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Energiepreis 4.000 Bauern erobern den Strommarkt

| Redakteur: Carina Schipper

Österreichs Energieversorger behandelten landwirtschaftliche Betriebe wie Privathaushalte. Jetzt haben sich die Bauern zusammengeschlossen und verbesserte Konditionen erwirkt.

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Für Landwirte, die sich noch an der Aktion beteiligen wollen, existiert bereits eine Online-Warteliste.
Für Landwirte, die sich noch an der Aktion beteiligen wollen, existiert bereits eine Online-Warteliste.
(Bild: Black nexus.eu Photography unter CC BY 2.0-Lizenz, flickr.com)

Die bäuerliche Einkaufsgenossenschaft Bestpreis Agrar rief in einer Online-Aktion zum Bündnis für faire Strompreise auf. In der entstandenen Interessengemeinschaft versammeln sich rund 4.000 Landwirte. In einem zweiten Schritt veranstaltete Bestpreis Agrar eine österreichweite Ausschreibung. My Electric, ein Tochterunternehmen der Salzburg AG und der Tiroler Tiwag, schlug den Bauern den günstigsten Tarif vor. Das Unternehmen versorgt die Landwirte nach Poolbonus um effektive 4,44 Cent/kWh zuzüglich Grundgebühr von 3,90 Euro/Monat (exkl. Ust.) mit Elektrizität. Diese Konditionen gelten für die Jahre 2015 und 2016. Anton Emsenhuber, Vorstand von Bestpreis Agrar, zeigt sich erfreut über das Ergebnis der Aktion. „Der jetzt ausverhandelte Bestpreis für Agrarstrom bringt den teilnehmenden Betrieben beträchtliche Einsparungen.“ Der Preis für den Agrar-Strom hält sich deutlich unter dem Preis der kürzlich durchgeführten Energiekosten-Stop-Aktion des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) von 5,72 Cent/kWh. Auch nach der Einschreibung für die Strompreis-Petition will Bestpreis Agrar den Landwirten die Möglichkeit zum Wechseln bieten. Auf der Website www.bestpreisagrar.at richtete die Genossenschaft eine Warteliste ein. "Wir setzen alles daran, dass auch diese Interessenten über Restplätze zu den jetzt ausverhandelten günstigen Konditionen kommen", verspricht Emsenhuber.

Bildquelle: Black nexus.eu Photography unter CC BY 2.0-Lizenz, flickr.com

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