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Robotik Brauchen wir ein Roboterrecht?

Redakteur: Robert Weber

Rund 10 Mio. Euro spendete Elon Musk , um die Vormacht der Roboter einzudämmen. Deutsche Forscher würden sich über so eine hohe Förderung sicher auch freuen. In Würzburg arbeiten Juristen an der Frage, ob Deutschland in naher Zukunft ein Roboterrecht braucht.

In dem Hollywood-Blockbuster "I,Robot" regeln 3 drei Gesetze der Robotik das Zusammenleben und Arbeiten von Menschen und Maschinen. Auch in unserer Welt nehmen Roboter einen immer wichtiger werdenden Platz ein. Brauchen also auch wir künftig Robotergesetze, damit es nicht zu Auseinandersetzungen kommt?!
In dem Hollywood-Blockbuster "I,Robot" regeln 3 drei Gesetze der Robotik das Zusammenleben und Arbeiten von Menschen und Maschinen. Auch in unserer Welt nehmen Roboter einen immer wichtiger werdenden Platz ein. Brauchen also auch wir künftig Robotergesetze, damit es nicht zu Auseinandersetzungen kommt?!
(wiredforlego, flickr.com / BY-SA 2.0)

Elon Musk von Telsa, der Physiker Stephen Hawking sowie Eric Horvitz von Microsoft machen sich Sorgen. Die künstliche Intelligenz beunruhigt den Raketen- und Autobauer genauso wie den Wissenschaftler und den Softwareexperten. In einem offenen Brief warnten sie vor einigen Monaten vor den Folgen der künstlichen Intelligenz. Die Unterzeichner lehnen die Technik nicht grundsätzlich ab, fordern aber Spielregeln für die Zukunft. Künstliche Intelligenz und Robotik bieten in Zukunft vielfältige Möglichkeiten: Krankheiten könnten ausgelöscht, die Effizienz in Fabriken erhöht werden, Autos autonom fahren oder Bild- und Spracherkennung neue Anwendungen entstehen lassen.Dazu kommt: Die finanzielle Ausstattung der Intelligenz-Forschung ist gigantisch. Doch die Unterzeichner sorgen sich: die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Arbeits- und Lebenswelten seien nicht absehbar, heißt es. Der gesellschaftliche Nutzen müsse immer wieder herausgestellt werden. Darüber hinaus müsse künstliche Intelligenz interdisziplinär diskutiert werden. Wirtschaft, Rechtswissenschaften, IT-Sicherheit und Philosophie sollen zusammenarbeiten, um Leitlinien für den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Brauchen die Industrie und die Gesellschaft in naher Zukunft ein Roboterrecht? Dieser Artikel konzentriert sich auf den Einsatz von autonomen oder teilautonomen Systemen in der Industrie. Noch größere rechtliche Herausforderungen liegen im öffentlichen Recht.

Roboter vertreibt die Müdigkeit

Die Roboterbauer hauchen ihren Maschinen immer mehr Intelligenz ein. Teilautonome System werden in den nächsten Jahren Einzug in die Produktionsstraßen halten. Mensch und Maschine arbeiten dann Hand in Hand. Die Grenzen zwischen Roboterhersteller, Käufer und Anwender verschwimmen, denn der Roboter lernt von allen Beteiligten und trifft dann seine Entscheidung!? Die Zukunft könnte so aussehen: Im System sind die Leistungsdaten, das Alter, die körperliche Verfassung und weitere Eigenschaften des Kollegen hinterlegt. Der Roboter soll erkennen, wie es seinem gegenüber geht. Angenommen der Mitarbeiter legt in der Frühschicht mehrere Pausen ein, die laut Profil unüblich für ihn sind, dann weiß der Roboter, das sein Gegenüber müde ist oder aus anderen Gründen ein Leistungstief hat und reagiert darauf, indem er beispielsweise seine Interaktion mit dem Mitarbeiter verlangsamt. Andere Möglichkeiten wären auch die Umgebung anzupassen indem der Blauanteil im Licht erhöht wird, um die Müdigkeit zu vertreiben.

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