-how zurückgreifen.

Wartung mit voller Kostenkontrolle

Nicht minder wichtig ist es dem Spezialisten für Anlagen zur Montage kleiner und kleinster Teile, die Zuverlässigkeit der Automaten durch Service zu optimieren. „Wir wissen, dass Service auch vorbeugende Instandhaltung bedeutet und haben deshalb Möglichkeiten eingebaut, bei unseren Anlagen einmalige oder regelmäßige Überprüfungen vorzunehmen, um so eine optimale Nutzung zu gewährleisten.“ erklärt Adolf Rom, Serviceleiter bei IMA. So hat das Amberger Unternehmen für seine Rundtakt- und Längstransfer-Automaten ein kostensparendes Servicepaket geschnürt: Das dreistufige Programm kombiniert Fernwartung und Service-Mitarbeiter vor Ort. Die Basic-Komponente ist für den Einsatz während der normalen Arbeitszeit vorgesehen. Eine Zwischenstufe weitet die Kontaktmöglichkeit von 6 bis 22 Uhr aus. Schließlich bietet die Premium-Version mit 24-Stunden-Verfügbarkeit an 365 Tagen eine allumfassende Betreuung.

Zudem ist auch ein vorab definiertes Paket von Verschleißteilen erhältlich. Der Kunde hat die volle Kostenkontrolle: Konditionen und Kosten für Serviceleistungen werden im Vertrag fest definiert. Abgerundet wird der Service durch das Angebot, auch das Bedienpersonal nachzuschulen, um so für eine Optimierung des Montageablaufes und damit einen besseren Return-of-Invest zu sorgen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 210735)