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Tüftler bauen Cocktailmaschine mit Simatic-Steuerung

| Redakteur: Katharina Juschkat

Cocktails auf Knopfdruck: Zwei Allgäuer Tüftler bauen eine Cocktailmaschine, die innerhalb weniger Sekunden Cocktails mischen kann.

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Einen frischen Cocktail auf Knopfdruck: Das verspcith die selbstgebaute Cocktailmaschine zweier Tüftler.
Einen frischen Cocktail auf Knopfdruck: Das verspcith die selbstgebaute Cocktailmaschine zweier Tüftler.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Zwei Allgäuer Tüftler haben eine selbstgebaute Cocktailmaschine gebaut, die innerhalb weniger Sekunden aus 17 verschiedenen Zutaten Cocktails mischt. Und das vollautomatisch. Der „Cocktailofant“ beherrscht bisher ein Repertoire aus 26 Cocktails, die man mittels eines Touchpanels auswählen kann. Mittlerweile haben die Erfinder mehrere der automatischen Cocktailmixer gebaut und betreiben einen Verleih der Maschinen.

Zwei Allgäuer Tüftler bauen Cocktailofant

Hinter dem Projekt stehen der Allgäuer Automatisierungstechniker Markus Settele und Paul Haggenmüller, ein befreundeter Maschinenbauer. Auf die Idee, eine Cocktailmaschine zu entwickeln, kam der Automatisierungstechniker bei einem Volksfest in der Nachbarschaft. Hier stand eine Maschine, die automatisch Cocktails ausschenken konnte. Jedoch waren die Cocktails schon vorab fertig gemischt. Settele war zwar von der Idee, aber nicht der Qualität überzeugt. „Ich war mir sicher, dass wir das besser machen können. Mit meinem Freund Paul Haggenmüller fing ich zuhause an zu tüfteln. Und nun ja, ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

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Der aktuelle Cocktailofant sieht heute weit moderner aus als der erste Prototyp, dem Jugendliche bei einem Dorffest Elefantenohren anklebten. Aber dieser jugendliche Streich sorgte letztlich dafür, dass der Cocktailofant zu seinem prägnanten Namen kam. „Ich fand das damals sehr witzig“, erzählt Settele. „Der Automat sah mit den Elefantenohren lustig aus und irgendwie wollten wir das aufgreifen. So kamen wir dann auch zum besagten Namen.“ Zwischenzeitlich gibt es sieben Cocktailofanten. Davon werden fünf von den beiden Allgäuern vermietet, zwei betreiben Franchise-Nehmer. Mittlerweile finden die Maschinen Einsatz auf Volksfesten, Hochzeiten, Messen oder Feiern. Der Automat kann bis zu 4.000 Gäste pro Tag beziehungsweise 12.000 Gäste pro Wochenende mit Mixgetränken versorgen.

Steuerung kommt von Siemens

Bei der Steuerung des Automaten setzten die beiden Tüftler auf die Simatic. Settele erzählt: „Ich bin gelernter Automatisierungstechniker und kam an der Technikerschule erstmals mit Siemens-Steuerungen in Berührung. Das Handling, der Aufbau und die Funktionen haben mich damals überzeugt, so dass von Anfang an feststand, dass ich den Cocktailofant mit einer Simatic ausstatten würde.“

In der aktuellen Ausführung sind in der Steuerung 26 Rezepte der bekanntesten Cocktails hinterlegt. Dazu gehören zum Beispiel Cuba Libre, Lady Killer, Cosmopolitan, Pina Colada und Fruit Punch. Ein Klick auf ein Bedienpanel und fünf Sekunden später ist der gewünschte Cocktail im Glas. Die Zutaten sind im Unterbau der Anlage in lebensmittelechten Flaschen und Kanistern untergebracht und werden von dort aus über Leitungen im richtigen Mischverhältnis ins Glas gefüllt. Der Cocktail wird also aus den insgesamt 17 verfügbaren Zutaten erst ganz frisch im Glas gemischt. Um zu verhindern, dass eine Zutat leer wird und dann nicht mehr oder nur in ungenügender Menge im Glas landet, sind die Kanister mit Sensoren ausgestattet. Diese melden der Simatic, dass ein Produkt zur Neige geht, damit das rechtzeitig ausgetauscht werden kann.

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