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Sicherheit Von Windows 7 zu Windows 10 IoT wechseln

Redakteur: Katharina Juschkat

Windows Embedded Standard 7 läuft im Oktober 2020 aus – Industrieunternehmen sollten sich auf einen Umstieg auf Windows 10 IoT Enterprise vorbereiten.

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Der Support für Windows 7 FES (For Embedded Systems) ist seit 14. Januar 2020 eingestellt. Ab Oktober 2020 unterstützt Windows auch das industrielle Betriebssystem Windows Embedded Standard 7 nicht mehr.
Der Support für Windows 7 FES (For Embedded Systems) ist seit 14. Januar 2020 eingestellt. Ab Oktober 2020 unterstützt Windows auch das industrielle Betriebssystem Windows Embedded Standard 7 nicht mehr.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Seit dem 14. Januar 2020 gibt es keine Sicherheitsupdates für Windows 7 FES (For Embedded Systems) mehr. Mit den fehlenden Updates durch den Hersteller Windows werden Sicherheitslücken im Betriebssystem nicht mehr geschlossen.

Wichtig für Unternehmen der industriellen Automation: Auch der Support für Windows Embedded Standard 7 läuft aus, ein häufig im industriellen Umfeld genutztes Betriebssystem. Hier ist der Stichtag der 13. Oktober 2020. Für Windows Embedded POS Ready 7, das zum Beispiel in Kassensystemen eingesetzt wird, endet der Support am 12. Oktober 2021.

Zwar bietet Microsoft mit Windows 7 Extended Security Updates (ESU) Supportunterstützung bis 2023 an. Dies kann jedoch sehr teuer werden. Für OEM zum Beispiel entstehen jährliche Kosten im fünfstelligen Bereich nur für den Supportvertrag; hinzu kommen noch die Gebühren pro Gerät.

Vorteile: Was Windows 10 IoT Enterprise bringt

Das Sicherheitsrisiko ist mit dem Umstieg auf Windows 10 IoT Enterprise behoben. Windows 10 IoT Enterprise ist eine Windows-10-Vollversion, die für industrielle Anwendungen und Embedded Systeme konzipiert wurde. Die Version bietet alle Funktionen von Windows 10 und langfristigen Support, mehr Sicherheit durch neue Kernel-Struktur und Lockdown Features, steuerbare System-Upgrades, Customizing-Möglichkeiten und ein übersichtliches Lizenzmodell. Zudem ist Windows 10 IoT Enterprise abwärtskompatibel. Somit laufen Windows-7-Applikation nativ. Dennoch ist es empfehlenswert, die Windows-7-Applikation auf Windows 10 IoT Enterprise zu testen.

Das sind die Systemvoraussetzungen für Windows 10 IoT Enterprise:

  • Prozessor oder SoC mit mindestens 1 GHz
  • Grafikkarte: DirectX 9 oder höher mit WDDM 1.0-Treiber
  • 32-Bit-Version: 1 GB RAM und 16 GB Speicher
  • 64-Bit-Version: 2 GB RAM und 20 GB Speicher

Fehlende Treiber zwingen zum Hardware-Wechsel. Doch es gibt andere gute Gründe, das neue Betriebssystem mit aktueller Hardware zu starten: Das Ausfallrisiko sinkt, neue Hardware bietet mehr Sicherheit und ist hinsichtlich Leistung und Energieeffizienz alten Systemen deutlich überlegen. Im Zuge einer Windows-10-Migration macht es daher Sinn, die Hardware auf Zukunftsfähigkeit auszulegen. Beratung bietet beispielsweise der IPC-Anbieter Compmall.

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