Bevor der TÜV kommt, Teil 4 Die häufigsten Schwierigkeiten – Erfahrungswerte des TÜV Rheinland

Autor / Redakteur: Thomas Steffens, David Schepers* / Reinhard Kluger

 Die Hersteller, die sich für eine Typprüfung bei der TÜV Rheinland Group entscheiden, lassen sich in die Gruppen „Hersteller ohne sicherheitstechnische Vorkenntnisse“ und „Hersteller mit sicherheitstechnischen Vorkenntnissen“ unterteilen.

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Bei Herstellern ohne sicherheits­technische Vorkenntnisse handelt es sich entweder um Firmen, die ihr Portfolio in Richtung Sicherheitstechnik erweitern möchten oder um Firmen, die durch die veränderte Normenlage und der daraus resultierenden ganzheitlichen Betrachtung der Sicherheitskette aufgefordert sind, ihre Produkte sicherheitstechnisch bewerten zu lassen.

Die Motivation, ob die Typprüfung und damit die sicherheitstechnische Bewertung freiwillig aus eigenem Antrieb erfolgt oder nur aufgrund einer geänderten Normenlage erforderlich wurde, ist oft ausschlaggebend für die Schwierigkeiten, die bei einer Typprüfung auftauchen, da sich darin oft die Einstellung zu den Nomen und der Sicherheitstechnik widerspiegelt.

Sicherheitstechnischer Gedanke bis ins Management

Die Entwicklung sicherheitstechnischer Geräte ist deutlich zeitaufwendiger und kostenintensiver als die Entwicklung von Standardgeräten. Dies macht es erforderlich, dass der sicherheitstechnische Gedanke bis hoch in die Managementebene verinnerlicht wird.

So sollten die zeitlichen Maßstäbe einer Entwicklung von Standardgeräten nicht für die Entwicklung sicherheitstechnischer Produkte zugrunde gelegt werden. Dies birgt die Gefahr, dass wesentliche Aspekte schon in der Spezifikationsphase unberücksichtigt bleiben und in der späteren Realisierung zu einer unvorhergesehenen meist kostenintensiveren Verzögerung führen.

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