Zukauf Boysen übernimmt Mehrheit an Energie-Start-up Olmatic

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

Die Boysen-Gruppe übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am KI-Energieoptimierer Olmatic.

Am neuen Standort in Nagold (Baden-Württemberg) fertigt Boysen seit dem Frühjahr 2025 Batteriegehäuse für Fahrzeuge.(Bild:  Boysen/Kern)
Am neuen Standort in Nagold (Baden-Württemberg) fertigt Boysen seit dem Frühjahr 2025 Batteriegehäuse für Fahrzeuge.
(Bild: Boysen/Kern)

Der Automobilzulieferer Boysen übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am Stuttgarter Unternehmen Olmatic, einem Anbieter KI-gestützter Energieoptimierung für die Industrie. Das im Jahr 2016 von der Familie Olma gegründete Unternehmen gilt nach eigenen Angaben als einer der technologischen Vorreiter in diesem Bereich.

Im Zentrum der Partnerschaft steht die von Olmatic entwickelte Plattform „Visions“, die Energieberatung mit technischer Umsetzung verbindet. Die Software setzt laut Unternehmen automatisiert um, was Energieberater zuvor als Effizienzpotenzial identifiziert haben. „Von der dynamischen Strombeschaffung an den Börsen über das intelligente Lastmanagement in der Produktion bis hin zur optimalen Steuerung von Batteriespeichern und eigenerzeugter Energie regelt Visions die Energieflüsse in Echtzeit“, erklärte Olmatic-CEO Patrick Olma.

Umzug von Stuttgart zurück nach Nagold

Im Zuge der Partnerschaft verlagert Olmatic seinen Firmensitz im Oktober von Stuttgart in das Boysen Innovationszentrum Nagold. Das soll die Zusammenarbeit erleichtern und Raum für den Ausbau der aktuell 20-köpfigen Belegschaft schaffen. Für die Gründerbrüder Patrick, Christian und Tobias Olma bedeutet der Schritt zugleich eine Rückkehr an den Ursprungsort: Das Unternehmen ist in Nagold gegründet worden.

„Eigenständiges Standbein der Boysen-Gruppe“

Boysen-Aufsichtsratschef Rolf Geisel betonte, Olmatic solle als eigenständiges Standbein für die Zukunft der Unternehmensgruppe dienen: „Energieoptimierung ist für nahezu alle Unternehmen zu einem der Top-Themen geworden. Olmatic bietet die intelligente Steuerungsebene, die alle Energieprojekte orchestriert, optimiert und maximal wirtschaftlich macht.“

Die Technik des Start-ups helfe Industrieunternehmen und Großgewerben, ihre Stromkosten signifikant zu reduzieren. „Was heute und in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil eröffnet“, ist Geisel überzeugt.

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