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Druckluftüberwachung Betriebsparameter automatisch regeln

| Redakteur: Carina Schipper

Das neue Energie-Effizienz-Modul MS6-E2M von Festo vereinfacht Energiesparen in Druckluftsystemen. Das intelligente Wartungssystem überwacht und regelt vollautomatisch zentrale Betriebsparameter in Neu- und Bestandsanlagen, verspricht der Hersteller.

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Das Energieeffizienz-Modul MS6-E2M reduziert den Verbrauch in Druckluftsystemen.
Das Energieeffizienz-Modul MS6-E2M reduziert den Verbrauch in Druckluftsystemen.
(Bild: Festo)

Die Funktionen des Energie-Effizienz-Moduls MS6-E2M, kurz E2M, gehen über die eines herkömmlichen Wartungsgeräts hinaus. Das Modul greift aktiv in die Versorgung, speziell während der Stand-by-Zeiten einer Anlage, ein und senkt den Druckluftverbrauch. Die automatische Überwachung wichtiger Betriebsparameter der Anlage wie Durchfluss und Druck gewährleistet Prozesssicherheit in der Produktion, heißt es. Neben dem Einsatz in neuen energieeffizienten Maschinen erlaubt die Anbindung der Sensorik an die SPS das unkomplizierte Nachrüsten älterer Anlagen, die energieeffizienter arbeiten sollen.

Keine Druckluftverschwendung bei Anlagenstillstand

Das Energie-Effizienz-Modul passt der Benutzer per Handeingabegerät (MMI) oder Profibus individuell an die Erfordernisse der jeweiligen Anlage an. Der Anwender legt die Rahmenbedingungen fest, auf deren Basis das E2M entscheidet, ob die Maschine gerade produziert oder sich im Leerlauf befindet. Das Absperren der Druckluftzufuhr riegelt dann etwaige Leckagen in der Maschine von der Versorgung ab. Das Prinzip lässt sich mit einer Start-Stop-Automatik im Auto vergleichen. Bei Anlagenstillständen werde keine Energie mehr verschwendet, so Festo.

Selbstständige Leckagen-Erkennung

Befindet sich das E2M im abgesperrten Zustand, untersucht es die Anlage auf Druckdichtigkeit. Erkennt das Gerät einen vorab vom Benutzer als kritisch definierten Druckabfall, meldet es diesen an die Anlagensteuerung. Das Modul identifiziert selbstständig Leckagen im Leitungssystem. Das ermöglicht eine bedarfsgerechte Wartung der Anlagen. Die Druckluftversorgung lässt sich manuell ein- und auszuschalten. Für besonders komplexe Produktionsabläufe kann der Betreiber die automatische Stand-by-Erkennung deaktivieren, so dass er selbst auf der SPS entscheiden kann, wann eine Maschine produziert und wann sie inaktiv ist. MS6-E2M besitzt ein aktives Condition Monitoring. Es stellt dem Anwender energetische und prozessrelevante Daten jederzeit zur Verfügung. Per Profibus lässt sich das Modul vollständig in die Maschinensteuerung einbinden und tauscht zyklisch wichtige Daten wie den Energieverbrauch und die Verfügbarkeit der Anlage aus. Der Anlagenbetreiber kann die Werte der Durchfluss-, Verbrauchs- und Druckmessung ständig abrufen. Anhand der gewonnenen Informationen lässt sich kontinuierlich ein intelligentes Energie-Monitoring an der Maschine durchführen. Mit dem E2M lässt sich beispielsweise aufzeigen, ob eine Anlage heute mehr als noch vor einem Jahr verbraucht, wie viel Druckluft für eine Charge benötigt wird, ob der Druck richtig eingestellt ist oder wie hoch Druck und Durchfluss beim Ausfall einer Maschine waren.

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