Kollaborative Roboter

Der Cobot wird zehn

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der erste Cobot wurde vor zehn Jahren verkauft. Heute sind über 27.000 UR-Roboter bei Anwendern in verschiedenen Produktionsumgebungen im Einsatz.
Der erste Cobot wurde vor zehn Jahren verkauft. Heute sind über 27.000 UR-Roboter bei Anwendern in verschiedenen Produktionsumgebungen im Einsatz. (Bild: FTGRF Fotodesign | ftgrf.de)

Vor genau zehn Jahren verkaufte Universal Robots den ersten kollaborierenden Roboterarm. Seitdem haben Cobots die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter grundlegend verändert.

Es ist genau zehn Jahre her, dass Universal Robots (UR) den ersten kollaborierenden Roboterarm verkaufte und damit einen Wandel in der Art und Weise auslöste, wie Menschen mit Robotern zusammenarbeiten. Heute sind über 27.000 UR-Roboter bei Anwendern in verschiedenen Produktionsumgebungen im Einsatz – inzwischen auch in kleinen und mittelständischen Betrieben.

Der erste Cobot bis heute im Einsatz

Den ersten Cobot kaufte am 5. Dezember 2008 der dänische Hersteller von technischen Kunststofflösungen Linatex. Damals wollte der Betrieb die CNC-Maschinenbeschickung automatisieren – doch anstatt den Roboter hinter einem Sicherheitskäfig zu installieren, setzte das Unternehmen den UR5 in unmittelbarer Nähe zum Mitarbeiter ein. Zudem brauchte das Unternehmen keine externen Programmierer zurate zu ziehen, sondern richtete den Roboter selbst ein. Zehn Jahre später ist der Cobot immer noch im Einsatz.

Esben Østergaard, Mitbegründer und CTO von UR, lieferte den ersten Cobot damals noch selbst aus, nachdem er ein kleines Team durch drei Jahre Entwicklung in einem Keller der University of Southern Denmark geführt hatte. „Zehn Jahre mögen wie eine lange Zeit erscheinen und es war definitiv eine weite Reise bis hierher. Dennoch hat der Markt gerade erst angefangen, die Potenziale unserer Technologie voll und ganz auszuschöpfen“, sagt Østergaard. „Noch immer erobern unsere Cobots Anwendungsbereiche, die wir uns bei ihrer Einführung so niemals vorgestellt haben.“

Nach dem Verkauf des ersten UR5 führte das wachsende UR-Team 2012 das größere Modell UR10 und 2015 schließlich das kleinere Tischmodell UR3 ein. Im selben Jahr erwarb Teradyne, Inc. das bis dato privat geführte Unternehmen für 285 Millionen Dollar.

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Cobots ein wichtiger Bestandteil der Automatisierung

Seit zehn Jahren verkauft UR Cobots.
Seit zehn Jahren verkauft UR Cobots. (Bild: UR)

Kollaborierende Roboter sind heute das am schnellsten wachsende Segment der industriellen Automatisierung. Laut der Robotic Industries Association (RIA) soll es sich bis 2025 auf 34 % des gesamten Umsatzes mit Industrierobotern verzehnfachen. Als Pionier hat UR laut BIS Research seine Marktführerschaft mit einem Weltmarktanteil von 60% am Cobot-Markt behauptet und mehr kollaborierende Roboter verkauft als alle Wettbewerber zusammen. Im vergangenen Jahr meldete der Robotikhersteller einen Umsatz in Höhe von rund 151 Millionen Euro und damit ein Umsatzplus von 72 % gegenüber 2016.

Mit Universal Robots+ schuf UR im Jahr 2016 ein globales Ökosystem, um Anwendern Peripherie-Produkte für ihre Robotiklösungen zur Verfügung zu stellen. Entwickelt werden Greifer, Visionssysteme, Software und weiteres Zubehör von einem Netzwerk aus Drittanbietern. Ein Jahr später, 2017, rief UR die Universal Robots Academy ins Leben – ein kostenloses Online-Schulungsprogramm bestehend aus neun interaktiven Modulen, um die Grundlagen im Umgang mit den Cobots zu erlernen. Mit der E-Series brachte UR im Juni 2018 eine neue Generation kollaborierender Roboter auf den Markt. Die neue Applikationsvielfalt entsteht unter anderem durch einen am Werkzeugflansch integrierten Kraft-Momenten-Sensor, der für eine sensitivere Erfassung von Krafteinwirkungen sorgt.

BUCHTIPPDas Buch „Industrieroboter“ ist ein Handbuch für KMU mit Tipps und Tricks zum Thema Robotereinsatz. Es werden die wichtigsten Grundlagen der Robotertechnik vermittelt und Methoden erläutert, wie bewertet werden kann, ob sich ein Produkt oder Prozess durch Robotereinsatz automatisieren lässt.

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