Steuerung

Tüftler bauen Butterbrezel-Maschine mit Siemens-Steuerung

| Redakteur: Katharina Juschkat

Um eine Butterbrezel ohne viel Aufwand herzustellen, haben zwei Tüftler eine Maschine konstruiert, die die Butter einspritzt.
Um eine Butterbrezel ohne viel Aufwand herzustellen, haben zwei Tüftler eine Maschine konstruiert, die die Butter einspritzt. (Bild: Siemens)

Für die perfekte Butterbrezel in zehn Sekunden bauen schwäbische Tüftler eine Maschine zur automatischen Butterbrezel-Fertigung. Die Steuerung der Maschine kommt von Siemens.

Butterbrezeln sind beliebt, doch sie zu streichen kostet Zeit – und Bäckereien haben diese Zeit nicht immer. Zwei Tüftler, der Elektriker Dieter Obertautsch und der Konstrukteur Michael Feil, wollten dabei Abhilfe schaffen. Die beiden Schwaben aus Althütte gründeten die MFDO UG und entwickelten eine Maschine zur automatischen Butterbrezel-Fertigung. Diese spritzt per Knopfdruck die Butter in die Brezeln und stellt so in rund zehn Sekunden eine Butterbrezel her. Jetzt wollen die Tüftler ihre Fertigung vergrößern.

Motor hilft bei der perfekten Brezel

„Zu Beginn unserer Entwicklung mussten wir herausfinden, ob die Idee mit dem Einspritzen überhaupt funktioniert“, erinnert sich Feil an die Anfänge vor mittlerweile zehn Jahren. „Wir versuchten es mit Nadelkopf und Silikonpresse – und wir hatten die perfekte Butterbrezel.“ Allerdings wurde schon früh klar, dass es einige Herausforderungen zu bewältigen galt, die mit dem zunächst rein mechanischen Prototypen nicht zu meistern waren. Denn bei einer kühlschrankkalten Butter beispielsweise benötigt man relativ viel Kraft, um sie durch die Nadel in die Brezel zu drücken.

Ein Motor, der die Butter durch die Einspritznadel drückt, war die Lösung. Um die Dosierung gut regeln zu können, entschieden sich die beiden Entwickler für die Siemens-Steuerung Logo 8. Feil erklärt: „Die Software ermöglicht mit ihren Bausteinen und der einfachen Verbindung von Funktionen per Drag & Drop auch nicht-beruflichen Programmierern eine einfache Projektierung.“

In zehn Sekunden zur Butterbrezel

Per Knopfdruck löst der Anwender den einmal programmierten Ablauf für jede Brezel aus. Die Butter wird per Schubstab und in der vorgegebenen Menge aus dem Metallbehälter durch die Nadel in die Brezel gepresst. Eine Lampe zeigt an, wenn der Buttervorrat im Behälter zur Neige geht. „Unsere Maschine braucht rund zehn Sekunden, um aus einer herkömmlichen eine Butterbrezel zu machen. Zudem ist die Buttermenge exakt dosiert und somit in jeder Brezel gleich“, erklärt Feil.

Über ein optionales Simatic Basic Panel KP300 hat der Anwender die Mengendosierung im Blick und kann sie bei Bedarf anpassen. Mit dem Zusatzmodul für Remote-Kommunikation ist das Bedienen und Beobachten über eine Smartphone-App möglich. Die zweite Generation der Maschine verfügt optional über eine aktive elektrische Kühlung. „So bleibt die Butter kühlschrankkalt“, sagt Feil. Für die industrielle Fertigung von Butterbrezeln in großen Mengen plant die MFDO UG eine Maschine mit größerem Butterbehälter und Einspritzvarianten für andere Produkte wie Nusscreme.

Steilste Zahnradbahn der Welt mit Siemens-Technik automatisiert

Modernisierung

Steilste Zahnradbahn der Welt mit Siemens-Technik automatisiert

16.02.18 - Mit einer Steigung von 48 Prozent ist die Pilatusbahn die steilste Zahnradbahn der Welt. Damit die Triebfahrzeuge des Gipfelstürmers gefahrenlos gewartet werden können, kommt Automatisierungstechnik von Siemens zum Einsatz. lesen

Autonomes U-Boot taucht erstmals ab

Unterwasserfahrzeug

Autonomes U-Boot taucht erstmals ab

08.02.18 - Das Autonomous Underwater Vehicle (AUV) "Aegir" hat seinen ersten Tauchgang – ohne Steuerung von außen – erfolgreich in einem Schwimmbad absolviert. Das autonome U-Boot wurde von Forschern des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel (Geomar) für die küstennahe Erkundung von Meeresböden entwickelt. Es kann bis in eine Tiefe von 200 m tauchen und einen zuvor festgelegten Kurs abfahren. lesen

Neue Software für Industrie 4.0

Fabrik der Zukunft

Neue Software für Industrie 4.0

17.01.18 - Ohne Software ist Industrie 4.0 nicht denkbar. Das Connected Automation Portfolio von Bosch Rexroth verdeutlicht sein volles Potential bezüglich Vernetzung und Time-to-Market und zeigt mit Neuerungen die hohe Bedeutung von Software in der Automatisierung. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45176410 / Steuerungen)