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Mit einem nachträglich einschraubbaren Strombalken können die beiden getrennten Gruppen auch zu einer einzigen für insgesamt 30 Automaten verbunden werden. Die Einspeisung erfolgt pro Gruppe rückseitig über Einpressbolzen mit Gewinde M6 zum Anschluss von Standard-Ringkabelschuhen. Erlaubt ist eine maximale Strombelastung von 100 A je Gruppe. Alle Lastanschlüsse erfolgen an ebenfalls rückseitig vorhandenen Schraubklemmen bis zu einem Anschlussquerschnitt von vier mm² inklusive Aderendhülse und einem maximalen Laststrom bis 16 A pro Kanal. Die Zuführung der Leitungen erfolgt stets von „innen nach außen“, so dass die gesamte Kabelführung innerhalb der beiden Höheneinheiten des Racks bleiben kann. Eine rückseitig im Baugruppenträger befestigte Kabelabfangschiene ermöglicht die Fixierung aller Leitungen zur Zugentlastung mittels Kabelbinder.
Kompakte Lösung bietet jede Menge Platz für die Lüftung

Aber nicht nur die Stromverteilung von zwei x 100 A wird hier äußerst Platz sparend gelöst, sondern auch die Verschaltung der häufig benötigten Sammel- oder Einzelsignalisierungen der Schaltzustände der Automaten. Über die Leiterplatte sind in zwei galvanisch getrennten Stromkreisen sowohl die in den Automaten vorhandenen Schließer der Hilfskontakte in Reihe, als auch die vorhandenen Öffner parallel geschalten. Beide Stromkreise sind als Sammelsignale über zusätzliche Schraubklemmen bis 1,5 mm² Kabelanschlussquerschnitt rückseitig zugreifbar, getrennt je Gruppe oder gemeinsam. Als Variante kann aber auch an Stelle der Sammel-Parallel-Schaltung eine Signalisierung als Einzel-Parallelschaltung mittels 30 weiterer Schraubklemmen für die individuelle Meldung jedes einzelnen Stromkreises bereitgestellt werden. Die selben Anschlüsse können beim Einsatz elektronischer Schutzschalter alternativ auch für Funktionen zum Rücksetzen oder Ansteuern der Automaten verwendet werden.
Da alle internen Verbindungen zwischen den einzelnen Anschlüssen der bis zu 30 Sicherungsautomaten und den Einspeisungen inklusive aller Fehlermeldungen über eine einzige Leiterplatte (Format ca. 420 x 85 mm) bereits untergebracht sind, müssen diese „Kabel“ nicht zusätzlich im Innenraum des Baugruppenträgers verlegt werden und können somit auch nicht „freien Raum“ für die Durchlüftung blockieren. Es entsteht also das gewünschte kompakte, aber hochleistungsstabile Stromverteilungssystem.
Die Lösung bietet deutlich mehr Freiraum bei kompletter interner Verdrahtung (ohne externe Anschlussleitungen): Mehr „Luft“ ist kaum möglich. Gut erkennbar sind auch die Einspeisebolzen rechts und links auf der Leiterplatte, die beiden Schraubkontakte für die mittlere Verbindungsschiene zur Aufhebung der Redundanz sowie die rückseitige Kabelabfangschiene für die Zugentlastung. Die Montageebene des Leiterplattensystems lässt sich in der Tiefe im Baugruppenträger verschieben, wodurch der Einsatz für die verschieden großen Sicherungsautomaten und dadurch deren bündiger Frontabschluss ermöglicht wird.
Dieter Arenz, Leiter Systemtechnik, E-T-A Elektrotechnische Apparate, Altdorf
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