Bericht Wo steht die Industrie-4.0-Forschung in Deutschland?

Von Sandro Kipar

In einem neuen Bericht stellt der Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 eine Analyse der Industrie-4.0-Forschung in Deutschland vor. Laut dem Beirat sorgt die aktuelle Forschung für eine wettbewerbsfähige, innovative und nachhaltige Wirtschaft.

Obwohl die Forschung zu Industrie 4.0 laut dem Bericht zahlreiche positive Effekte auf die Wirtschaft hat, ist bei der Implementierung noch Luft nach oben.
Obwohl die Forschung zu Industrie 4.0 laut dem Bericht zahlreiche positive Effekte auf die Wirtschaft hat, ist bei der Implementierung noch Luft nach oben.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Wo steht Deutschland bei der Forschung zu Industrie 4.0? Der Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 hat sich dieser Frage im Bericht „Industrie 4.0-Forschung für die Gestaltung der Zukunft“ angenähert. Laut einer Mitteilung der deutschen Akademie der Technikwissenschaften wurden dafür Daten zu Forschungsprojekten aus den vergangenen zehn Jahren erhoben, die thematisch eine Verbindung mit Industrie 4.0 haben. Als ein weiteres Auswahlkriterium wurden die Geldgeber berücksichtigt. Untersucht wurden das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF).

KMU profitieren

Die Ergebnisse zeigen laut dem Forschungsbeirat, dass das gesamte Themenspektrum von Industrie 4.0 bei der Forschung berücksichtigt werde. Die Aussicht, an Innovationen teilzuhaben, seien zudem große Anreize für Wirtschaftsunternehmen, sich an Forschungen zu beteiligen. Insbesondere KMU würden profitieren, da sie an Erkenntnissen der Forschung teilhaben können, ohne die erforderlichen Ressourcen alleine stemmen zu müssen.

„In zahlreichen Forschungsprojekten wurden Grundlagen für Industrie 4.0 erforscht“, so Harald Schöning (Software AG), Sprecher der Industrie vom Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0. „Um innovative Wertschöpfungsketten Wirklichkeit werden zu lassen und das volle Zielbild von Industrie 4.0 zu erreichen, bedarf es jedoch weiterhin intensiver Forschungsaktivitäten im Zusammenspiel von großen, mittleren und kleinen Unternehmen und der Wissenschaft.“

Potenziale nicht ausgereizt

Zusammenfassend entstehe laut dem Beirat durch die die Initiativen der Unternehmen, vorwettbewerbliche Kooperationen und die politische Förderung eine wettbewerbsfähige, innovative und nachhaltige Wirtschaft. Doch die Potenziale seien noch nicht ausgereizt. Nur wenige deutsche Unternehmen seien aktuell in der Lage, Industrie 4.0 umfassend zu implementieren.

Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Homepage der deutschen Akademie der Technikwissenschaften.

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