Tauchroboter Mit Robotik an die Staumauer

Quelle: TU Bergakademie Freiberg 2 min Lesedauer

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Das Scientific Diving Center (SDC) der TU Bergakademie Freiberg hat gemeinsam mit dem Institut für Informatik einen Tauchroboter entwickelt, der die Sicherheit von Staumauern dort untersuchen kann, wo Technik bislang nur schwer hinkommt: unter Wasser. 

Tauchroboter der TU Bergakademie Freiberg vor seinem ersten Tauchgang an der Talsperre Malter(Bild:  Andreas Hiekel/TUBAF)
Tauchroboter der TU Bergakademie Freiberg vor seinem ersten Tauchgang an der Talsperre Malter
(Bild: Andreas Hiekel/TUBAF)

Talsperre Malter in der Nähe von Dippoldiswalde: Die wuchtige, leicht gebogene Mauer stammt noch aus der Kaiserzeit. Der angegraute Koloss wurde gebaut, nachdem die Weißeritz beim Hochwasser 1897 ungebremst 19 Menschen in den Tod riss, Häuser, Brücken und Bahnstrecken zerstörte.

Talsperren sind entscheidend für die Sicherheit von Menschen und Infrastruktur – und unabdingbar für die Wasserversorgung, erklärt Projektleiter der TU Bergakademie Freiberg Dr. Thomas Grab vom Scientific Diving Center: „Im Zuge des Klimawandels wird es natürlich immer wichtiger, dass man resilient Wasser zur Verfügung hat, und das ganzjährig. Darum ist die Wichtigkeit so hoch, die Reservoire entsprechend füllen zu können und vor allen Dingen sicher Wasser zu haben übers ganze Jahr.“

Schadstellen besser erkennen durch 3D-Modell

Gero Licht und Dr. Thomas Grab von der TU Bergakademie Freiberg machen den Tauchroboter startklar.(Bild:  Andreas Hiekel/TUBAF)
Gero Licht und Dr. Thomas Grab von der TU Bergakademie Freiberg machen den Tauchroboter startklar.
(Bild: Andreas Hiekel/TUBAF)

An der Talsperre Malter soll der flache Roboter seinen Jungfern-Tauchgang in freier Natur absolvieren. Gero Licht vom Institut für Informatik hebt den kleinen Roboter vorsichtig ins Wasser. Ein gelbes Kabel überträgt die Kamerabilder auf Gero Lichts Laptop. „Aus dem Video extrahieren wir später die Bilder und erstellen ein 3D-Modell der Staumauer“, erklärt der Informatiker. „Das machen wir“, ergänzt Thomas Grab vom SDC, „damit wir Schadstellen möglichst genau lokalisieren können. Außerdem können wir die Daten nutzen, um automatisiert interessante Stellen zu erkennen.“

Tauchroboter als Erstinspektor im Einsatz

Zeitgleich mit Gero Licht bereitet Richard Gruhn, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SDC, eine zweite Kameravorrichtung vor. Diese wird beim Pilotversuch parallel zum Roboter von menschlichen Tauchern geführt. Bei diesem ersten Tauchgang begleiten sie den Roboter. 

In Zukunft wird er allein unterwegs sein, als eine Art Erstinspektor, der sich die komplette Staumauer anschaut. Anhand des 3D-Modells entscheidet dann das Team, welche Stellen es genauer kontrolliert. Thomas Grab: „So kann sich das Tauchteam bei nachfolgenden Einsätzen gezielt auf kritische Bereiche konzentrieren. Das spart Zeit, reduziert Kosten und erhöht die Sicherheit.“

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