Smart Factory

6 Fragen an: Die Zukunftsfabrik

| Autor / Redakteur: Ines Näther und Carina Schipper / Ines Stotz

Links: Die Modellfabrik soll auf dem Campus der Hochschule OWL in Lemgo auf einer Fläche von insgesamt 2.000 qm entstehen. Rechts: DFKI-Smart Factory KL lässt mit einer herstellerübergreifenden Produktionsanlage die Vision Industrie 4.0 zur Realität werden.
Links: Die Modellfabrik soll auf dem Campus der Hochschule OWL in Lemgo auf einer Fläche von insgesamt 2.000 qm entstehen. Rechts: DFKI-Smart Factory KL lässt mit einer herstellerübergreifenden Produktionsanlage die Vision Industrie 4.0 zur Realität werden. (Bild: OWL und DFKI)

Um zu erforschen, was eine Fabrik der Zukunft leisten kann und muss, entstehen in Deutschland so genannte Modellfabriken – wie die Smart Factory KL in Kaiserslautern und die Smart Factory OWL auf dem Campus der Hochschule OWL in Lemgo. Die Initiatoren beider Projekte erklären ihre Beweggründe.

Im Alltag des 21. Jahrhunderts kann der Besitzer mit seinem Kühlschrank oder seiner Heizungsanlage im Keller über das Smartphone kommunizieren. Das Internet der Dinge macht's möglich. Was im privaten Bereich unter dem Namen Smart Home auf dem Vormarsch ist, beschäftigt auch die Industrie. Sogenannte Smart Factories übertragen das Prinzip auf die Fabriken der Zukunft. An verschiedenen Stellen in Deutschland entstehen solche Modellfabriken, um zu erforschen, was hinter dem Begriff Smart Factory steckt.

In Kaiserslautern befindet sich als herstellerunabhängige Demonstrations- und Forschungsplattform die Smart Factory KL. Auf dem Campus der Hochschule OWL in Lemgo entsteht ebenfalls eine Fabrik der Zukunft. Die knapp 2.000 qm große Smart Factory OWL, in der zukunftsweisende Industrie 4.0-Technologien in einer reale Produktionsumgebung entwickelt und getestet werden.

Unsere Redaktion hat die Initiatoren beider Projekte befragt. Prof. Dr. Dr. h.c. Detlef Zühlke, wiss. Direktor und Leiter Innovative Fabriksysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums Industrial Automation (IOSB-INA) und des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL erklären beispielsweise, warum es solche Pilotanlagen braucht oder wie es außerhalb des Forschungsraums um die Realität steht.

Ohne Smart Factory...

Prof. Zühlke wäre die Idee von Industrie 4.0 heute nicht dort wo sie heute ist. Als Pionier erforscht und entwickelt die SmartFactory KL bereits seit der Gründung im Jahre 2005 die Überführung des Internet of Things in das Fabrikumfeld und die Auswirkungen, die das auch auf die Menschen im Produktionsumfeld haben wird.

Prof. Jasperneite können wichtigste Industrie 4.0 Handlungsfelder wie Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Mensch-Maschine Interaktion nur unzureichend adressiert und erprobt werden.

Unser Ansatz ist super, weil...

Prof. Zühlke wir ein immer größer werdendes Netzwerk von Industriepartnern in einem Projekt vereinen, Standards entwickeln und somit eine herstellerübergreifende Industrie 4.0 Realisierung schaffen.

Prof. Jasperneite sich die Tragfähigkeit neuer Ansätze nur an deren Praxistauglichkeit messen kann. Die Forschungsfabrik wird daher, neben Demonstratoren, über eine reale Produktions- und IT-Umgebung verfügen. Kleine und mittelständische Unternehmen haben hier sogar die Möglichkeit mit Hilfe einer Kleinserienfertigung ihre Produktionssysteme und –abläufe zu optimieren und Personal zu schulen. Und das alles inmitten der Spitzencluster Region it‘s OWL.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit...

Prof. Zühlke liegt in der Umsetzung der vierten Industriellen Revolution. Zusammen mit unseren Mitgliedern erarbeiten wir Lösungen, entwickeln das Gesamtbild weiter, setzen erste Standards und bringen damit Industrie 4.0 in die Praxis.

Prof. Jasperneite ist die interdisziplinäre Forschung und Entwicklung rund um die wichtigsten Industrie 4.0 Themen für die Fabrik der Zukunft, wie zum Beispiel Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz sowie Technologien zur benutzerfreundlichen Mensch-Maschine Interaktion. Daran forschen die Initiatoren der Smart Factory OWL, das Fraunhofer IOSB-INA und die Hochschule OWL, bereits seit Jahren gemeinsam in der Lemgoer Modellfabrik, die sich nun evolutionär weiterentwickelt zur realen Fabrik.

Industrieanwender besuchen unsere Smart Factory...

Prof. Zühlke weil wir als Vorzeigeplattform das realisieren wovon andere nur reden. Unsere vielen Partner und die vielen gemeinsamen Projekte ermöglichen uns zudem die praxisnahe Umsetzung, bei der Anwender und Anbieter den Mehrwert direkt erkennen.

Prof. Jasperneite weil sie hier ein herstellerunabhängiges Anwendungs- und Demonstrationszentrum vorfinden. Die Smart Factory OWL gibt insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die Möglichkeit eigene Pilotanlagen aufzubauen, diese mit Industrie 4.0-Lösungen auszustatten sowie zu testen und zu optimieren und die vorhandene Forschungsinfrastruktur zu nutzen.

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