Bevor der TÜV kommt! Neue Normen - Teil 1

Die Entwicklung der Maschinensicherheit – ein geschichtlicher Abriss

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Aktuelle Ansätze halten Einzug

Aktuell halten die Ansätze der IEC 61508 in immer mehr Normen Einzug. Hierbei sind für die Maschinensicherheit insbesondere die Normen IEC 62061 und EN ISO 13849 zu nennen.

Bei der IEC 62061 handelt es sich um eine Sektoranwendungsnorm, dessen Anforderungen direkt aus der IEC 61508 abgeleitet wurden. Seit 2005 ist diese Norm als EN 62061 harmonisiert und kann damit zum Nachweis für die Erfüllung der Maschinenrichtlinie herangezogen werden. Die EN ISO 13849 ist ebenfalls eine harmonisierte Norm und hat die bisherige Basis der funktionalen Sicherheit und mittlerweile zurückgezogene EN 954 ersetzt. Dabei wurden die deterministischen Ansätze der Kategorien aus der EN 954 übernommen und um probabilistische Aspekte in Anlehnung an die IEC 61508 erweitert.

Im nächsten Beitrag dieser Serie werden ausgehend von der „Basisnorm“ IEC 61508 die neuen Normen im Detail erläutert und diskutiert. Anwendungsgebiete, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Normen werden herausgearbeitet und – aus Sicht eines Prüfinstituts – kritisch beleuchtet.

Anmerkungen

[1] Kontinuierlich „0“ oder „1“ am Pin eines Bauelements sowie offene Pins, Kurzschlüsse und Übersprechen zwischen zwei Signalen

[2] DC Fehlermodell inklusive Betrachtung von Oszillation und Drift der Bauteile

[3] elektrische, elektronische und programmierbare elektronische Systeme

[4] Bestimmung der Zuverlässigkeit mittels statistischer Wahrscheinlichkeiten

* Dipl.-Ing Thomas Steffens und Dr.-Ing. David Schepers sind Fachreferenten des TÜV Rheinland Functional Safety Program des Bereiches Automation, Funktionale Sicherheit bei der TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, Köln

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