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Antworten auf gesellschaftspolitische Fragestellungen der Elektromobilität

| Redakteur: Sariana Kunze

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität (FSEM) hat sich das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI intensiv mit Fragen zur Zukunft der Elektromobilität auseinandergesetzt. Die Ergebnisse werden jetzt in einer aktuellen Broschüre veröffentlicht.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Welche Rolle spielt Elektromobilität im zukünftigen Verkehr? Wie ökologisch ist Elektromobilität? Wie sieht eine sinnvolle Ladeinfrastruktur aus? Wie ist die Akzeptanz der Nutzer? Wie kann eine umfassende Verbreitung von Elektrofahrzeugen erreicht werden, und was sind interessante und tragfähige Erstmärkte? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die soeben vom Fraunhofer ISI veröffentlichte Broschüre „Gesellschaftspolitische Fragestellungen der Elektromobilität.“

Umweltbilanz hängt von Art der Stromherstellung ab

Plug-in-Hybride, die Batterien mit Verbrennungsmotoren kombinieren, und reine Batteriefahrzeuge sind entscheidend für die Steigerung der Energieeffizienz sowie für die Reduktion der Treibhausgasemissionen und lokaler Schadstoff- und Lärmemissionen. Entscheidend für die gesamte Umweltbilanz ist jedoch die Art der Stromherstellung. Elektrofahrzeuge zeigen erst bei höheren Fahrleistungen eine positive Umweltbilanz, da sie energieintensiver in der Herstellung sind. Wichtig für einen ökonomischen Betrieb der Elektrofahrzeuge sind auch hohe Fahrleistungen, da die Elektrofahrzeuge noch auf längere Zeit teurer in der Anschaffung sein werden und sich erst bei häufiger Nutzung durch die geringeren Betriebskosten rechnen.

Herausforderungen für den Markterfolg

Für relevante Marktanteile über die für 2020 angestrebte Anzahl von einer Million Elektrofahrzeugen hinaus müssen jedoch noch zahlreiche technologische Herausforderungen gelöst werden, insbesondere bei der Batterieentwicklung. „Voraussetzung einer ökologischen, wirtschaftlichen und nutzerfreundlichen Mobilität sind förderliche Rahmenbedingungen und intelligente Mobilitätskonzepte.“, so Prof. Dr. Martin Wietschel, Leiter des Geschäftsfelds Energiewirtschaft am Fraunhofer ISI.

Der kurzfristig mögliche Markterfolg sollte realistisch eingeschätzt werden: Der Einsatz und die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in gewissen Marktfeldern wie in Firmenflotten, im innerstädtischen Lieferverkehr sowie in aufgeschlossenen Privatkundensegmenten, welche eine hinreichende Fahrleistung aufweisen, ist realistisch, aber nicht selbstverständlich.

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