Firmenjubiläum 50 Jahre Lapp USA

Quelle: Lapp 2 min Lesedauer

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Vor 50 Jahren gründeten Ursula Ida und Oskar Lapp ihre erste Auslandsniederlassung. Nicht in Österreich oder Italien, sondern in den USA. Persönliche Erfahrungen in russischer Kriegsgefangenschaft und DDR-Diktatur trugen genauso dazu bei wie wirtschaftliches Kalkül.

Das Siegbert E. Lapp Logistikcenter in Brownsburg, Indiana, ging 2023 in Betrieb. (Bild:  Lapp)
Das Siegbert E. Lapp Logistikcenter in Brownsburg, Indiana, ging 2023 in Betrieb.
(Bild: Lapp)

Nördlich von New York City, Mitte der 70er Jahre. Oskar Lapp ist auf dem Weg zur bisher größten Vertragsunterzeichnung seines Lebens: Heute kauft er das Grundstück, auf dem die US-Niederlassung der Lapp Gruppe entstehen soll. Doch kurz vor seinem Ziel macht er noch Halt, um einen Kaffee zu trinken. Im Diner kommt er mit den Einheimischen ins Gespräch, erzählt von seinen Plänen. Große Verwunderung – und Rettung in letzter Sekunde: Das Grundstück, das Oskar Lapp kaufen will, ist Überschwemmungsgebiet. Mehrmals pro Jahr steht dort das Wasser, der Verkäufer ist ein Betrüger. Oskar Lapp bricht den Deal ab. Einige Zeit später, es ist 1976, gründet er Lapp USA Inc. in New Jersey, westlich von New York. Hier ist kein Betrüger am Werk. Es wird der Grundstein einer fünfzigjährigen Erfolgsgeschichte.

Viel Mut und Gründergeist

„Anekdoten wie diese zeigen, wie viel Mut und Gründergeist Oskar und Ursula Ida Lapp hatten“, sagt Matthias Lapp, CEO der Lapp Gruppe in dritter Generation. „Die USA waren damals ein weit entferntes, unbekanntes Land mit fremder Sprache. Hier ihre erste Auslandsniederlassung aufzubauen, war eine Riesenherausforderung für meine Großeltern. Und für ein deutsches Familienunternehmen in den 70ern eine absolute Ausnahme. Aber Amerika versprach Freiheit, Sicherheit und den größten Markt der Welt. Heute kann ich sagen: Ihre Intuition hat sie nicht getäuscht.“

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Standorte im ganzen Land

Seit diesen Anfangstagen hat Lapp in den USA kräftig expandiert und beschäftigt heute rund 300 Mitarbeitende. Seit dem Jahr 2001 betreibt das Familienunternehmen ein eigenes Produktionswerk an seinem US-Hauptsitz in New Jersey, wo es die Produktionskapazität kürzlich fast verdoppelte. Dazu kommen ein Standort mit Logistikcenter in Minnesota sowie weitere Logistik-Hubs in Nevada, Indiana und Texas. „Wir können mit Stolz sagen, dass wir Kunden in den gesamten Vereinigten Staaten konsequent und zuverlässig in kürzester Zeit beliefern“, sagt Guillaume Dupont, CEO von Lapps Americas-Region. „Und da wir den Großteil unserer Produkte in den USA herstellen, sind wir von Zöllen und Handelsbarrieren weitgehend unberührt.“

Matthias Lapp: „Meine Großeltern haben vor 50 Jahren Entscheidungen getroffen, die sich heute auszahlen: Unsere ‚Local for Local‘-Strategie gilt heute mehr denn je. Lapp ist gut aufgestellt. Nichtsdestotrotz schmerzen mich die transatlantischen Entwicklungen der letzten zwölf Monate. Ich habe selbst in den USA gelebt und mir sind das Land und die Leute ans Herz gewachsen. Die guten deutsch-amerikanischen Beziehungen waren zentral für unser beider Länder Freiheit und Wohlstand. Leider erfahren sie aktuell tiefe Risse. Ich hoffe, dass wir sie in Zukunft wieder heilen können.“

 

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