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Industrial Ethernet

Damit Industrieöfen wohl temperiert bleiben

| Autor: Helmut Halmburger*

Bis zu 1.600°C sind im Ofenraum von Schmetz-Industrieöfen keine Seltenheit. Für einen idealen Temperaturverlauf und eine maximale Verfügbarkeit setzt der Hersteller auf Fernwartungs- und Industrial-Ethernet-Lösungen von Wachendorff Prozesstechnik.

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Für die Industrieöfen von IVA Schmetz kommen industrielle Kommunikationslösungen zum Einsatz, die für eine maximale Verfügbarkeit sorgen.
Für die Industrieöfen von IVA Schmetz kommen industrielle Kommunikationslösungen zum Einsatz, die für eine maximale Verfügbarkeit sorgen.
(Bild: Wachendorff)

Ob Werkzeug oder künstliche Gelenke: All das wäre nichts ohne spezielle Verfahren der Metallbearbeitung. Immer wieder macht man sich dabei Wärme zunutze, die je nach Temperaturverlauf dafür sorgt, dass Spannungen aus einem Gefüge verschwinden oder besondere Oberflächenhärten entstehen. Dabei sind die Abläufe deutlich komplexer als im heimischen Backofen. Temperaturen von bis zu 1.600°C bei einer Gleichmäßigkeit von ±3°C im Ofenraum sind keine Seltenheit. Industrieöfen sind daher mit jeder Menge Sensorik ausgerüstet und einer SPS, die alle Prozessvorgänge regelt.

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Ein renommierter Anbieter von Industrieöfen ist die Firma IVA Schmetz aus Menden nahe Dortmund. Hier entwickelt und baut man seit 1945 Industrieöfen – vorwiegend Vakuumöfen. Heute finden Öfen von Schmetz auf der ganzen Welt ihre Anwendung. Service ist dabei unumgänglich, denn Öfen von Schmetz gibt es in unterschiedlichen Varianten und Größen sowie mit individuell angepassten Prozessen. „Unser Kundendienst stellt die Verfügbarkeit der Anlagen weltweit sicher“, erklärt Torsten Requardt, technischer Direktor am Standort Menden. „Vorbeugende Wartung und eine schnelle Ersatzteilversorgung setzen unsere Kunden heute voraus.“ Zusätzlich ist eine Analyse der Prozessdaten zur stetigen Optimierung notwendig. Fündig wurde IVA Schmetz bereits vor einigen Jahren bei den industriellen Kommunikationslösungen von Wachendorff Prozesstechnik.

Fernwartung nach Datensicherheitsrichtlinien

Schmetz setzt dabei vor allem auf die Router-Variante eWon Cosy in Kombination mit einem Switch des Typs ETHSW500. Diese Kombination ist ein kostengünstiger Weg, um Anlagendaten einsehen zu können. Der unmanaged Switch ermöglicht hierbei den Aufbau eines kleinen Anlagen-internen Netzwerkes, der eWon Cosy-Router den Fernzugriff. Für viele Anwendungsfälle reicht das schon aus. Andere Varianten ermöglichen dagegen den kompletten Zugriff auf die Anlage. Dies ist immer dann wichtig, wenn nachträglich noch Parameter geändert werden müssen. Sicherheitsbedenken kennt Torsten Requardt aber auch: „Große Konzerne haben oft strikte Richtlinien und erlauben Möglichkeiten der Fernwartung aus Prinzip nicht. Es gibt aber auch Firmen, die das ganz entspannt sehen.“ So löst auch jeder die Sicherheitsfrage auf seine Weise: „Es gibt Kunden, die möchten die Fernwartung nur bei Bedarf über einen Schlüsselschalter aktivieren. Wieder andere wollen den Router zwar vorsichtshalber im Schaltschrank haben – sie schließen ihn aber erst an, wenn es Bedarf gibt“, schmunzelt Requardt. Die eWon-Fernwartungsrouter erfüllen mit den verwendeten Sicherheitstechnologien (SSL, TLS) alle technischen Richtlinien und Vorgaben des Bundesamtes für Datensicherheit. Hilfreich dabei ist das zwischengeschaltete Talk2M-Serviceportal. Es bietet für die Techniker von Schmetz Zugriff auf die Geräte- und Benutzerverwaltung aller Anlagen. Talk2M stellt mit den weltweit verteilten 25 Servern nicht nur die Zuverlässigkeit der VPN-gesicherten Kommunikation sicher, sondern überwacht auch alle Verbindungen anhand von Protokollen. Torsten Requardt möchte darum auch keine proprietären Lösungen seiner Kunden einsetzen: „Die eWon-Lösung ist immer aktuell und kollidiert nicht mit irgendwelchen anderen IT-Sicherheitssystemen.“ Zudem ist die Wachendorff-Lösung offen für Steuerungen aller namhaften Hersteller. Zehn Mitarbeiter stehen bei Schmetz parat, wenn irgendwo auf der Welt Unterstützung benötigt wird. „Wir haben sogar schon eine Kamera installiert, die dem unerfahrenen Bediener quasi über die Schulter schaut. Auf diese Weise konnten wir ihn bei Bedarf via eWon-Fernwartungslösung durch das gesamte Menü der Steuerung lotsen“,erklärt Requardt. Auch bei Prozessänderungen lassen sich Anpassungen einfach vornehmen und die neue Software via eWon Cosy und Switch aufspielen. „Auch vorbeugende Wartung wird immer wichtiger“, erzählt Requardt. Hierfür eignet sich der modular aufgebaute Router der Serie eWon Flexy. Hiermit sind zusätzlich zum Fernzugriff auch Datenaufzeichnungen und Alarmbenachrichtigungen möglich. So können Wartungszyklen, Ölwechsel für Pumpen oder der Austausch von Verschleißteilen wie Dichtungen automatisch veranlasst werden.

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