Automatica 2018

Automatica zeigt Robotik-Trends der Zukunft

| Redakteur: Katharina Juschkat

Aktuelle Trends rund um Robotik und Automatisierung zeigt die Automatica vom 9. bis 22. Juni in München.
Aktuelle Trends rund um Robotik und Automatisierung zeigt die Automatica vom 9. bis 22. Juni in München. (Bild: Kuka / Marek Vogel Fotografie 2016)

Auf der diesjährigen Automatica zeigen zahlreiche Aussteller Robotik-Innovationen für smarte Produktionskonzepte. Im Zentrum stehen Cobots und Hybride Roboter, aber auch klassische Roboter – wir stellen einige große Aussteller vor.

Die Automatica zeigt dieses Jahr wieder wegweisende Entwicklungen der Automatisierungsbranche: Hybride Roboter, Cobots, Doppelarmroboter sowie neue Vier- und Sechsachskinematiken machen den Weg frei für smarte Produktionskonzepte. Einige Aussteller im Überblick.

Kollaborativer Roboter montiert Seite an Seite mit Menschen

Wie schnell heute wegweisende Robotikentwicklungen den Weg von der Messe- in die Fabrikhalle finden, zeigt „Klara“. Der kollaborative Roboter von Universal Robots arbeitet in der Montage des Audi A4/A5 ohne Schutzzaun Seite an Seite mit Menschen. Klara, die „Klebstoffapplikation mit Roboter Assistenz“, leistet wertvolle Unterstützung beim Einbau von CFK-Dächern in das Audi RS 5 Coupé. Damit setzt Audi erstmals im Stammwerk Ingolstadt einen MRK-Leichtbauroboter zum Klebstoffauftrag in der Endmontage ein. Im Karosseriebau sowie in der Motorenmontage sind bereits ähnliche Roboter in die Produktion integriert.

Kuka zeigt mit dem LBR iiwa die sensitive und sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Künftig soll der Roboter nicht mehr nur im industriellen Umfeld assistieren, sondern sich zum alltäglichen Begleiter des Menschen entwickeln. Dazu müssen alle Schnittstellen vereinfacht werden – ob für Programmierung, Inbetriebnahme, Bedienung, Analyse oder Service. Auf der Automatica zeigt Kuka neue Lösungen, die den Bereich der Cobots für industrielle wie allgemeine Anwendungen abdecken.

Stäubli zeigt digital vernetzte Produktion

Stäubli zeigt viele verschiedene Neuheiten in München. Auf dem Messestand demonstriert der Aussteller seine Vorstellung einer digital vernetzten Produktion. „Wir zeigen in einer Smart Production Linie, wie Roboter und mobile Robotersysteme in direkter Interaktion mit Menschen im Industrie-4.0-Verbund Komponenten für Werkzeugwechselsysteme produzieren“, sagt Stäubli Robotics Chef Gerald Vogt.

Weiteres Highlight soll die Weltpremiere einer neuen Scara-Generation mit komplett gekapseltem Design und integriertem Kabelbaum sein, bei der Stäubli erstmals die von den Sechsachsern bekannte JCS-Antriebstechnik einsetzt. Durch diesen Technologiesprung lässt sich bei den Vierachsern ein Hygienedesign realisieren, das den Weg frei macht für neue Anwendungen in sensitiven Bereichen wie der Food-, Medizin-, Pharma- und Kosmetikindustrie.

Hybride Roboter für verschiedene Applikationen

Die Fabrik von heute und morgen, die individuelle Lösungen zwischen Vollautomation und manueller Arbeit erfordert, steht auch bei Fanuc im Mittelpunkt des Messeauftritts. Dabei spielen zuverlässige Komponenten, gut durchdachte Konzepte und zukunftsorientierte Datenstrukturen gleichermaßen starke Rollen. „Im Rampenlicht stehen die neue Fanuc Scara Serie, die ganze Welt der kollaborativen Roboter sowie weitere einzigartige Robotermodelle wie der Weltrekordhalter M-2000iA“, erklärt Ralf Winkelmann, Geschäftsführer Fanuc Deutschland.

So leben ABB-Roboter länger

Robotik-Service

So leben ABB-Roboter länger

24.05.18 - Durch die vorausschauenden, proaktiven Service-Leistungen von ABB kann der Automobilzulieferer Koki Störungen seiner eingesetzten Roboter um bis zu 25 Prozent und die Reaktionszeiten um 60 Prozent reduzieren. lesen

Yaskawa wird auf der Automatica durchgängige System- und Automationslösungen zeigen. Ein Highlight am Stand des japanischen Herstellers sind zwei Motoman HC10 mit 1,2 m Reichweite und 10 kg Handhabungsgewicht. Die Bezeichnung HC steht für „Human Collaborative“. Diese hybriden Roboter lassen sich sowohl für Standardapplikationen als auch für kollaborative Anwendungen einsetzen.

Ausgestattet mit einem MRK-Greifer und einem Schraubautomaten in MRK-Ausführung werden sie in einer neuen Demozelle Flaschenöffner montieren und an die Standbesucher verteilen. Die Steuerung der Anlage erfolgt über ein Vipa-Touch-Panel von Yaskawa und ist mit neuen Sicherheitstrittmatten ausgestattet. Die geforderte Sicherheit im direkten Kontakt mit dem Bediener soll der HC10 durch eine sechsfache Kraft- und Momentenüberwachung gewährleisten.

Schnell für MRK-Anwendungen einsetzbar

Im Fokus von Epson steht der Launch des Worksense W-01 Doppelarmroboters, der sich besonders für die Produktion individueller Produkte in niedriger Stückzahl eignet. „Dieser Dualarm-Roboter, der auf der diesjährigen Automatica Premiere feiert, ist in der derzeitigen Ausbaustufe noch nicht für die Mensch-Roboter-Interaktion geeignet. Aufgrund ihrer multisensorischen Fähigkeiten können wir die Maschine aber sehr schnell für MRK-Anwendungen qualifizieren. Wann wir diesen Schritt gehen, wird auch von der Nachfrage auf der Anwenderseite abhängen“, erklärt Volker Spanier, Head of Robotic Solutions, Epson Europe. Zudem werden Neuheiten der T6-Scara- und VT6-L Sechsachser-Baureihen als Einstiegsmodelle für günstige Automationslösungen vorgestellt.

Elektronikindustrie setzt auf kollaborative Roboter

Mensch-Roboter-Interaktion

Elektronikindustrie setzt auf kollaborative Roboter

05.03.18 - Immer mehr Unternehmen aus der Elektronikindustrie setzen auf kollaborative Roboter, das berichtet Robotikhersteller Rethink Robotics. Die Roboter übernehmen repetitive Aufgaben, damit sich Mitarbeiter anspruchsvolleren Arbeiten zuwenden können. lesen

Der Mensch im Mittelpunkt der digitalen Fabrik

Mit einem wichtigen Aspekt bei der Robotik- und Industrie 4.0-Euphorie setzt sich der VDMA Robotik + Automation auf der Automatica auseinander. Die Sonderschau „Der Mensch in der Smart Factory“ greift dazu aktuelle Fragestellungen auf: Wie kann der Mensch im Mittelpunkt bleiben? Welche Rolle spielt der „analoge“ Mensch in der digitalen Fabrik?

Patrick Schwarzkopf, der Geschäftsführer von VDMA Robotik + Automation, erläutert: „Fingerfertigkeit und Adaptivität des Menschen werden unerreicht bleiben, doch Assistenzsysteme bringen manuelle Montagevorgänge erstmals auf die geforderte Null-Fehler-Qualität. Die Kommunikation von Mensch und Maschine wird intuitiv. Die Kombination von Mensch und Maschine besonders leistungsstark. Dabei werden Arbeitsplätze ergonomischer und interessanter als jemals zuvor.“

Mehrheit glaubt, dass Mensch-Roboter-Teams die Fertigung verbessern werden

Roboter

Mehrheit glaubt, dass Mensch-Roboter-Teams die Fertigung verbessern werden

18.05.18 - Die Mehrheit der Arbeitnehmer sieht die Zusammenarbeit mit Robotern als positiv an, und jeder zweite vermutet, dass dadurch qualifizierte und besser bezahlte Jobs zunehmen werden. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse des aktuellen Automatica Trend Index vor. lesen

Technik darf leicht sein – für alle

Industrial Usability

Technik darf leicht sein – für alle

01.08.18 - Usability, die Benutzerfreundlichkeit, erzeugt Einfachheit. Der Prozess dahin ist allerdings höchst komplex. Wir zeigen die Vorteile der Industrial Usability, und wie Firmen sie bereits umsetzen. lesen

Kollaborative Robotik in der Produktion der Zukunft

Hannover Messe 2018

Kollaborative Robotik in der Produktion der Zukunft

24.04.18 - Nachdem Festo im vergangenen Jahr gezeigt hat, wie der Mensch mit pneumatischen Leichtbau-Robotern zusammenarbeiten kann, wird das Unternehmen auf der Hannover Messe 2018 eine zukunftsweisende Arbeitsumgebung für die Kollaboration von Mensch und Maschine präsentieren. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45316257 / Robotik & Handhabungstechnik)