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Phoenix Contact Branchen-Management untermauert Lösungskompetenz im internationalen Geschäft

| Autor / Redakteur: Berni Lörwald, Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Phoenix Contact, Blomberg / Wolfgang Leppert

Mit regionalen Entwicklungszentren und einem weltweiten Branchen-Management baut Phoenix Contact seine internationale Marktpräsenz weiter aus – wie aktuelle Projekte beweisen: ob Wasserversorgung in den USA, Bahntechnik in Asien oder Energieversorgung in Europa.

Dank frühzeitiger und konsequenter Internationalisierung ist Phoenix Contact heute in vielen Branchen rund um den Globus erfolgreich.
Dank frühzeitiger und konsequenter Internationalisierung ist Phoenix Contact heute in vielen Branchen rund um den Globus erfolgreich.
( Archiv: Vogel Business Media )

Schon in den 1970er Jahren hat Phoenix Contact mit dem Aufbau einer internationalen Marktpräsenz begonnen. 2004 wurden dann erste regionale Entwicklungszentren errichtet – zunächst in den Schlüsselmärkten USA und China. Die Struktur dieser Zentren spiegelt die Geschäftsbereiche des Unternehmens wider: Marketing, Entwicklung, Produktion, Vertriebs-Support. Jedes Entwicklungszentrum stellt Service- und Support-Leistungen für die jeweilige Region bereit und unterstützt Kunden, Partner sowie die Vertriebsorganisationen vor Ort.

Lokale Produktion als Identitätsfaktor

Neben technologischer Kompetenz sind im internationalen Geschäft auch Produktionsstätten in den Weltmarktregionen ein Schlüsselfaktor. So kann schnell und flexibel auf sich wandelnde Märkte reagiert werden, und so entsteht lokale Identität. Daher verstärkt Phoenix Contact seine internationale Produktion durch Ausbau der Fertigungs-Kapazitäten in China, Indien und Brasilien. Gerade diese Länder gewinnen im Zuge der Globalisierung als Produktions- und Investitions-Standort stark an Attraktivität.

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Technologie- und Lösungskompetenz vor Ort ist dabei sowohl im Komponenten- wie im Systemgeschäft ein Erfolgsfaktor. Wobei Systemorientierung bedeutet, den Applikations- und Lösungsbedarf der Kunden in entsprechende Lösungspakete und Dienstleistungen umzusetzen, die auf spezifische Anwendungen hin optimiert sind. Umfassendes System-Know-how ist zugleich ein wichtiges Differenzierungsmerkmal gegenüber Komponenten-Herstellern – und auch Kunden fordern dies zunehmend ein.

Erfolgsbeispiel: Sauberes Wasser unter Floridas Sonne

Seit Jahrzehnten werden Reihenklemmen von Phoenix Contact millionenfach in Schaltschränken von Wasserwerken und Kläranlagen installiert. In dieser Branche fungiert das Unternehmen zunehmend als Systemlieferant, der Komplettlösungen aus einer Hand sowie Technik für alle Funktionen anbietet: Automatisierung, Fernwirktechnik, Schutz und Sicherheit – vom Sensor bis in die Leitebene.

Das Miami-Dade Water and Sewer Department (MDWASD) versorgt mit etwa 2.700 Beschäftigten gut zwei Millionen Kunden in der Region Miami in Florida. Die Wasserverteilung erfolgt über ein Netz mit 14 Pumpstationen und 7.100 Meilen Wasserleitungen. Das Abwasser gelangt über ein Leitungsnetz mit 3.600 Meilen Länge und 954 Pumpstationen in die drei Kläranlagen.

Ein ganzes Paket an Komponenten

Für die Prozesssteuerung werden Feldsignale ausgewertet, die sicher übertragen werden müssen. Die benötigten Signalumformer sollten einen hohen Betriebstemperaturbereich sowie einen geringen Platzbedarf haben. Für eine neue Kläranlage hat sich das MDWASD für einen Signalverdoppler von Phoenix Contact entschieden. Bei einer Breite von nur 6,2 mm ermöglicht er eine sichere Dreiwege-Potenzialtrennung. Richard Ferrara, Projektleiter beim MDWASD: „Die kleine Modulgröße, die Hutschienen-Montage sowie die erwiesene Zuverlässigkeit der Lösungen von Phoenix Contact in früheren Anwendungen waren die entscheidenden Argumente für die Verwendung des Signalverdopplers.“

Die Geschäftsgebiet-übergreifende Lösungskompetenz von Phoenix Contact war in Miami zudem ausschlaggebend dafür, dass neben den Signalverdopplern zahlreiche weitere Komponenten von Phoenix Contact im Einsatz sind: Klemmleisten, Stromversorgungen, Ethernet-Konverter sowie Einrichtungen für den Blitz- und Überspannungsschutz.

Mit der Qinghai-Tibet-Bahn aufs Dach der Welt

Ohne umfassende Lösungskompetenz wäre auch die Qinghai-Tibet-Bahn nicht ins Rollen gekommen: Die Zugverbindung im südwestlichen Grenzgebiet Chinas ist die höchste – wenn nicht gar die spektakulärste - Bahnverbindung der Welt. Die Eisenbahnstrecke mit einer Gesamtlänge von 1.956 Kilometern verläuft von Xining in der Provinz Qinghai nach Lhasa, der Hauptstadt von Tibet. Eine neue 1.110 km lange Strecke verläuft wiederum von Germu nach Lhasa. Die Bahn verkehrt dort unter extremen Bedingungen: Dauerfrost, Kälte, Sauerstoffmangel, ein sensibles Ökosystem – der höchste Punkt der Strecke liegt 5.072 Meter über dem Meeresspiegel.

Damit die elektrischen Anlagen in allen 441 Zügen auch unter diesen extremen Bedingungen einwandfrei funktionieren, werden in den Schaltschränken der Züge und Signalanlagen Reihenklemmen von Phoenix Contact genutzt. Auch hier kommen viele unterschiedliche Komponenten des Herstellers zum Einsatz: Printklemmen für Proxy-Anschlüsse und Gateways, Blitzschutz- und Überspannschutz-Produkte für die Schaltschränke in den Zügen, Mini-Zugfederklemmen für die Kabel- und Anschlusskästen der Signalsysteme. Insgesamt wurden circa 1.500 Schaltkästen mit insgesamt 120.000 Reihenklemmen ausrüstet.

Schaltanlagen-Modernisierung bei der RWE

Durch den hohen Wettbewerbsdruck in der Energiewirtschaft sind sowohl bei der Planung neuer Schaltanlagen und Kraftwerke wie auch beim Retrofitting älterer Versorgungsanlagen Schnelligkeit, Effizienz und zukunftsweisende Technologien gefragt. Für die Energietechnik bietet Phoenix Contact ein umfassendes und auf die speziellen Aufgaben der Branche abgestimmtes Produktportfolio an - von der elektrischen Verbindungs- und Interface-Technik bis zu branchentypischen Überspannungsschutz-Konzepten und Automatisierungs-Lösungen.

Bei der Modernisierung der Sekundärtechnik in Schaltanlagen nutzt die RWE AG daher Zugfeder- und Schnellanschlussklemmen von Phoenix Contact. „Zugfeder- und Schnellanschlussklemmen bieten eine hohe Zeitersparnis“, betont Dietmar Vogt von der RWE Westfalen–Weser-Ems AG, Bereich Bau- und Instandhaltungs-Planung. „Im Vergleich zur Schraubanschlussklemme konnten wir die Zeit für den Bau und Austausch der Schutztafeln um ein Drittel reduzieren.“

Konsequent international präsent

Bereits seit mehr als drei Jahrzehnten treibt Phoenix Contact seine Internationalisierungs-Strategie konsequent voran. Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit 8.400 Mitarbeiter. Und mit einem Umsatz von 941 Mio. € konnte 2006 bereits zum vierten Mal in Folge ein hohes Umsatzwachstum verzeichnet werden, das – neben der positiven Entwicklung in Deutschland – erneut stark vom internationalen Geschäft getragen wurde. Denn mit der Globalisierung hat sich der Ausbau der internationalen Präsenz weiter beschleunigt. So wurden allein in den vergangenen fünf Jahren 15 neue internationale Vertriebsgesellschaften gegründet. Der globale Vertrieb erfolgt über ein weltweites Netzwerk mit 40 eigenen Gesellschaften sowie rund 30 Vertretungen in Europa und Übersee. Fertigungsstätten befinden sich in Deutschland sowie in Harrisburg (USA), Nanjing (China), Nowy Tomysl (Polen), New Delhi (Indien) und Sao Paulo (Brasilien).

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