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E-Bikes 5 Tipps für den sicheren Umgang mit dem E-Bike

| Redakteur: Katharina Juschkat

E-Bikes haben die Fahrradindustrie revolutioniert. Viele Menschen treibt es dank der technischen Unterstützung raus aufs Rad. Wir geben Tipps, auf was man achten sollte, damit man auch mit dem E-Bike sicher unterwegs ist.

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Viele Menschen fahren dank der technischen Unterstützung viel öfter Fahrrad als zuvor. Auf Sicherheit sollte man dennoch achten.
Viele Menschen fahren dank der technischen Unterstützung viel öfter Fahrrad als zuvor. Auf Sicherheit sollte man dennoch achten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

E-Bike-Fahren ist wie Fahrradfahren neu erfunden: Mit einem Elektrorad schaffen selbst weniger sportliche Zeitgenossen problemlos große Touren und steile Anstiege. Doch so schön die neue Freiheit auf zwei Rädern ist, sie erfordert vom Fahrer auch einige Vorsichtsmaßnahmen. Stephan Schaffer, E-Bike-Experte bei A.T.U, hat fünf Tipps, wie das E-Bike-Fahren sicherer wird.

1. Beim Kauf auf die richtige Ausstattung achten

Die Sicherheit fängt beim Kauf eines Elektrorades an: Ein schnelles Rad braucht gute Bremsen. Daher sind für E-Bikes hydraulische Scheiben- oder Felgenbremsen ratsam. Wichtig sind auch die richtige Rahmengröße und die ergonomisch korrekte Einstellung von Lenker, Sattel und Bremsgriffen. Dafür bedarf es neben einer guten Beratung auch einer ausgedehnten Probefahrt.

Unsere fünf Tipps in der Bildergalerie:

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2. Mit dem E-Bike vertraut werden

Auf vielen Verkehrsübungsplätzen werden Sicherheitstrainings für den richtigen Umgang mit E-Bikes angeboten. Diese Kurse sind für alle E-Bike-Neulinge zu empfehlen – vor allem aber für Senioren, die lange nicht mehr mit dem Fahrrad unterwegs waren und mit dem E-Bike eine neue Form der Mobilität für sich entdecken.

Wer kein Training absolvieren möchte, sollte sich vor der ersten Fahrt in einer verkehrsberuhigten Zone mit dem geänderten Fahrverhalten vertraut machen. Der Fahrer sollte wissen, wie das Rad beim Anfahren am Berg reagiert, in der Kurve, beim Schalten und vor allem beim Bremsen. Da die Bremsen beim E-Bike oft wesentlich stärker ausgelegt sind, sollte man diese entsprechend vorsichtig dosieren. Auch mit der Schubkraft des Motors muss sich der Anfänger erst einmal anfreunden. Am besten ist es, mit der niedrigsten Unterstützungsstufe anzufangen und sich dann schrittweise vorzutasten.

3. Bremsweg beachten

Schaffer, Experte für E-Bikes, warnt: „Ein E-Bike-Motor unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Dieses Tempo wird von anderen Verkehrsteilnehmern häufig unterschätzt.“ Der Radler selbst unterschätzt dagegen oft den langen Bremsweg, den sein Elektrorad hat – bedingt durch die höhere Geschwindigkeit, aber auch durch das höhere Gewicht von durchschnittlich 25 kg bis 30 kg. Wer mit einem Pedelec fährt, sollte daher vorausschauend fahren und auf genügend Abstand achten – sowohl zu anderen Verkehrsteilnehmern als auch zu parkenden Autos.

4. Die richtige Schutzkleidung tragen

Mehr als die Hälfte der tödlich verlaufenden Fahrradunfälle ist auf Kopfverletzungen zurückzuführen. Mit einem Schutzhelm hätten viele dieser Unfallopfer überleben können. Auch wenn es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, sollten Fahrradfahrer, vor allem aber die noch schnelleren E-Bike-Fahrer nie ohne Helm unterwegs sein.

Jetzt im Sommer ist es lange hell und die Fahrradfahrer werden besser gesehen – doch wer auch im Herbst und Winter nicht auf das Zweirad verzichten will, der sollte auf die richtige Schutzkleidung zurückgreifen. Warnwesten in Leuchtfarben, reflektierende Bänder oder Streifen tragen dazu bei, dass Radler auch im Dunkeln und auf große Entfernung gut sichtbar sind. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt Schaffer, auch bei Tag mit Licht zu fahren.

Mitmenschen, die Probleme mit der Halswirbelsäule haben und sich schlecht umdrehen können, empfiehlt Schaffer, einen Rückspiegel am Fahrrad anzubringen: „Wer Schwierigkeiten mit dem Schulterblick hat, kann mit einem Spiegel den nachfolgenden Verkehr viel besser im Auge behalten.“

5. E-Bike regelmäßig warten

Vor jedem Start sollte der Fahrer kurz den Akkuzustand und die Beleuchtung des Rads checken. Auch den Reifendruck sollte er regelmäßig, bei häufigem Gebrauch mindestens alle zwei Wochen, überprüfen. Der Sollwert ist in der Regel auf der Reifen-Flanke aufgedruckt.

Für die Verkehrssicherheit eines E-Bikes ist es wichtig, die regelmäßigen Wartungsintervalle des Händlers einzuhalten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Funktionstüchtigkeit der Bremsanlage, die beim E-Bike einer besonders hohen Belastung ausgesetzt sind. Auch die Beleuchtung, Bereifung sowie die Schaltung sollte ein Fachmann in regelmäßigen Abständen überprüfen.

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