Hannover Messe 2026 Organs-on-a-Chip für die Medikamentenentwicklung automatisieren

Quelle: Festo 2 min Lesedauer

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Die Entwicklung von Medikamenten ist langwierig, komplex und teuer. Ansätze aus der Organ-on-a-Chip-Forschung versprechen, die Zeit bis zur Zulassung neuer Wirkstoffe zu verkürzen. Gemeinsam mit Experten der TU Darmstadt hat Festo ein Exponat entwickelt, das die automatisierte Herstellung solcher Mini-Organe demonstriert.

Gemeinsam mit Experten der TU Darmstadt hat Festo eine Lösung entwickelt, die die automatisierte Herstellung von Organs-on-a-Chip demonstriert.(Bild:  Festo)
Gemeinsam mit Experten der TU Darmstadt hat Festo eine Lösung entwickelt, die die automatisierte Herstellung von Organs-on-a-Chip demonstriert.
(Bild: Festo)

Die Entwicklung von Medikamenten dauert lange und ist sehr kostspielig: Ein Wirkstoffkandidat durchläuft zuerst mehrere präklinische Studien an Zellkulturen oder Tieren. In der letzten Phase vor der Zulassung folgen klinische Studien an Menschen. In dieser Phase werden pro Medikament im Schnitt fünf Wirkstoffkandidaten getestet, von denen am Ende vier scheitern – sogenannte Late Fails. Der Grund: Oft lassen sich die Ergebnisse der vorklinischen Studien nicht gut auf den menschlichen Organismus übertragen.

Viel bessere Ergebnisse erreicht man mit sogenannten Organs-on-a-Chip aus dem Biodrucker, an denen Wirksamkeit und Nebenwirkungen bereits in den präklinischen Studien genauer getestet werden können. Ungeeignete Kandidaten werden so in einem deutlich früheren Stadium aussortiert, was Zeit und Geld spart. Organ-on-a-Chip (OoC) bezeichnet Mikrofertigungsverfahren, mit denen Miniaturmodelle von Organen wie Herz, Lunge oder Darm erzeugt werden. Auf vorgefertigten Polymer- oder Kunststoffträgern werden Zellen so angeordnet und kultiviert, dass sie organähnliche Gewebe bilden.

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Präzise Flüssigkeitssteuerung für die Gewebezüchtung

Festo hat auf der Hannover Messe 2026 gemeinsam mit Experten der TU Darmstadt gezeigt, wie der Verarbeitungsprozess des Biodrucks automatisiert werden kann – inklusive einer Lösung zum berührungslosen Transport der Mikrofluidik-Chips, die mit Bonded-Manifold-Technologie ausgestattet sind. Bonded Manifolds sind mehrlagige Kunststoff Verteilerplatten, die mit ihren fein strukturierten Mikrokanälen die exakte Dosierung und Handhabung von Flüssigkeiten ermöglichen.

Supramotion: berührungslos arbeiten im Labor der Zukunft

Der Transport durch die verschiedenen Schritte im Produktionsprozess erfolgt mit der einzigartigen Supraleiter-Technologie von Festo. Damit lassen sich Objekte berührungslos auf einem magnetischen Schweber transportieren. Das kinematische System bleibt dabei außerhalb des Reinraums und verschleppt keine Partikel. Die clean gehaltenen Oberflächen lassen sich leicht reinigen. Die innovative Technologie lässt sich mit Automatisierungslösungen für den Life Science-Bereich zu einem prozesssicheren Gesamtkonzept kombinieren, das höchste Anforderungen an die Reinigung und Sauberkeit erfüllt.

Nominiert für den Hermes Award 2026

Festo war mit den Diffusion Bonded Manifolds unter den drei Nominierten für den Hermes Award 2026. Der Hermes Award zählt zu den weltweit renommiertesten Industriepreisen und wird im Rahmen der Hannover Messe für eine herausragende Innovation verliehen – ausgezeichnet werden Produkte und Lösungen mit einem besonders hohen technologischen Innovationsgrad.

 

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