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Ultrabreitband-Sensor Covid-19: Neues Wearable sichert Mitarbeiter und Betriebsabläufe

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die neue digitale Lösung Safezone von Kinexon soll dabei helfen, Belegschaften in Büros und auf dem Shopflloor vor Corona-Ansteckung zu schützen und zugleich die betrieblichen Abläufe zu sichern. Das System basiert auf einem Ultrabreitband-Sensor (UWB) und benötigt keine spezielle Infrastruktur.

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Wird der physische Mindestabstand unterschritten, erhalten die betroffenen Mitarbeiter in Echtzeit eine Benachrichtigung.
Wird der physische Mindestabstand unterschritten, erhalten die betroffenen Mitarbeiter in Echtzeit eine Benachrichtigung.
(Bild: Kinexon )

In Bayern würden die Uhren anders gehen, wird gerne behauptet. Während sie in Staatskanzlei, was den Exit aus dem Corona-Lock-Down anbetrifft, einen deutlichen Nachgang aufweisen, laufen sie beim (ebenfalls bayerischen) IIoT-Spezialisten Kinexon im Zeitraffermodus. Innerhalb weniger Wochen ist es dem Unternehmen gelungen, eine digitale Schutzlösung anzubieten.

Obgleich (Bayerns) Ministerpräsident Markus Söder gerne seine weiß-blaue Gesichtsmaske präsentiert, ist die Schutzwirkung der sogenannten Community Masken - egal ob in den Landesfarben des Freistaats, von der Kultfirma Trigema oder die der neuen Hip-Marke Bewooden - keineswegs unumstritten. Wirklich schützen können nur zertifizierte FFP-Masken, die aber dem medizinischen Personal vorbehalten sind.

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Digitale Lösung sichert Einhalten von Mindestabständen

Eine Schlüsselrolle bei der Verhinderung von Ansteckungen bzw. zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie spielt die Einhaltung des Mindestabstands zwischen Personen. Und genau dieses Themas hat sich Kinexon, Spezialist für Echtzeit- Lokalisierung, angenommen und heute im Rahmen eines Pressebriefings seine neue Lösung Safezone vorgestellt.

Schließlich suchen Unternehmen im Zuge der Covid-19-Pandemie weltweit nach Möglichkeiten, um den Geschäftsbetrieb auf einer sicheren Art wiederaufzunehmen. Die Antwort darauf ist aus Sicht von Kinexon digital und heißt Safezone. „Wir wollen Kunden dabei helfen, Arbeitsplätze zu sichern sowie die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen“, so Dr. Alexander Hüttenbrink, Mitgründer und Geschäftsführer des Münchner IIoT-Unternehmens. „Safezone ist die erste digitale Industrie-Lösung für den Massenmarkt, welche aktiv Infektionen reduziert. Anstelle von vollständigen Quarantänen, die letztlich einen Stillstand im Betrieb bedeuten, ermöglichen wir Präventionsstrategien durch das Einhalten von Mindestabständen und die präzise Rückverfolgung von Infektionsketten.“

Kernelement ist ein UWB-Sensor

Kernelement von Safezone ist ein UWB-Sensor,der Kinexon Safetag. Dieser warnt den Nutzer, sobald der physische Mindestabstand zu einer anderen Person unterschritten wird. Die Warnung erfolgt dabei visuell und akustisch. Mittels einer optionalen Zusatzsoftware können Unternehmen zudem Infektionsketten nachvollziehen und daraufhin gezielt Maßnahmen einleiten.

Die Lösung ist ab sofort in zwei Ausführungen erhältlich:

  • Basis-Version zur Echtzeit-Warnung: Die Basisversion von Kinexon Safezone besteht im Wesentlichen aus dem Kinexon Safetag, einem Wearable mit einem ultrapräzisen Sensor zur zuverlässigen, zentimetergenauen Abstandsmessung. Der Sensor warnt in Echtzeit – akustisch sowie visuell - sobald der Mindestabstand unterschritten wird und die Kontaktdauer eine vorgegebene Zeit übersteigt (z.B. > 5 Sek.). Der Kinexon Safetag kann flexibel und komfortabel als Armband, oder alternativ in der Kleidung integriert, getragen werden. Er basiert auf Ultrabreitband-Technologie (UWB).
  • Erweiterte Version zur datenschutzkonformen Rückverfolgung von Kontaktketten: Das Wearable lässt sich auf Wunsch um eine Software erweitern. Diese ermöglicht es, relevante Daten zu kritischen Kontaktereignissen (z.B. <2 Meter für >5 Sekunden) zu speichern und datenschutzkonform zu analysieren. So lassen sich beispielsweise im Falle einer positiven Infektionsmeldung potenzielle Ansteckungsfälle anhand der betroffenen Sensor-IDs schnell identifizieren. Durch die hohe Präzision der Lösung werden nur realistische Ansteckungsfälle erfasst und die Anzahl der zu isolierenden Mitarbeiter auf ein Minimum reduziert. Kinexon verarbeitet dabei keine personenbezogenen Daten und bietet damit auch unter Datenschutzaspekten das, was maximal möglich ist.

Safezone ist bereits jetzt großflächig einsatzfähig

Kinexon Safezone wird nach erfolgreicher Test-Phase bereits von ersten Unternehmen großflächig genutzt, unter anderem von einem führenden Hersteller im Automotive-Bereich. Die Lösung ist ab sofort für Unternehmen verfügbar und einsatzbereit. „Die Lösung ist für alle Bereiche geeignet, wo sich Menschen bewegen – von den Fabriken bis hin zu den Büros“, so Dr. Oliver Trinchera, Mitgründer und Geschäftsführer von Kinexon.

Dabei muss guter Schutz keineswegs teuer sein. „Wir bieten einen digitalen Schutz, der dem analogen überlegen ist, und das zu geringeren Kosten. Während eine qualitative Maske pro Tag und Mitarbeiter 90 Cent bis zu einem Euro kostet, liegt der Safetag bei 60 bis 90 Cent pro Tag.“

Darüber hinaus benötigt Kinexon Safezone keine spezielle Infrastruktur, sodass eine schnelle Implementierung und eine flexible Skalierung möglich ist. Zudem ist die Lösung dem Smartphone nicht nur in Bezug auf die Genauigkeit, sondern auch in Bezug auf den Datenschutz weit überlegen -.von der Tatsache einmal abgesehen, dass es angekündigte Smartphone-App bislang bislang noch auf sich warten lässt.

UWB sorgt für hochpräzise Ortung

Durch den Einsatz von UWB (Ultrawideband bzw. Ultrabreitband) sind alle Daten zudem zehnmal genauer im Vergleich zu Lösungen, die auf Bluetooth oder WLAN (Wi-Fi) basieren. Zusätzlich hat die UWB-Technologie den großen Vorteil, dass sie nicht mit anderen in Büros oder im industriellen Umfeld eingesetzten Funktechnologien wie Bluetooth, Wi-Fi oder 4G/LTE interferiert.

Die Stärken der UWB-Lösung liegen vor allem in der zentimetergenauen Echtzeit-Präzision, höchstem Datenschutz und schnellen Skalierungsoptionen.

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