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Siemens 190 Mio. Euro in Offshore-Windkraft-Fabrik investiert

| Redakteur: Sariana Kunze

Siemens investiert mehr als 190 Mio. Euro in eine neue Offshore-Produktionsstätten in Großbritannien. Das Green Port Hull Projekt ist seit rund vier Jahren in der Planung. Geplant ist eine Fertigung von Rotorblättern für Offshore-Windturbinen der Sechs-Megawatt-Klasse sowie ein neues Logistik- und Service-Zentrum in Hull.

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Das Green Port Hull Projekt ist seit rund vier Jahren in der Planung und ein Produkt gemeinschaftlicher Anstrengungen. Beteiligt haben sich viele nationale und lokale Politiker, Wirtschaft und Gesellschaft, Siemens-Mitarbeitern in Großbritannien, Dänemark und Deutschland sowie die Associated British Ports (ABP).
Das Green Port Hull Projekt ist seit rund vier Jahren in der Planung und ein Produkt gemeinschaftlicher Anstrengungen. Beteiligt haben sich viele nationale und lokale Politiker, Wirtschaft und Gesellschaft, Siemens-Mitarbeitern in Großbritannien, Dänemark und Deutschland sowie die Associated British Ports (ABP).
(Siemens)

"Unsere Entscheidung in England eine Fertigung für Offshore-Windenergieanlagen zu bauen, ist Teil unserer weltweiten Strategie: wir investieren in Märkte mit zuverlässigen Rahmenbedingungen, die für ausgelastete Fabriken sorgen. Die britische Energiepolitik schafft klare Rahmenbedingungen zum Ausbau der Offshore-Windenergie und würdigt insbesondere das Potential der Windkraft auf See für das Gesamtportfolio der Energieerzeugung", sagte Michael Süß, Mitglied des Vorstands von Siemens und CEO des Sektors Energy.

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Windkraftkapazität hat sich verdoppelt

Der Windmarkt in Großbritannien weist hohe Wachstumsraten auf und hat noch deutliches Potenzial. Die Windkraftkapazität hat sich hier innerhalb von zwei Jahren auf rund zehn Gigawatt verdoppelt. Am schnellsten wächst der Offshore-Markt. Bis 2020 sollen alleine auf See 14 Gigawatt Leistung installiert werden, um Klimaziele und Versorgungssicherheit zu vereinen. Projekte über knapp 40 Gigawatt befinden sich in der längerfristigen Planung.

Durch Investition entstehen 1.000 Arbeitsplätze

Der britische Premierminister David Cameron sagte: "Mit klaren politischen Rahmenbedingungen sorgen wir für neue Jobs in der Windkraftbranche und einen zuverlässigen und nachhaltigeren Energiemix." Siemens und der britische Partner Associated British Ports (ABP) investieren insgesamt 371 Mio. Euro vor Ort. Die Investition stärkt den Offshore-Markt in Großbritannien und kurbelt den Arbeitsmarkt an: 1.000 Arbeitsplätze entstehen direkt, davon 550 in der Rotorblattfertigung sowie 450 in Green Port Hull. Weitere Jobs entstehen in der Konstruktion und indirekt in der Zulieferindustrie.

Green Port Hull soll 2016 starten

Siemens ist führender Lieferant für Windturbinen, Netzanbindung und Service für On- und Offshore-Standorte in Großbritannien. Das Unternehmen hat im wichtigsten Windkraftmarkt der Welt über 2.200 Turbinen On- und Offshore mit mehr als 5.000 Megawatt installiert. Damit ist rund die Hälfte der in Großbritannien installierten Windleistung mit Technologie von Siemens ausgerüstet. Rund 14.000 Mitarbeiter beschäftigt Siemens in Großbritannien, davon rund 1.500 im britischen Windenergiegeschäft.

Green Port Hull soll Anfang 2016 in Betrieb gehen, der Produktionsstart der Rotorblattfertigung ist für Sommer 2016 geplant. Die Fabrik soll ab Mitte 2017 voll ausgelastet sein. Die Investitionen unterstützen Großbritannien seine Klimaziele zu verfolgen und bis 2020 ein Viertel des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken.

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