Micro Innovation

Was wichtig und was richtig ist bestimmt allein der Kunde

29.10.2008 | Autor / Redakteur: Wolfgang Leppert / Wolfgang Leppert

Oliver Schleicher, Geschäftsführer Micro Innovation: „Kein Unternehmen lebt von dem, was es produziert, sondern ausschließlich von dem, was es verkauft.“
Oliver Schleicher, Geschäftsführer Micro Innovation: „Kein Unternehmen lebt von dem, was es produziert, sondern ausschließlich von dem, was es verkauft.“

Aus dem Blickwinkel der Kunden ist die Welt oft ganz anders als aus der eigenen Perspektive. Genau deshalb betrachtet und beurteilt Micro Innovation das eigene Portfolio und jede Neu- oder Weiterentwicklung konsequent mit der „Brille der Kunden“. Nur so entstehen letztlich Lösungen nach Maß, die Abnehmer wirklich überzeugen, versichert Oliver Schleicher, seit Mai 2008 Geschäftsführer der Micro Innovation GmbH in Bonn.

Mit der Vision, komplexe Steuerungsanlagen einfach und robust bedienbar zu machen, ist Micro Innovation im Jahr 1990 angetreten. Inwieweit, Herr Schleicher, hat das Unternehmen diese Mission inzwischen erfüllt?

In diesem Punkt ist der Weg das Ziel, denn jeder Technologieschritt eröffnet neue Möglichkeiten, spezielle Lösungen zum Nutzen unserer Kunden umzusetzen. Die Vision als erfüllt zu betrachten würde daher bedeuten, stehen zu bleiben — und das läuft der Philosophie nach permanenter Weiterentwicklung klar zuwider. Wir sind ständig in Bewegung und arbeiten jeden Tag daran, neue und interessante Automatisierungslösungen zu entwickeln, was wir auch mit unserem Motto ,Innovation in Automation‘ nach außen hin signalisieren.

Wie würden Sie die aktuelle Markt- und Wettbewerbsposition von Micro Innovation charakterisieren, und was sind nach Ihrer Einschätzung die zentralen Stärken des Unternehmens?

Die entscheidende Abgrenzung zu wichtigen Wettbewerbern liegt im Aufbau unseres Portfolios von offenen Automatisierungslösungen. Wir berücksichtigen dabei zwei Arten von Kundenbedürfnissen: zum einen nach reinen Automatisierungskomponenten, zum anderen nach Teil- und Gesamtsystemen. Mit systemischen, offenen Komponenten, die auch eine problemlose Ankopplung an Third Party-Geräte erlauben, ermöglichen wir Innovation in Anlagen oder Maschinen, ohne dass der Kunde alle bestehenden Komponenten ersetzen oder auf vorgegebene verzichten muss. Als Beispiel sind hier die reinen HMI-Geräte mit unserer Visualisierungssoftware Galileo zu nennen, die dank zahlreicher Schnittstellen und Unterstützung von über 100 Kommunikationsprotokollen mit allen wichtigen Third Party-Komponenten kommunizieren können. Wie der Name ,systemische Komponente‘ bereits andeutet, können alle Bestandteile des Portfolios aber auch zu durchgängigen Gesamtsystemen vereint werden, bestehend zum Beispiel aus HMI-PLC, E/A-Komponenten und Motion-Control.

Den Bedürfnissen der Maschinen- und Anlagenbauer folgend hat Micro Innovation sein System-Portfolio in vier Leistungsklassen gegliedert
Den Bedürfnissen der Maschinen- und Anlagenbauer folgend hat Micro Innovation sein System-Portfolio in vier Leistungsklassen gegliedert

Aus der langjährigen engen Zusammenarbeit mit OEM-Kunden haben wir gelernt, die Welt mit den Augen der Maschinen- und Anlagenbauer zu betrachten. Mit dieser Perspektive entstanden durch Adaption aus dem Maschinenbau vier Leistungsklassen für das System-Portfolio: Compact, Standard, Universal und Performance. Die Compact-Klasse richtet sich dabei an den Maschinen- und Apparatebau im unteren Preissegment, wobei das für uns nicht heißt, dass bei der Leistungsfähigkeit der Geräte Abstriche gemacht werden müssen. Die Standard-Klasse deckt den Leistungsanspruch mittlerer Standardmaschinen ab, wohingegen die Universal-Klasse wegen ihres modularen Geräteaufbaus für mittlere und größere OEM-Maschinen ausgelegt ist. Die Performance-Klasse wiederum bietet offene Hard- und Software-Plattformen für die Highend-Automatisierung. Aufgrund unseres systemischen Komponentenansatzes können die Geräte im Bedarfsfall natürlich auch über die Leistungsklassen hinweg miteinander kombiniert werden. Mit dieser Flexibilität können wir Kunden situativ und damit optimal betreuen, was eine unserer klaren Stärken ist.

Sowohl Ihr Motto ,Innovation in Automation‘ – sie haben es bereits erwähnt — wie auch Ihr Firmenname selbst lassen auf eine ausgeprägte Innovationskultur schließen. Was macht Sie so sicher, im Wettbewerb um die besten Technologien immer an der Spitze mitzumischen?

Wir investieren jährlich fast 20 Prozent des Unternehmensumsatzes in die Entwicklung neuer und die kontinuierliche Verbesserung bestehender Produkte und bauen natürlich unser Entwicklungsteam aus. So sind die Kunden trotz langfristiger Lieferverpflichtung von bis zu zehn Jahren immer auf dem aktuellen Stand der Technik. Qualität und Innovation stehen bei unserem Tun an oberster Stelle. Deshalb bieten wir nur Produkte an, deren Technologien in Hard- und Software vollständig beherrscht werden. Unsere Entwicklungsabteilung beschäftigt sich deshalb beispielsweise nicht mit dem einfachen Assembling irgendwelcher zugekauften Rechnermodule oder Komponenten. Mit dieser Entwicklungsphilosophie sind wir immer in der Lage, unseren Kunden für alle Belange rund um unsere Produkte kompetent und effizient Auskunft geben zu können. Das grenzt uns technologisch von Wettbewerbern ab.

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